Monatsübersicht August 2022

Sparquote und Cash

Diesen Monat habe ich 2.000 €  gespart, die Dividendeneinnahmen lagen bei 1.395 € netto.

 

Die Investitionen beliefen sich  auf  2.990 €. Für weitere Käufe stehen  mir 13.080 € zur Verfügung. 

 

  

Dividenden 

Ich erhielt  Dividendenzahlungen mit einer Summe von 1.394,86 € netto. 

 

Im Vergleich zum August 2021 (1.002,91 €) ist das eine Steigerung um  391,95 € oder 39,08 %. 

 

Die Dividendeneinnahmen 2022 liegen bei 10.418,42 €.

 

 

Die Zahlungen kamen von: 


 

 

Aktienkäufe

Ich habe 4 Käufe durchgeführt und die Investitionssumme steigt auf 433.320,76 €.

 

Depotentwicklung

Die Depotentwicklung ist für mich nicht sonderlich wichtig, zumal sie durch die ständigen Zukäufe noch verfälscht wird. Weiterhin kommt es darauf an, wann ich in mein Depot schaue und welcher Börsenplatz von OnVista zur Kursversorgung herangezogen wird. Man kann aber dennoch eine allgemeine Entwicklung ablesen und letztendlich kommt es auf ein paar Euro nicht an.

 

Im Vergleich zum Vormonat ist das Depot fast gleich geblieben.

 

  

 

 

Nun ist sie da, die Unsicherheit.

Eine Krise jagt die nächste: Krieg, Inflation, Energie, Zinssorgen, Bau- und Industrie wackeln, der Konsum sinkt rapide. Das sind natürlich alles Zutaten, die den einen oder anderen Anleger verzweifeln lassen und Ängste um seine Anlagen heraufbeschwören. Keine rosigen Aussichten. Wir Deutschen sind ja bekanntlich eh Schwarzseher und das Glas ist grundsätzlich halb leer.

 

Ist alles doch nicht ganz so schlimm?

Wirtschaftliche Auf- und Abschwünge hat es schon immer gegeben und die jüngeren Anleger kennen nur das "auf". So einen richtigen Crash haben die Wenigsten mitgemacht. Zumindest schadet es nicht, wenn man sich seine eigene Position überlegt und daraus eventuelle Handlungen ableitet. Ich kann das nur für mich machen, letztlich muss da jeder selber entscheiden.

 

Betrachte ich nun mein Depot, so hat es einen Wert von rd. 600.000 Euro bei einer Anlage von 430.000 Euro. Damit die Buchgewinne sich auflösen, müsste es um fast 30% runter gehen, dann wäre ich gerade mal wieder bei +/- Null und das mit rel. vielen konservativen Unternehmen. Das ist schon mal ordentlich und entspricht einem ordentlichen Crash.

 

Nun hat die Börse die Eigenschaft, dass alle Unternehmen in Sippenhaft genommen werden, egal ob das Geschäft läuft oder nicht. Daher betrachte ich allgemeine Kursrückgänge eher als Chance und nicht als Bedrohung. Eine Auflösung des Depots, mit den daraus resultierenden Steuern und der Hoffnung, dass ich billiger einsteigen kann, ist für mich keine Option. Sowas klappt bei mir eh nicht.

 

Vielleicht sollte ich einzelne Unternehmen verkaufen?

Hier kann ich mir zwar das Geschäftsmodell anschauen, aber letztlich kann ich nicht einschätzen, wie die einzelnen Firmen durch die Krise(n) kommen. Hier würde ich auch wieder auf Vermutungen hin, getrieben von "Angst", sinnlose Aktionen lostreten.

 

Muss man überhaupt "Angst" haben, wenn es mal nicht rund läuft?

Ich meine ganz klar nein. Die Wirtschaft und die Politik reagieren auf die neuen Rahmenbedingungen. Die Politik bringt Steuererleichterungen und Förderungen auf den Weg, es werden Gesetze angepasst und notfalls auch Unternehmen gerettet. Die Unternehmen überarbeiten ihre Geschäftsmodelle und passen sich ebenfalls den neuen Gegebenheiten an. Klar ist das Ganze nicht einfach und wird nicht über Nacht passieren. Der Weg wird kein leichter sein, dafür steinig und schwer (die Ähnlichkeit mit dem bekannten Liedtext ist gewollt). Meisten dauern solche Phasen zwei Jahre manchmal auch drei Jahre, dann geht es wieder aufwärts. Die Zwischenzeit lasse ich mir durch die regelmäßigen Dividendeneinnahmen versüßen.

 

Letztlich habe ich mich dazu entschlossen, die kommenden Wochen und Monate gelassen zu sehen und die vielleicht möglichen Kursrückgänge auszusitzen. In meinem Depot habe ich viele alteingesessene Unternehmen, die schon mehrere Krisen gemeistert haben. Sollte es doch ein Unternehmen kalt erwischen und die Dividende gekürzt oder gar gestrichen werden, so kann ich mich um diesen Fall immer noch kümmern. Wichtig ist die mental richtige Einstellung und sich nicht verrückt machen zu lassen.

 

Aber vielleicht kommt doch alles ganz anders?

 

 

Der Monatsbericht im September wird ein paar Tage später erscheinen, da ich Urlaub habe und noch nicht weiß, wie ich Zeit habe.

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Kommentare: 81
  • #1

    Denis (Mittwoch, 31 August 2022 19:21)

    Hallo Alex,

    Ich war sicher, dass du dieses Monat die Kursschwäche von Vf Corp. zum Nachkauf nutzt.

    An was machst du denn deine Nachkäufe fest?

    Viele Grüße Denis

  • #2

    Eichhörnchen (Mittwoch, 31 August 2022 20:03)

    Hallo Alexander, etwas mehr Gelassenheit täte mir vielleicht auch gut. Ich habe in meinem Depot die Emerging Markets deutlich reduziert. Ich lag dort zwar auch aktuell voll im grünen Bereich. Diese China/Taiwan Geschichte machte mich aber zunehmend nervös, mich hat auch der seit längerem schwelende Streit zwischen USA und China irritiert. Soviel zur Beruhigungspille ETF-Depot. Mir ist völlig klar, dass mein Handeln theoretisch falsch war, praktisch fühlt es sich aber besser an. Ich habe umgeschichtet zugunsten des Industrieländeranteils.
    In den nächsten Jahren werde ich meine monatlichen Investitionen verstärkt in Dividenden ETF leiten, da ich auch nicht mehr so ganz weit von der Auszahlungsphase entfernt bin.
    VG
    Eichhörnchen

  • #3

    Udo (Mittwoch, 31 August 2022 20:18)

    Hallo Alex,
    läuft, wie immer. Glückwunsch wieder zu diesem tollen Ergebnis Alex.
    Bleibe auch weiterhin entspannt....
    VG

  • #4

    Dividenden Markus (Mittwoch, 31 August 2022 23:52)

    … ein sehr guter Kommentar von dir, zum aktuellen Börsen geschehen, den ich so zu 100 % genauso sehe.

    Hin und her macht Taschen leer. Deshalb behalte ich meine Positionen, freue mich auf Nachkaufchancen und kassiere fleißig weiter in Dividenden.

    So konnte ich mich im August über mehr als 2200 € freuen… bereite mich mental aber auch schon auf die eine oder andere Kürzung im kommenden Jahr vor.

  • #5

    Alexander (Donnerstag, 01 September 2022 17:24)

    Hallo Denis,
    früher hatte ich immer auf die Rendite, den Kurs etc. geschaut. Da ich in alle Unternehmen 10k investieren will, schmilzt mein "Anlageuniversum" zusehends. Inzwischen kaufe ich normalerweise einfach nach der Reihe zu und fange dann von vorne an. Ziemlich profan, aber letztlich ist es fast egal, ob ich nun A oder X kaufe, es kommen eh alle dran.

