Grundgedanken


Die Grundüberlegung ist, dass in den letzten Jahren die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung stetig abgenommen hat und weiter abnehmen wird. Das Renteneintrittsalter wurde auf 67 Jahre erhöht und die Rentensteigerungen langen oft nicht aus, um zumindest die Inflationsrate auszugleichen. Die entstehen-de Versorgungslücke muss irgendwie geschlossen werden.


Auf Grund der Bevölkerungsstruktur rechne ich nicht mit einer Verbesserung der Situation, sondern eher mit weiteren Einschnitten. Ich misstraue allen Systemen, bei denen der Staat die Finger im Spiel hat. Ich gehe sogar soweit, dass unsere Politiker die gesetzliche Rente auf eine Grundrente kürzen, wenn ausreichend durch eine Zusatzversorgung wie z. B. Riester Einkommen generiert wird. Daher ist es meiner Ansicht nach unabdingbar, selbst aktiv zu werden und dabei größtmögliche Flexibilität zu wahren. 


Ziel muss es daher sein, passives Einkommen zu schaffen, um letztendlich finanzielle Freiheit zu genießen. Die finanzielle Freiheit muss nicht zwangsläufig erst mit dem Renteneintrittsalter erreicht sein. Es wäre doch wunderbar, wenn man bereits mit 50 Jahren nicht mehr arbeiten müsste. Daher schadet es nicht, baldmöglichst mit dem Sparen anzufangen, um von den Erträgen seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.


Letztendlich ist es wichtig, ein Ziel zu definieren. Wenn man weiß, wohin man will, kann ein Plan erstellt werden, um dieses Ziel zu erreichen.



Das Ziel

 

Jeder muss für sich entscheiden, wie viel er zum Leben benötigt, abhängig vom eigenen Lebensstandard und den eigenen Ansprüchen. Ob dies 500 €/Monat oder 5.000 €/Monat sind, ist letztendlich egal. Es muss nur realistisch und erreichbar sein.

 

Nach der Analyse meiner eigenen Situation und unter Beibehaltung meines derzeitigen Lebensstandards ist mein Ziel, ein passives Einkommen in Höhe von 1.000 €/Monat zum Renteneintrittsalter (gerne früher) zu erhalten. Unter Berücksichtigung einer Inflationsrate von 2% und einem Ansparhorizont von 18 Jahren ergibt sich ein rechnerischer Betrag von ca. 1.428 €/Monat. Ich lege mein Ziel daher mit 1.500 €/Monat netto fest, was etwa 2.000 €/Monat  bzw. 24.000 €/Jahr vor Steuer entspricht.

Stand Sommer 2014

 

Ziel geändert: 

Auf Grund der Entwicklung war der Plan zu überarbeiten. Das Ziel wurde auf die Rente mit 63 Jahren angepasst. Der Nettoertrag soll Ende 2028 bei 1.000 €/Monat liegen.

Stand Winter 2017

 

 

Der Plan

 

Wie bei einer längeren Reise mit einem festen Ziel, muss man diese planen, um anzukommen. Welche Möglichkeiten gibt es? Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug? Ebenso ist die Frage, wie ich mein finanzielles Ziel von 24.000 €/Jahr Einnahmen erreiche? Sparbuch, Anleihen, Aktien oder Immobilien?

 

Ich bin der Meinung, dass die Beteiligung am Produktivkapital also Aktien verschiedener Volkswirtschaften der richtige Weg für mich ist. (Im Bereich Philosophieren beleuchte ich die Aspekte verschiedener Anlageformen.)

 

Ich rechne mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 10% meiner Anlage in 18 Jahren, daher muss ich insgesamt 240.000 € investieren.  Das Risiko soll überschaubar bleiben und eine Fehlinvestition, welche unweigerlich auftreten wird, darf nicht zu einem Scheitern des gesamten Unterfangens führen.

 

Da für die Umsetzung nur ein überschaubarer Zeitaufwand zu Grunde liegen soll und ich meine Freizeit anderweitig zu nutzen gedenke, sollen die Anlagen nach Möglichkeit "Selbstläufer" sein. 

 

 

Die Umsetzung

 

Nachdem das Ziel und der Plan feststehen, komme ich nun zu der Umsetzung und ob meine Vorstellungen realisiert werden können.


Zunächst ist eine Bestandsaufnahme der eigenen Möglichkeiten und Voraussetzungen erforderlich:

Startkapital

Sparrate mtl. mind.

Immobilienverkauf 2016

Umschichtung andere Anlagen


5.000 €

500 €

20.000 €

35.000 €

eingezahlt

läuft

abgeschlossen

(Ende 2014 erhöht, vorher 20.000 €, abgeschlossen)


Mit diesen Voraussetzungen habe ich eine Berechnung des Sollstandes erstellt: 

 

Update:

Durch die Entwicklung habe ich den Sollstand ab 2017 angepasst und eine extra Spalte eingefügt.

 

Jahr

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

2023

2024

2025

2026

2027

2028

2029

2030

2031

2032

2033

  

Dividende/Jahr

     650 €

     780 €

     940

  1.110 €

  1.350 €

  1.620 €

  1.950 €

  2.330 €

  2.800 €

  3.350 €

  4.000 €

  4.850 €

  5.800 €

  6.950 €

  8.350 €

10.000 €

12.000 €

14.400 €

18.000 €

Neu ab 2017

 

 

3.260 €

3.670 €

4.130 €

4.650 €

5.225 €

5.880 €

6.600 €

7.440 €

8.370 €

9.420 €

10.600 €

12.000 €

 


Als Berechnungsgrundlage gehe ich von einer anfänglichen Nettorendite zwischen 2 % und 3 % und einer jährlichen Steigerung der Dividende zwischen 10 % und 20 % aus. Für eigene Berechnungen steht eine Excel-Tabelle im Downloadbereich zur Verfügung.

 

Um die Risiken in Grenzen zu halten, soll in mind. 20 bis max. 40 Einzelwerte investiert werden, d.h. auf jede Anlage entfallen ca. 4 % bis 2,5 % des gesamten Anlagevolumens. Investiert wird immer, wenn 1.500 € Kapital zur Verfügung steht. Damit ich mein Ziel erreiche, ist gerade am Anfang eine hohe Sparrate und eine Umschichtung aus anderen Anlagen erforderlich.

 

Ich bevorzuge amerikanische Unternehmen, da diese meistens die Dividende quartalsweise ausschütten und durch das Doppelbesteuerungsabkommen keine Nachteile im Vergleich zu deutschen Unternehmen bestehen. Dies hat in erster Linie psychologische Gründe, ich finde es einfach angenehmer, mehrmals im Jahr eine Dividende zu bekommen als nur einmalig. Weiterhin ist die Historie der Unternehmen langfristiger nachvollziehbar als im europäischen Raum, der durch 2 Weltkriege und politische Ereignisse wesentlich stärker geprägt ist.

 

 

Kontrolle

 

Im Bereich Statistiken wird der laufende Fortschritt und die Entwicklung der einzelnen Anlagen überwacht und analysiert, um gegebenenfalls eingreifen zu können. Natürlich ist das nur ein grober Plan, man weiß nie was die Zukunft bringt.