    Hallo Eichhörnchen,
    ich finde die Entscheidung, aus den EM rauszugehen gar nicht so verkehrt und wenn du dich damit wohler fühlst, ist es das Richtige. Die Wirtschaft ist global dermaßen vernetzt, das sich einzelne Länder/Märkte nicht vom Rest abkoppeln können. Langfristig kann man bei Bedarf immer noch einen EM-ETF dazunehmen. Ich fühle mich mit meinen USA und EU Aktien durchaus wohl und muss nicht in die Ferne schweifen ;)

    Hallo Udo,
    danke dir :)

    Hallo Markus,
    2,2k ist schon ne Hausnummer. Hat man mehrere 100k investiert, schichtet man auch nicht mehr so einfach mal um. Wenn wir ein paar Federn lassen müssen, ist das halt so. Wir werden es überleben ;)

    Viele Grüße
    Alexander


  • #6

    Chris (Donnerstag, 01 September 2022 18:46)

    Hallo Alexander,

    Glückwunsch zu deinen souveränen und ausgeglichenen Dividendenmonaten. Guter Kommentar mit der Angst. Würde ich mich dir auch anschließen. Mein Credo lautet, Ausdauer und Geduld. Die Zeit spielt einem automatisch in die Karten und wenn man sich nicht für die größten Zockerbuden entscheidet, sollte das auch funktionieren.

    Das wichtigste einfach seiner Linie treu bleiben und kontinuierlich Investieren. Keiner weiß, wo die Börsen morgen stehen...was allerdings auch den Reiz ausmacht :-)

    Viele Grüße
    Chris

  • #7

    mrtott.blogspot.com (Freitag, 02 September 2022 13:18)

    Hallo Alexander,
    Glückwunsch zu deinem Ergebnis und der beachtlichen Steigerung um fast 40%. Auf dem hohen Niveau ist das ein unglaublich guter Wert!
    Eine Kurskorrektur um 30% nach unten sollte dich nicht aus der Bahn werfen, denn deine Strategie fußt ja darauf, dass du keine Aktien mehr verkaufen wirst. Mir ist bewusst, dass es in der Praxis manchmal anders aussieht, aber grundsätzlich sind uns Dividendeninvestoren die Buchgewinne egal, da es später um die Ausschüttungen geht, um sich davon ein besseres Renterleben zu ermöglichen. Da sehe ich dich auf einem sehr guten Weg, wie du im letzten Blogbeitrag ja so schön dargestellt hast.

    Dir weiterhin viel Erfolg beim Investieren
    &
    Viele Grüße,
    MrTott (Chris)

  • #8

    Alexander (Freitag, 02 September 2022 15:52)

    Hallo Chris,
    richtig - Ausdauer und Geduld sind die Grundlagen für Dividendeninvestoren. Hieran mangelt es den meisten.

    Hallo MrTott,
    klar muss man auch mal verkaufen, aber wenn ich meine Umschichtungen so anschaue, halten diese sich schon sehr in Grenzen. Hier nehme ich mir Zeit und kann auch mal Jahre warten.

    VG Alexander

  • #9

    Chris1 (Freitag, 02 September 2022 19:09)

    Dein Dividendenschneeball ist schon eine Lawine die immer größer wird.
    Kompliment und weiter so

  • #10

    Ulf (Samstag, 03 September 2022 01:28)

    Der Dividendenschneeball wird demnächst beginnen
    zu schmelzen!
    Viel Spass dann.

  • #11

    Alexander (Samstag, 03 September 2022 10:41)

    Chris1 - danke dir.

    Hallo Ulf,
    ich habe meinen Spass, auch wenn vom Schneeball mal ein Stück abbricht oder er etwas schmilzt. Das gehört dazu. Aktuell sind wir von der Dollarstärke sehr verwöhnt und dass die eine oder andere Firma sich der Lage anpassen muss, ist nur vernünftig.

    Grüße

  • #12

    Daniel (Samstag, 03 September 2022 11:02)

    Hallo Alexander,

    beeindruckend, werde mit meinen ~330 € im Monat wohl noch ein paar Jährchen brauchen dich einzuholen...

    @Nr.10 - selten dämlicher Kommentar, sorry aber das musste gesagt werden.

    Beste Grüße

  • #13

    Anna (Samstag, 03 September 2022 12:19)

    Hallo,
    bei der Dividendenstrategie muss man auch mit
    Kürzungen umgehen können, immer Ruhe bewahren.
    Den Humor von "Ulf" hat wohl nicht jeder verstanden.
    stressfreies Wochenende
    Gruesse

  • #14

    Jimmy (Sonntag, 04 September 2022 11:12)

    Hi, grüße Dich :)

    Ich finde dein Depot extrem gut. Gefällt mir. Weiter so !
    Wo hast du eigentlich dein Depot & ist dir eher Service wichtig oder ein Depot, welches "geringere Gebühren" auferlegt. ? Danke und beste Grüße Jimmy

  • #15

    Alexander (Sonntag, 04 September 2022 12:08)

    Hallo Jimmy,
    ich habe mein Depot bei Onvista, da ich hier nur 2€ pro Order bezahle. Bin ich mit dem Depot fertig, ziehe ich zur ING um, da ich dort meine anderen Konten und Depots habe.

    Grüße

  • #16

    Oliver (Sonntag, 04 September 2022 12:29)

    Hallo Alexander,
    ja, die Ängste gehen bei so manchem Investor um. Kenne ich von früher auch, aber mit den Jahren weiß man, das turbulente Zeiten immer gute Gelegenheiten sind zum Einkaufen, wenn man Geld zum Investieren hat.

    Das Depot geht rauf und runter und wie es sich zukünftig entwickelt, wird man sehen müssen. Dividenden sind zum Glück viel stabiler. Selbst wenn mal eine wegbricht (hatte ich vor zwei Monaten mit einem REIT, der jetzt Geschichte in meinem Depot ist), passiert bei guter Verteilung trotzdem nicht so viel. Schlechtes verkaufe ich durchaus, aber ich verkaufe recht selten.

    Im Grunde sollte man als Anleger die Zeit nutzen, so viel wie möglich einzukaufen nach den eigenen Möglichkeiten. Selbst wenn es noch weiter runter geht. Eine Aktie eingekauft zu einer guten Bewertung hat langfristig fast nie geschadet. Also nur zu, nicht schüchtern sein.

    Zur Zeit bin ich auch wieder etwas aktiver. Vieles ist gut bewertet und ich denke, man kann trotz der Krise nichts falsch machen. Wobei Krise: Bei uns wird überall ganz heftig gesucht. Fast alle Unternehmen überschlagen sich mit so Sätzen wie "Wir suchen Sie/Dich". Man kann es sich aussuchen und arbeitslos sein ist schwieriger als eine Stelle zu finden. Ich schätze, die Unternehmen und auch einige Verbraucher wollen schon mehr tun. Und das sehe ich nicht als Krise. Krise ist, wenn ich Schlangen vor der Tafel oder der Suppenküche sehe. Und danach schaut es nicht aus.

    Also: Schön investieren und Dividenden sammeln. Das Leben geht weiter.

    Grüße Oliver

  • #17

    Kojak (Sonntag, 04 September 2022 20:04)

    Wobei man schon sehen muss, dass derzeit die Folgen der vielen exogenen Probleme, wie Pandemie, Ukrainekrieg, Taiwan-China Konflikt, Klimakrise und den sich daraus ergebenden Problemen, wie aktuell Inflation, Globalisierungskrise, evtl. Stagflation, Energiekrise et al. nicht absehbar sind. Was in der Vergangenheit passiert ist mag zwar ein Anhaltspunkt sein, eine Garantie, dass es in der Zukunft genauso wieder passieren wird, ist es nicht. Die Verflechtung der Weltwirtschaft ist heute groß, eine Entflechtung würde riesige Einschnitte bringen. Ich glaube zur Zeit kann niemand die Folgen abschätzen. Insofern bin ich aktuell nicht so entspannt und denke zuwarten kann problematisch sein.
    Ich beobachte im Moment sehr aufmerksam die Entwicklung. Eine Strategie zu haben ist auf jeden Fall gut aber auch keine Erfolgsgarantie. Man sollte eines immer im Blick behalten, egal was man für die Altersvorsorge macht, ob gesetzliche, private Rente, Anleihen, Aktien, Gold etc. und plant, eines ist in jedem Fall notwendig: eine funktionierende Wirtschaft, wenn dies nicht mehr stimmt, wird kein System der Welt mehr funktionieren, auch die Dividenden fallen ja nicht vom Himmel, sondern müssen verdient werden. Insofern war der Beitrag von „Ulf“ zwar sehr flapsig, aber auch nicht komplett von der Hand zu weisen. Ich glaube zwar, dass die US Wirtschaft robuster ist als Europa im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen, nähmen wir aber mal an, dass Europa weniger Güter importiert, dann wird sich das auf die US Wirtschaft auch nicht positiv auswirken. Energiepreise in Europa werden hoch bleiben, e-Autos werden nicht so schnell den Wegfall der Verbrenner kompensieren können. Also ich denke die nächsten Wochen und Monate werden spannend, die Zukunft wird zeigen, wie es ausgeht. Ich wünsche mir und allen anderen maximalen Erfolg mit ihren Anlagen, rate uns allen aber aufmerksam zu bleiben. Besonders die Q3 Zahlen werden die Richtung zeigen.

  • #18

    Kojak (Sonntag, 04 September 2022 21:39)

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/usa-dollar-devisenmarkt-konjunktur-1.5647242

    interessanter Artikel zum Thema.

  • #19

    Alexander (Montag, 05 September 2022 07:33)

    Hallo Oliver,
    so ist es.

    Hallo Kojak,
    interessanter Artikel. Auch Charlie Munger mahnt und ist relativ pessimistisch, aber was soll man machen? Kommt es zu einer globalen Krise, dann ist Bargeld auch nichts mehr wert. Bleibt nur noch Gold? Allerdings habe ich keine Lust mein Depot aufzulösen und mir ein paar Kilo Gold zu kaufen. Zumindest bleiben 100 Aktien 100 Aktien, auch wenn deren Wert leidet. Ich rechne in nächster Zeit mit einigen Unannehmlichkeiten, hoffe aber, dass es danach wie in den letzten 400 Jahren wieder aufwärts geht.

    Grüße

  • #20

    Kojak (Montag, 05 September 2022 09:51)

    Ja, das ist die 1 Millionen US$ Frage, was tun?
    Es gibt ja auch einige ernstzunehmende Studien die vom „Great Reset“ sprechen ausgelöst durch die Abkehr vom Narrativ des „unendlichen“ Wirtschaftswachstums.
    Das ist für mich der besondere Aspekt, der eine nie gesehene Disruption darstellen würde. Im Moment fühlt sich alles eher nach Spielcasino/Wettbüro an, denn nach zumindest einigermaßen berechenbarer Wirtschaft. Du hast sicher Recht, Panik hilft nicht weiter. Es wird wie immer auch Gewinner geben, nur fällt es im Moment sehr schwer ein konsistentes Bild zu erhalten.

  • #21

    Jonas (Montag, 05 September 2022 15:27)

    Ich für meinen Teil finde die Beantwortung der Frage ob und wenn was gerade jetzt zu tun ist, nicht so sehr kompliziert. Wesentlich dafür ist der Umstand, dass ich für geraumer Zeit von Einzelwerten in breit gestreute dividendenorientierte ETF umgestiegen bin (darüber hatte ich hier schon berichtet).

    Insofern stellt sich für mich wirklich nur eine Frage: Glaube ich daran, dass auf Dauer die Anlage in Aktienwerten eine nachhaltig lukrative, ja sogar die ertragsstärkste Anlageform bleibt? Bei einer Beantwortung mit "ja" bleibe ich investiert; bei Beantwortung mit "nein", etwa vor dem Hintergrund der Einschätzung "Spielcasino/Wettbüro" wie hier zu lesen war, gibt es nach meiner Auffassung nur den Ausstieg.

    Alles andere, etwa welche Firmen-, Branchen-, oder Länderauswahl usw. interessieren mich nicht. Diese zusätzlichen Risiken zum allgemeinen Marktrisiko brauche ich nicht. Ich habe halt alles am Start; also kann ich insgesamt gesehen bezüglich der vorstehenden Risiken nicht in Gänze danaben liegen. Mir reicht das.

    Bei der Einschätzung von zukünftigen politischen Entwicklungen und daraus abgeleiteten wirtschaftlichen oder sonstigen Folgen bin ich auch ziemlich leidenschaftslos. Wie sagte jemand noch so treffend: Prognosen sind eine schwierige Angelegenheit, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

    Börse ist halt immer mit Chance und Risiko verbunden. Ich glaube auch nicht, dass sich dies irgendwie beseitigen lässt. Mehr Risikovermeidung hat zwangsläufig einen Verzicht auf Chancen zur Folge. Umgedreht ist das selbstverständlich genauso. Mehr halte ich für nicht steuerbar.

    Beste Grüße
    Jonas

  • #22

    Dividende-um-Dividende (Montag, 05 September 2022 16:32)

    Hallo Alexander,

    grundsätzlich sehe ich das sehr ähnlich wie Du. - Die aktuelle Lage kann einem schon Sorgen machen und man sollte die politischen & wirtschaftlichen Krisen nicht unterschätzen. Die entscheidende Frage ist aber wie man darauf reagiert. Ruhe bewahren und sorgfältig die Chancen und Risiken abwägen ist sicher kein Fehler. Ich glaube schon, dass Vieles noch nicht eingepreist ist und es im Herbst/Winter an den Märkten richtig "ungemütlich" werden kann, wenn die harte Realität uns trifft. Aber einzuschätzen, wie es mittelfristig genau!!! weitergeht vermag ich nicht und daher bleibe ich investiert.
    Welche Alternativen gibt es denn zu Aktien von Qualitäts-Unternehmen??
    - Bargeld halte ich nur als Reserve für sinnvoll, die Inflation nimmt sich sonst viel zu viel.
    - Bonds? Mehr als schwierig.
    - Gold? Bei einem Total Crash der Weltwirtschaft und Währungsreformen sicher nicht schlecht, aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass es so kommt und wann? Jahrelang auf Gold sitzen?, auch schwierig...
    -Immobilien sind für mich noch die beste Alternative, wobei man auch da aktuell schwer gute Renditen bekommt.

    Im Ergebnis versuche ich auch in der Krise Chancen zu nutzen und Qualitäts-Dividendenwerte "günstig" einzusammeln. Aus meiner Sicht ist und bleibt das Chance/Risiko Verhältnis hier am Besten...

    Ich wünsche uns allen, dass wir mit unseren Strategien und Investments gut durch die anstehenden schwierigen Zeiten kommen.

    Viele Grüße,
    Susanne

  • #23

    Gerry (Montag, 05 September 2022 19:48)

    Ähnlich wie Alexander sehe ich Gelassenheit in dieser Zeit als (Anleger)-Tugend.

    Allerdings würde ich mein Geld nur in den USA und nicht gerade in einem Land investieren, in dem die Themen Gendern, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus etc. alltäglich wichtiger sind als z.B. die Frage der Altersarmut.

    Zukunftstechnologien und Wettbewerbsfähigkeit findet sich im S&P 500 - nicht im DAX; vom gezielten Niedergang des Euro durch Lagarde & Co. ganz zu schweigen.

  • #24

    Caddy (Montag, 05 September 2022 19:54)

    Es gab schon immer düstere Szenarien, die teilweise auch eingetreten sind. Doch immer hat sich die Börse, die Wirtschaft wie Phönix aus der Asche erhoben und es ging/geht weiter.

    Der neue Markt hatte mich lange Zeit vertrieben. Lehmann hat mich zurück geholt, Corona hat mich beschleunigt und dieses mal werde ich hartnäckig dabei bleiben und die Delle aussitzen.

    Vermutlich gibt es einen ordentlichen Rücksetzer, gibt es eine Inflation, eine Energiekrise. Aber das wird alle und nahezu alles betreffen und wir werden daraus gestärkt hervor gehen und langfristig Putin den Allerwertesten zeigen. Soll er doch sein Gas inhalieren. Europa muss sich von den fossilen Energieträgern verabschieden schneller als je zuvor. Und hier muss ich vor dem "grünen" Wirtschaftsminister mal den Hut ziehen der hier praktikabel; entgegen des Parteiprogramms; agiert und sich selbst auf übelste Art und Weise leider aus dem Amt und Partei katapultieren wird.

    Insofern gehe ich konform mit Alex : 100 Anteile sind 100 Anteile und bleibe investiert.

  • #25

    Harald (Dienstag, 06 September 2022 22:56)

    @ Susanne

    Bei der selbstgenutzten Immobilie gehe ich mit Dir konform, aber aktuell weitere Immobilien zwecks Geldanlage zu erwerben, geht mit unkalkulierbaren Risiken einher. Und ich meine hier weniger die inflationären Instandhaltungs -und Sanierungskosten oder den Einnahmeausfall eines Mieters, der nicht mehr zahlen kann. Die Staatsverschuldung ist durch die Corona-Hilfsmaßnahmen und durch die verfehlte Sanktionspolitik gegenüber Russland, welche ganz Europa in existenzielle Nöte bringt, exorbitant gestiegen. Ein "Lastenausgleich" für Immobilienbesitzer ist nicht undenkbar. Gab es in Deutschland bereits und ist für den Staat die einfachste Finanzierungsquelle. Die Besitzer können nicht weglaufen und auch nicht mehr verkaufen, sobald dies publik ist, da es dann keine Immobilieninteressenten mehr geben wird.

    @ Caddy

    Tut mir leid, aber die Aussage: "100 Anteile sind 100 Anteile und ich bleibe investiert." ist doch recht naiv. Wenn es den Unternehmen in einer Wirtschaftskrise schlecht geht dann besteht oft zusätzlicher Finanzierungsbedarf und es gibt vermehrt Kapitalerhöhungen, wodurch die Altaktionäre verwässert werden. Nur mal das Beispiel Carnival. Hier sind jetzt mehr als doppelt so viele Aktien in Umlauf als vor der Corona-Krise mit den entsprechenden Auswirkungen auf den Schuldenstand und den Aktienkurs. Gleiches gilt für Lufthansa und eine Vielzahl weiterer Unternehmen. Gut, das sind zum Großteil keine Qualitätsunternehmen. Aber eine Weltwirtschaftskrise wird auch Spuren in den Bilanzen von Apple, Microsoft und Co. hinterlassen und eine echte Erholung kann schon mal 10 Jahre auf sich warten lassen.

  • #26

    Caddy (Mittwoch, 07 September 2022 12:06)

    Hallo Harald,

    vielen Dank für deine Denkanstöße, aber was soll man denn dann deiner Meinung nach machen ? Aktien, Anleihen, Geld und Immobilien scheiden (gemäß deinem düsterem Szenario) aus. Gold ?? Viele mögen es, ich bin mir da nicht sicher. Es kann zu schnell den Besitzer wechseln. Ich sehe da keinerlei Ausweg. Also wie ich dann investiere ist doch letztlich egal, es gibt keinen Ausweg aus diesem Dilemma.

    Die Sanktionen der westlichen Welt gegen Russland als verfehlt zu bezeichnen liegt sicher im Auge des Betrachters. Da es viele Regierungen gibt, die die Sanktionen zu ihrem Vorteil ausnutzen, ist die Sinnhaftigkeit sicherlich fraglich (Indien, Türkei,...).

    Gestern gab es im WDR ein Interview mit einem Kriegsbeobachter dazu, das war sehr interessant. Die Reporterin verfolgte die Intention das der Berichterstatter ihr nach dem Mund ob der armen Deutschen redet. Hat er aber nicht. Besser arm als tod war sein credo. Ja !! Wir werden uns einschränken müssen, dann halt mal kein Ballermann, kein Ski fahren, nicht der 5t Besuch beim Italiener und keine Cranger Kirmes. Ja !! Es ist nicht unser Krieg, aber so lange wir hier in diesem Forum noch an das Investieren denken; und darüber philosophieren; sind wir sicherlich nicht diejenigen, die jammern sollten. Oder gehst du zur Tafel ? Wo ziehen wir denn eine Linie ? Bei der Ukraine, den baltischen Staaten, östlich der Oder oder bauen wir die Mauer wieder auf ? Gibt es nicht in Deutschland auch viele bedrohte Russen ? Es kann doch einfach nicht sein, das eine übermächtige Atommacht einen Krieg vom Zaun bricht.

    Was wäre die Alternative zu den Sanktionen ? Ja, es wird uns etliche Zeit schlechter ergehen. Aber am Hungertuch nagen wir in Deutschland noch lange nicht.

    ...so etwas wäre in einem Dialog sicherlich besser zu diskutieren und vermutlich mehr als abendfüllend...

  • #27

    Kojak (Mittwoch, 07 September 2022 13:15)

    über die Sinnhaftigkeit von Sanktionen, Pandemien, Zinserhöhungen, Klimakrise und ähnlichen Dingen zu diskutieren bringt nix, diese sind Fakt und damit muss man leben und versuchen sich daran anzupassen. Auch Gold kann starken Preisschwankungen unterliegen, z. B. wenn Staaten sich ihrer Goldreserven entledigen (müssen). Es gibt ca. 200000 t gefördertes Gold und es werden noch ca. 50000 t zu förderndes Gold geschätzt. Also es bleibt spannend! Ich glaube auch, dass die Zeiten die wir kannten nicht mehr wieder kommen es wird eine massive Disruption im Gesamten Ökosystem geben. Ich denke jammern drüber hilft nicht. Wie könnte die Zukunft aussehen ist die Frage und was wird dann Rendite bringen.

  • #28

    Chris (Mittwoch, 07 September 2022 20:19)

    @Caddy
    Ich weiß nicht wie alt Sie sind, aber ich habe in Deutschland als Kind gehungert.
    Ich habe auch den Winter, der nicht enden wollte, mit ständigen Stromausfällen in Norddeutschland erlebt. Als die Häuser in den Schneewehen versunken sind und eine unbeschreibliche Stille herrschte.
    Letztes Jahr waren wir eine Woche ohne Wasserversorgung, wegen einem Rohrbruch der Hauptversorgungsleitung und anschließendem Straßendeckeneinbruch.

    Dinge können sich über Nacht ändern.

    Auch heute nagen in der BRD Menschen am Hungertuch, da können Sie ganz sicher sein.

    Ich erwarte in naher Zukunft hier in der BRD eine Mischung aus dem Deutschland vor hundert Jahren und Anklängen aus der DDR mit einigen Heilsversprechen durch die grüne Partei, die nicht weit tragen werden, jedenfalls nicht außerhalb des Westens. Dazu fortwährende populistische Eingriffe, diese Eingriffe verursachen starke Verwerfungen und erfordern in immer kürzeren Abständen neue Eingriffe. Damit eruiert die Planungssicherheit, die Rechtssicherheit und die Wirtschaft kommt in weiten Teilen zum Erliegen.

    Eine stark anschwellender Auswanderungsstrom von gut situierten Deutschstämmigen und Migranten wird unser Land stärker verarmen lassen.

    Diese Krise gut überstehen werden wahrscheinlich die Einwohner zahlreicher US-Staaten.

    Ich würde empfehlen bei Aufwertung des EURs in den USD zu konvertieren. Wir haben unseren EUR ohne Not aufgegeben.
    Sich auf Brownouts und Versorgungsengpässe vorzubereiten und mit galoppierender Inflation, plötzlicher Disinflation und sogar Deflation in einzelnen Bereichen zu rechnen.
    Breit zu streuen, um die Verluste zu begrenzen.
    Familie und Freunde zusammenzuhalten und das Leben im Jetzt zu genießen.

  • #29

    Harald (Donnerstag, 08 September 2022 00:37)

    @ Caddy

    Ich bin zu 99 Prozent in ausgewählten Einzelaktien investiert und daran werde ich nichts verändern. Aber ich rechne mit einer längeren Durststrecke am Aktienmarkt analog zu den Siebzigern oder nach dem Platzen der Dotcom-Blase. Es muss jeder für sich entscheiden ob er das aushalten kann. Weder Immobilien noch Gold sind Alternativen: "Lastenausgleich" und "Goldverbot" hat es in Deutschland bereits gegeben und dieses Szenario droht erneut. Wenn die Drangsal durch den Staat auch auf die Aktien überschwappt (höhere Dividendenbesteuerung oder die links-grün geplante Besteuerung ab 250.000 Euro Depotwert) kann man immer noch auswandern. Wofür schafft der Staat wohl das Vermögensregister und fügt mit der Grundsteuerreform das letzte Puzzleteil hinzu?

    Zur Politik: Putin sitzt am längeren Hebel und außer den G7 und einigen Wenigen trägt der Großteil der Weltgemeinschaft die Sanktionen gegen Russland nicht mit. Die Sanktionen haben Russland bisher nicht geschadet (siehe BIP und die Erlöse aus Öl und Gas). Obwohl sich die Liefermenge in die EU drastisch reduziert hat sind Putins Erlöse auf einem Rekordhoch. Öl und Gas fließen jetzt vermehrt nach China, Indien und in die Türkei. Mit starken Rabatten, was die Wirtschaft dieser Länder befeuern wird und ihnen klare Wettbewerbsvorteile verschafft. Europa kauft teures LNG-Gas aus den USA und Norwegen und in Kürze vom Menschenrechts-Staat Katar. Laut einem Bericht auf ntv hat der weltgrößte Ölproduzent Saudi-Arabien seine Ölimporte aus Russland erhöht und liefert dieses Öl mit einem satten Aufpreis an die EU. Ist schon irgendwie schizophren. Auch die USA spielen ein doppeltes Spiel: Laut ntv haben die USA im August 2022 die Einfuhr von Industriemetallen aus Russland um fast 40 Prozent erhöht und sind durch den Verkauf von LNG-Gas nach Europa einer der größten Profiteure der EU-Sanktionspolitik. Im Übrigen kippt die Stimmung in der deutschen Bevölkerung zum Thema Ukraine. Laut einer Umfrage vom 06.09. sagen 51 Prozent "Das ist nicht unser Krieg. Die Sanktionen gegen Russland sollten gestoppt werden." Das waren vor 6 Monaten noch 23 Prozent. Das ist verständlich, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird und die eigene Existenz durch die hohe Inflation bedroht ist, welche wiederum durch die Sanktionen befeuert wird. Dieser Krieg wird uns noch lange begleiten und nur am Verhandlungstisch beendet. Das nötige Kleingeld hat Putin durch die boomende Wirtschaft mit fossilen Energieträgern und über das Abschreckungspotenzial und enorme Währungsreserven verfügt er auch. Die Ukraine wird diesen Krieg nicht gewinnen und ich zweifle an einer Position der Stärke am Verhandlungstisch. Am Ende wird die Ukraine Zugeständnisse machen müssen (keine NATO-Mitgliedschaft und Abtretung der Donbass-Region an Russland). Über diese Dinge wurde bereits im März/ April 2022 verhandelt. Zehntausende Zivilisten und Soldaten wären jetzt noch am Leben, hätten beide Seiten die Verhandlungen ernst genommen. In der deutschen Politik gibt es nur wenige Stimmen der Vernunft wie den Sächsischen Ministerpräsidenten Kretschmer. Wenn die Insolvenzwelle ins Rollen kommt und viele Menschen nicht mehr wissen wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen wird die Politik wohl umdenken müssen.

  • #30

    Kojak (Donnerstag, 08 September 2022 01:39)

    @Harald
    selten so einen Schwachsinn gelesen:
    Kretschmer Stimme der Vernunft?
    Was würden wir eigentlich machen, wenn wir nach der Ukraine das nächste Ziel sind?
    Wie im Karneval den Schlüssel zum Rathaus anstelle an die Jecken an Putin geben oder was? Schon vergessen: die Ukraine hat die Atomwaffen abgegeben und ihr wurde die territoriale Integrität zugesichert, einfach mal nachlesen - und was hat das gebracht?
    Krim wurde annektiert und jetzt geht es weiter. Ich finde es klasse , dass wir der Ukraine sagen was sie zu tun haben, damit wir unsere Ruhe haben. Diese Ruhe könnte aber die Ruhe vor dem Sturm sein oder glaubt irgendwer die Mär, dass Nazis in der Ukraine sind?
    Der Typ hat ein Problem: Wenn die Umstellung auf die erneuerbaren Energien fortschreitet, dann hat er ein Loch im Budget, weil außer fossilen Energien und Rohstoffen hat er nichts. Russland ist wirtschaftlich abseits der vorgenannten Themen blank.
    Aber hier ist m.E. nicht der Ort für politische Diskussion, sondern das Thema Anlage und Rendite ist Trumpf.

  • #31

    LittleD (Donnerstag, 08 September 2022 09:22)

    Zurück zum Thema : Die Industrie Formiert sich und arbeitet bereits an Lösungen (A,B,C,) . Eine Transformation ergibt immer Gewinner und Verlierer ! Das Unsere Problem ist wenn überhaupt einerseits zeitlich zu erkennen wann der richtige Zeitpunkt ist und falls nötig Wer in dieser Zeit oder Zukunft ein Gewinner sein wird. Momentan ist die Öl Industrie mit ihren Geschäftsmodellen sehr erfolgreich z.B. !!! Aber Wir sind ja hier langfristig unterwegs und Alex stimmt mir bestimmt zu das jeder für sich entscheiden muss welchen Plan er/sie umsetzen möchte (Ziele) , gegebenen falls anpassen könnte ;-) .
    Kriege sind ja nix neues und wer schon mal Krieg und Frieden (Leo Tolstoi,2000 Seiten) gelesen hat weiss das auch. @Harald ich empfehle Dir das mal zu lesen zur Entspannung , es ist eines der besten Bücher über Russland.

    Wünsche allen Zuversicht und Mut und eine Dividenden reiche Zukunft.
    Liebe grüsse LittleD

  • #32

    Monaco (Freitag, 09 September 2022 00:53)

    @ Kojak: Ich finde es nicht gut, wenn man andere Meinungen nicht akzeptieren kann und einfach so als Schwachsinn abtut.

    Bzgl. Ihrer Aussage "Was würden wir eigentlich machen, wenn wir nach der Ukraine das nächste Ziel sind? Wie im Karneval den Schlüssel zum Rathaus anstelle an die Jecken an Putin geben oder was?"
    Das ist ein Vergleich von Äpfel mit Birnen und selbst wenn Putin nicht Halt macht- dafür haben wir letztendlich die NATO. Die kostet allerdings auch Geld, welches wir nicht erwirtschaften, wenn wir unsinnige Sanktionen betreiben. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin natürlich gegen diesen Krieg. Aber wem helfen Sanktionen, die uns selbst mehr Schaden zufügen? Damit helfen wir niemandem und wie geschrieben, andere profitieren kurz- und langfristig, während wir immer mehr Insolvenzen haben.

    Die 100%ige Umstellung auf erneuerbare Energien ist aktuell und in naher Zukunft nicht möglich. Erst, wenn man entsprechende Kapazitäten und entsprechende Speicher hat, was in dem benötigten Ausmaß vermutlich noch lange nicht der Fall sein dürfte.

    Des Weiteren gehören politische Risiken zum Investieren sehr wohl dazu und gehören m. M. n. ebenso in diesen Blog. Falls der Blogbetreiber dieses Thema hier nicht weiter haben will, so wird er das kundtun. So lange die Diskussionen in geordneten Bahnen ablaufen, steht dem doch nichts im Wege, oder?

  • #33

    Martin (Freitag, 09 September 2022 10:33)

    Moin, nur aus neugier, wie hast du dich bezüglich 3M und den Spin - Off verhalten

  • #34

    Harald (Freitag, 09 September 2022 12:36)

    @ Kojak

    Es war mir bewusst, dass meine Meinung unpopulär ist, aber man sollte der Wahrheit schon ins Auge schauen. Kretschmer zu verteufeln (bei Lanz hat man versucht, ihn in die rechte Ecke zu drängen und mundtot zu machen), nur weil er sich mehr Sorgen um die Menschen im eigenen Land macht als Andere, um die kleinen mittelständischen Betriebe (welche aufgrund der Sanktionen umkippen werden wie die Fliegen) und als einer der wenigen Politiker in Deutschland Weitblick bewahrt. Und nein: Ich komme nicht aus Sachsen. Die große Politik ist mit der Situation völlig überfordert und erkennt nicht die komplexen Mechanismen unserer Wirtschaft. Habeck habe ich anfangs geschätzt wegen seiner unkonventionellen Art und Weise. Bei Maischberger wirkte er ratlos, orientierungslos, nervös, kurzsichtig und konnte auf wichtige Fragen mangels Wissen keine plausiblen Antworten geben. Von Lindner hatte ich mehr erwartet, anfangs war die Handschrift der FDP erkennbar, aber mit jedem faulen Kompromiß (Staatsverschuldung) verliert die Partei ihre Konturen und somit auch in der Wählergunst. Bleibt noch Herr Scholz, der Lenker unserer Nation mit dem Ziel "Abgrund". Eine Comedy-Sendung hat es passend auf den Punkt gebracht: Sebastian Kurz musste sein Amt als Bundeskanzler aufgeben da er der Korruption verdächtigt wurde. Bei uns wird ein Mann Bundeskanzler, obwohl er im Cum-Ex-Skandal mit handfesten Argumenten der Korruption bezichtigt wurde. Für alle, die noch glauben, dass uns diese Regierung mit ihrer Sanktionspolitik gut durch die Krise bringen wird: Youtube - Mario Lochner und Andreas Beck "So steht es wirklich um Börse und unseren Wohlstand". Und nein: Ich habe nicht vergessen, dass die Ukraine ihre Atomwaffen abgegeben hat und ihr dafür die territoriale Integrität zugesichert wurde. Aber Russland wurde 1990 auch zugesichert: Keine NATO-Osterweiterung! Wäre die Ukraine der NATO beigetreten (und das wäre in den kommenden Jahren absehbar gewesen) würden dann da, wo ursprünglich russische Atomraketen stationiert waren, voraussichtlich US-Atomwaffen stehen. Und das vor der russischen Haustür. Ein wenig kann ich Putins Intention schon verstehen, wenngleich die Mittel durch nichts zu rechtfertigen sind. Hier ist die westliche Diplomatie gescheitert. Hätte die Ukraine den Verzicht auf ihren NATO-Beitritt erklärt würde dieser Krieg wohl nicht stattfinden. Und ja, man kann Russland auf seine Rohstoffe reduzieren. Aber diese Rohstoffe werden noch lange Zeit das Lebenselixier für die Weltwirtschaft sein. Deshalb bevorraten sich die USA bei den Industriemetallen (Kupfer, Aluminium, Zinn, Paladium ...) mit Importen aus Russland in ungeahntem Ausmaß, bevor Putin auch an dieser Stellschraube dreht und die westliche Welt an den Abgrund drängt. Dieser Krieg muss enden und es muss eine kompromißfähige Lösung gefunden werden. Denn ohne Russland, ob mit oder ohne Putin, wird die Welt nicht existieren und ihren Wohlstand erhalten können. Und auch das ist ein unangenehmer Teil der Wahrheit.

    @ Monaco

    Danke für den Zuspruch. Wenigstens noch Einer, der sich Gedanken um die Welt als Ganzes macht und nach Lösungen sucht.

  • #35

    Kojak (Freitag, 09 September 2022 13:18)

    @Harald
    Kretschmer ist ein Populist, nicht mehr und nicht weniger und wie viele Ossis ein Putinversteher. Die wollen immer noch ihre Politik von Gestern verteidigen (das gilt über alle Parteigrenzen hinweg). Bei den Ossis ist das ein wenig wie das Stockholm Syndrom.
    Er und andere tun das, was Politiker immer tun: man sollte, man müßte aber er kann keinen Ansatz zeigen, wie es gehen könnte. Im Moment ist der Herr Putin nicht willens ernsthaft zu verhandeln, er würde nur einen Diktatfrieden akzeptieren. Erst wenn beide Kriegsparteien zu dem Schluss kommen, dass der Punkt erreicht ist, verhandeln zu wollen oder zu müssen, dann schlägt die Stunde der Diplomatie. Außerdem hat niemand gesagt, dass Sanktionen schnell wirken werden, sie werden langsam ihre Wirkung entfalten. Für uns bedeutet das, wir müssen uns einschränken, m.E. immer noch besser als direkt in einen Krieg hereingezogen zu werden ob NATO oder nicht, Russland vs. NATO wäre der 3. Weltkrieg und diese Folgen wären weitaus schlimmer. Die Politik ist gefordert Härten abzufedern, wir alle müssen raus aus der Komfortzone. Wer hat gesagt, dass es ewig so weiter geht? Spätestens der Club of Rome in den 1970ern hat doch auf das Problem begrenzter Ressourcen aufmerksam gemacht und die Klimakrise ist auch lange bekannt. Nutzen wir doch die Chance uns unabhängig von Russland zu machen und dabei auch nicht zu vergessen, die Abhängigkeit von China zu verringern. Der höhere Preis zwingt uns nun endlich, die Zeichen der Zeit zu erkennen und auf neue Lieferanten und langfristig auf erneuerbare Energien zu setzen. Das wird bei Leibe nicht einfach, aber jetzt ist ein Zwang da zu sparen. Wir können soviel diskutieren, wie wir wollen, die eingeschlagene Richtung werden wir als D eh nicht ändern. Außerdem ist ein großer Teil der Inflation dem schwachen Euro geschuldet, in den USA sind die Preise für Benzin bereits wieder im langjährigen Mittel. Also kommen wir lieber zurück zur Frage, was tun? Lamentieren hilft dabei nicht und hätte, wenn und aber auch nicht. Mich interessiert, wo und wie kann man anlegen und seine Rendite sichern.

  • #36

    Alexander (Freitag, 09 September 2022 15:38)

    Hallo Martin (#33),
    ich habe nicht mitgemacht und meine 3M liegen lassen.

    Grüße
    Alexander

  • #37

    Kojak (Freitag, 09 September 2022 16:27)

    Spin-off der Healthcare Sparte ist doch erst später da kann man nix machen, Split-off der Food Safety Sparte geht doch nur mit aktiver Zustimmung und einige Stimmen sagten nur bei Verlagerung der Aktien nach USA, u.U. mit happigen Steuern.
    https://aktiengram.de/split-off-bei-3m/
    https://www.divantis.de/was-ich-mit-dem-tauschangebot-fuer-meine-3m-aktien-mache/

  • #38

    Kretsche (Freitag, 09 September 2022 16:37)

    Hallo,
    was für ein Glück, dass einige schlaue Wessis
    keine Putinversteher sind.
    Sie werden uns aus allen Krisen führen und Wir
    Können wieder beruhigt investieren.
    Vielen Dank und sozialistischen Gruß!

  • #39

    Westberliner (Freitag, 09 September 2022 20:06)

    Die Westberliner meines Jahrgangs haben schon mit der Muttermilch einen tiefen Argwohn gegen die damalige Sowjetunion aufgenommen. Die Jüngeren, wie auch ein Kretschmer oder eine Schwesig haben niemals Kontakte zu Menschen gepflegt, die noch aus erster Hand von der Blockade Westberlins von den Großeltern und Eltern gehört haben und mit der Mauer aufgewachsen sind. Während die West-Alliierten mit Marshal Plan und Co. den Westen wieder aufgebaut haben, haben die Sowjets die Produktionsanlagen im Osten abmontiert und in der Sowjetunion wieder aufgebaut, Prager Frühling, Mauerbau haben auch damals nicht unbedingt von einer Menschenfreundlichkeit und Freiheitsliebe gezeugt.
    Der Herr Putin war in der DDR als Geheimagent für den Geheimdienst tätig, warum sollte man solch einem Menschen trauen? Man fragt sich warum D eine Energieabhängigkeit dieser Form zulassen konnte. Außer Gier frisst Hirn fällt mir dazu wenig ein. …und die armen Firmen? Eine BASF die Milliarden an Dividenden zahlen konnten und Vorstände haben, die Millionen Gehälter kassieren haben keine Risikovorsorge getroffen?
    Mir fällt dazu nur eines ein: die westlichen Demokratien haben sich strategisches Denken abgewöhnt, man denkt - wie an der Börse - von Quartalsbericht zu Quartalsbericht und nicht weiter. Die Autokratien und Diktaturen denken in langen Zeiträumen und sehr viel strategischer als wir. Viele unserer aktuellen Probleme sind hausgemacht.

  • #40

    Oliver K. (Sonntag, 11 September 2022 11:13)

    Stellt doch mal bitte die Politischen Diskussionen hier ein!
    Jedem seine Meinung und Fertig.
    hm Was meint hier, sitze auf 12k Microsoft. Davon sind 7k Gewinne.
    Die Dividende(und ich bin Dividenden Orientiert) ist echt dürftig. Überlege in Freenet, Digital realty, Verizon und Abbvie umzuschichten. Da ich Microsoft trotzdem Geil finde, mach ich dann einen 25€ Sparauftrag im Depot meines Sohnes.

  • #41

    Kojak (Sonntag, 11 September 2022 11:56)

    Freenet hat m.E. keine langfristige Perspektive, da ohne eigenes Netz, muss damit die Mobilfunkkontingente bei den Netzbetreibern zukaufen, würde da eher Dt. Telekom nehmen, TMO US läuft gut, steigern Dividende. Telefonica D m.E. auch nicht nachhaltig. Wobei ich persönlich im Moment eher US Werte bevorzugen würde. Verizon ist zur Zeit sehr günstig bewertet, AbbVie ist schon sehr gut gelaufen, m.E. zu teuer, eines von deren Hauptumsatzträgern verliert demnächst den Patentschutz. Buffet hat die verkauft. Alternative Gilead Sciences. Digital Realty kenne ich nicht. AT&T ist auch günstig zur Zeit. Kinder Morgan auch noch günstig zur Zeit.

  • #42

    Kojak (Sonntag, 11 September 2022 12:00)

    weiterhin Intel, V.F. Corp, Walgreens sind einen Blick wert.

  • #43

    Oliver K. (Sonntag, 11 September 2022 12:54)

    @Kojak
    Danke für deine Vorschläge...wie ich sehe haben wir zu großen teilen die gleichen Vorstellungen. Telekom, Gilead und AT&T habe ich meine Positionen schon voll ;-)
    Freenet bin ich ein wenig am zweifeln aus den selben Gründen die du nanntest.
    Kinder Morgan?

  • #44

    Harald (Sonntag, 11 September 2022 14:15)

    @ Oliver K.

    Microsoft ist meine größte Einzelposition. Ich sitze auf 157k und davon sind 145k Gewinne. Die nächste Dividendensteigerung steht in cirka 10 Tagen an. Auf diesem Niveau (cirka 260 Euro) würde ich kein Stück hergeben. Bei Kursen um die 220 Euro bin ich wieder auf der Käuferseite. Ruhig schlafen mit etwas weniger Dividende oder in fragile Geschäftsmodelle mit hoher Verschuldung umschichten? Diese Frage stellt sich für mich nicht. Bitte nicht falsch verstehen: Auch ich habe Werte wie Verizon, AbbVie und AT & T im Depot, aber in einem gesunden Verhältnis, so dass mich Probleme in diesen Segmenten nicht groß tangieren. Übergewichtet habe ich hingegen Unternehmen mit stetig steigenden Umsätzen und Gewinnen, niedriger Verschuldung und hoher Eigenkapitalquote. Und dazu zählt auch Microsoft.

  • #45

    Kojak (Sonntag, 11 September 2022 14:16)

    Kinder Morgan ist ein großer Pipelinebetreiber für Gas und Öl in USA, da der Bau von neuen Pipelines mit großer Wahrscheinlichkeit nicht erlaubt wird, werden deren Pipelines zukünftig auch für Wasserstoff verwendet.
    https://www.onvista.de/news/2022/04-24-die-beste-energie-dividendenaktie-fuer-ein-lebenslanges-passives-einkommen-11-23103569
    https://www.kindermorgan.com/
    https://www.handelsblatt.com/politik/international/keystone-xl-kein-oel-aus-teersand-joe-biden-stoppt-umstrittene-pipeline/26840034.html

  • #46

    Kojak (Sonntag, 11 September 2022 15:00)

    Aus Europa finde ich derzeit noch Ahold als einen guten defensiven Wert.
    Merck & Co. und Pfizer als stabile Werte, die in der Lage sind lange genug CF zu erwirtschaften.

  • #47

    Tobias (Montag, 12 September 2022 06:51)

    @ Oliver K.

    Deine Idee, für den Verkauf von MSFT Steuern zu zahlen und diese Aktien dann wieder zu kaufen ist... hhmm..... originell.
    Also wenn du Geldscheine verbrennst, dann bekommst zumindest warme Hände. Aber so ?!

    MfG

    Tobi

  • #48

    Christian (Montag, 12 September 2022 15:18)

    @ Kojak
    Wasserstoff diffundiert in Stahl und macht diesen spröde. Eine Umnutzung alter Pipelines von Öl und Gas auf H2 ist nur selten einfach so möglich.
    In der Regel muss dies bereits beim Bau der Pipelines im Kopf gewesen sein und bei der Werkstoffauswahl berücksichtigt werden. Das kann der Standart Stahl einfach nicht.
    Ein Beschichten einen alten Pipeline ist ebenfalls bedenklich. Ist diese nicht komplett beschichtet oder wird beschädigt, kommt es über lang zu Brüchen. Von daher ist nicht jedes große Pipelineunternehmen für die Energiewende gewappnet wie man vielleicht denken könnte.

  • #49

    Oliver k, (Montag, 12 September 2022 23:35)

    @Tobias
    Welche Steuern? Ich hab einen vollen Verlusttopf also fallen keine Steuern an!
    Es stellt sich hier ja nicht die Frage ob Microsoft eine schlechte Aktie ist sondern ob ich aus 100€ Dividende einfach mal 300€ und mehr mache. Alleine von den Dividenden mehreinnahmen könnte ich den Microsoft Sparplan im Depot meines Sohnes tragen ohne das es mich was kostet, also Quasi ein selbstläufer! und der zweite vorteile ist eine bessere Streuung, da ich statt einer Aktie vier neue habe! Finde ich alles hhmm eigentlich total originell ;-)

    @Kojak
    Pfizer hab ich auch schon voll aber Merck finde ich noch ganz interessant danke für den Tipp

  • #50

    Julian (Dienstag, 13 September 2022 12:40)

    @ Kojak

    Danke für die Inspiration mit Kinder Morgan, die hatte ich bisher noch nicht auf dem Zettel.
    Habe mich mal versucht etwas einzulesen und bin u.a. auf folgendes Video gestoßen, dessen Zahlen nicht unbedingt hoffen lassen. Auch wenn dort keine jetzt aktuellen Zahlen verwertet sind.
    Ich werde KMI aber beobachten und überlege trotzdem mit einer (vorerst wohl kleinen) Position einzusteigen.

    Potential ist denke ich da, gerade auch im Hinblick auf Gas was man uns in Europäern in Zukunft verkaufen möchte.

  • #51

    Julian (Dienstag, 13 September 2022 12:42)

    Glatt den Link zum erwähnten Video vergessen.....

    https://www.youtube.com/watch?v=gcF2floGR8o

  • #52

    Kojak (Mittwoch, 14 September 2022 00:03)

    Management scheint aber ihre Hausaufgaben gemacht zu haben:
    https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/KINDER-MORGAN-INC-7331799/fundamentals/
    Cash Flow ist aber bedeutend höher gewesen, auch in den schwächeren Jahren.
    Gibt es bei einigen Unternehmen, auch bei IBM war das die letzten Jahre nicht prickelnd:
    https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/INTERNATIONAL-BUSINESS-MA-4828/fundamentals/
    Jedoch auch hier ein hoher CF, aus dem man die Dividende zahlen kann.
    Sicher muss man hinschauen, eine hohe Dividende hat oft die Ursache in einer Underperformance der Aktie selbst (IBM langfristiger Abwärtstrend, 3M dito, Intel dito, AT&T dito). Die Frage ist dann, wenn man die Aktie günstig kaufen will, ob man an das Geschäftsmodell langfristig glaubt oder nicht, denn aktuell hat ja die (schlechte) Bewertung immer gute Gründe und wenn es die Zyklizität ist. Allerdings da bin ich bei Alexander ist man als Privatanleger eher zum Glauben verurteilt, den wissen kann man es nicht, egal wie man sich bemüht, es fehlen Informationen und Disruptionen kann man schwer vorhersehen.

  • #53

    Thomas (Freitag, 16 September 2022 08:46)

    möchte auch kurz mal als Alternative zu Kinder Morgan -> TC Energy ( ehemals TransCanada) in den „ Showroom“ stellen.
    Auch etwa 5% Divrendite Ähnliches Geschäftsmodell. Wer nach Canada diversifizieren möchte. Haben viele nicht so auf dem Schirm. Grad wenig Zeit. Lese gern hier.

  • #54

    Pan (Freitag, 16 September 2022 12:55)

    @Thomas

    Investitionen in Kanada, Norwegen, Schweiz oder Frankreich kommen für mich nicht in Frage: Problem Quellensteuer. Viel zu aufwändig sich diese wieder zu holen und der Verzicht schmälert die Rendite.

  • #55

    Kojak (Freitag, 16 September 2022 15:43)

    @Pan
    Ja, sehe ich genauso. Dies kann man aber tatsächlich mit ETF umgehen oder man müsste ein Konto im jeweiligen Land eröffnen. Der Haken in F ist die Girosammelverwahrung, wo man als Privatperson nicht in Erscheinung tritt, der Steuersatz in F ist für Privatpersonen günstiger. Warum selbst in der EU, neben F sind auch Spanien und Italien kompliziert, keine einheitlichen Regeln gelten ist nicht einsehbar. Neben der Dividendenbesteuerung kommt in F auch noch eine Transaktionssteuer beim Kauf dazu, diese wird allerdings immer fällig.

  • #56

    Kojak (Freitag, 16 September 2022 15:49)

    Frage in die Runde: Wie ist es eigentlich in Australien geregelt?
    Es gibt ja e.g. Rio Tinto PLC in UK und Rio Tinto Australien, BHP hat ja die PLC shares zurückgezogen und man kann nur noch in deren australische Aktien investieren.
    Hat damit jemand Erfahrung, soweit ich verstanden habe, gibt es Modelle wo Firmen so ausschütten, dass keine Quellensteuer anfällt aber welche Bedingungen da zu erfüllen sind, habe ich bisher nicht heraus bekommen. Ich scheue mich davor das zu probieren und am Ende eine böse Überraschung zu erleben.

  • #57

    Anton (Samstag, 17 September 2022 02:05)

    @Kojak & Australien
    Ich habe BHP im Depot seit Jahren. Früher als PLC in GB. In diesem Jahr in AUS-Notierung umgewandelt. Die Dividende im Februar war, wie auch zu GB-Notierung, ohne Quellensteuer.

  • #58

    Kojak (Samstag, 17 September 2022 09:53)

    @Anton
    Danke!

  • #59

    Thomas (Sonntag, 18 September 2022 10:16)

    bzgl. Quellensteuer Kanada und TC Energy, Ja ich weiß das, habe noch Enbridge, BCE, Bank of Nova Scotia, Royal Bank of Canada, alles so mid bis highyielder und Divi Champions, und bin mit den Dividenden durchaus zufrieden. ist mehr als manche US Firma zahlt.
    schönes WE

  • #60

    Thomas (Sonntag, 18 September 2022 17:29)

    Dividenden aus Frankreich und Italien sind mit einem DKB-Depot überhaupt kein Problem.
    Ich praktiziere dies seit einigen Jahren. Man benötigt vom örtlichen Finanzamt eine Ansässigkeitsbestätigung die man bei der DKB einreicht. Dann erledigt die DKB die Sache mit der Quellensteuer und man hat keinen Verlust.

  • #61

    Klaus (Montag, 19 September 2022 11:18)

    @Pan:
    bei Maxblue wird die kanad. Quellensteuer automatisch auf die dt. Kapitalertragssteuer angerechnet (wie früher bei der ING), also kein Unterschied zu US-Aktien. Das Depot ist kostenlos. Ich habe meine kanad. Aktien damals von der ING zu maxblue übertragen. Ist halt einmal der Aufwand für die Depoteröffnung inkl. Übertragung, seitdem keine Probleme.

  • #62

    Alexander (Dienstag, 20 September 2022 14:06)

    Bin die nächsten Tage etwas unterwegs. Der nächste Monatsabschluss kommt dann im Oktober wie gewohnt. :)

  • #63

    Dividende-um-Dividende (Mittwoch, 21 September 2022 17:28)

    @ Harald #25

    ja, du hast Recht mit den Risiken bei Immobilien als Investment. Sehe die Risiken und dein Einwand in Bezug auf die Gefahr eines Lastenausgleiches hatte ich bislang noch nicht auf dem Radar. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist allerdings sehr schwer abzuschätzen.
    Darüber hinaus stellen sich beim Immobilienkauf ja viele unterschiedliche Fragen. Zum Beispiel auch die Frage wie viel Eigenleistung man evtl einbringen kann um die Rendite zu erhöhen. Oder ob an mögliche Preisstürze im Winter ausnutzen kann...etc etc

    Aber grundsätzlich ziehe ich Aktien von soliden Dividenden-Unternehmen ganz klar vor und plane aktuell nicht den Kauf einer zusätzlichen Immobilie. Risikolos ist keine Investmentklasse, aber hier sehe ich das beste Chance/Risiko Verhältnis...

    VG
    Susanne

  • #64

    Christian (Donnerstag, 22 September 2022 10:26)

    Ich weiß, es ist nicht unbedingt ein Dividendenwert, aber: Wie steht ihr zum Porsche-IPO? Steigt ihr mit ein?

  • #65

    Monaco (Donnerstag, 22 September 2022 12:41)

    Hallo Christian,

    ich habe heute 100 Stück bei 82,50 € gezeichnet - mal schauen.

  • #66

    Udo (Donnerstag, 22 September 2022 20:35)

    Porsche zeichne ich aus verschiedenen Gründen nicht. Ich hab JP Morgan und Citigroup im Depot. Die werden bei dem Börsengang wieder mitverdienen.
    Aber allen viel Glück bei der Zuteilung.

  • #67

    Gerry (Samstag, 24 September 2022 20:34)

    Von Porsche / VW lasse ich auch die Finger weg!
    Der Konzern hatte keine Skrupel seine eigenen Kunden zu "bescheissen"; da habe ich auch bei dem unübersichtlichen Konstrukt mit Porsche SE / Porsche AG; Stammaktien vs. Vorzugsaktien und Familien Porsche/Piech Bedenken.
    Der allerletzte Beweggrund für dieses Prozedere ist sicherlich den shareholder value der Kleinanleger zu heben.

  • #68

    Thomas (Montag, 26 September 2022 17:41)

    Hallo, ich beobachte derzeit die deutschen Immobilienwerte mit Interesse. Die sind ja brutal abgestürzt. Was haltet ihr von Vonovia, LEG, DIC Assett oder Deutsche Konsum Reit AG?
    Risiko sind hauptsächlich derzeit wohl die Gasnachzahlungen und steigenden Zinsen. Andererseits sind die mittlerweile so stark eingebrochen, dass ich mir überlege mal ein kleine Position hier einzugehen (US-Reits habe ich schon einige).
    Über Eure Einschätzung würde ich mich freuen.
    Danke.
    P.S. Hoffe Alex betreibt den Blog noch sehr lange weiter, auch wenn er "fertig" mit dem investieren ist.
    Finde seine Strategie top und versuche es so ähnlich, wenn auch noch mit deutschen und europäischen Aktien zusätzlich (ich glaube er hat diese im Familiendepot).

  • #69

    martbert (Montag, 26 September 2022 20:51)

    Hallo Thomas,
    ich kann deutschen Immobilienfirmen derzeit nichts abgewinnen. Zum einen schütten sie nur einmal pro Jahr Dividende aus (in den USA kann ich mich hingegen 4x oder sogar 12x im Jahr freuen). Zum anderen sind die Gewinne nach oben aufgrund der Regulierung doch begrenzt. Wachstumsraten oberhalb der Inflation sehe ich in den nächsten Jahren nicht. Zinsen und Gaszahlungen sprichst du bereits selbst an. Hinzu kommt, dass die Branche jetzt auch nicht nur für ihre Seriösität bekannt ist (ADLER lässt grüßen). Gemeinhin gelten Immobilien in Deutschland als vermeintlich sicher und schwankungsarm. Der wesentliche Unterschied zum Aktienmarkt ist jedoch, dass nicht täglich jemand an meine Tür klopft und mir einen Preis für meine Immobilie nennt. Für den tatsächlichen Preis sind Immobilien-Aktien ein guter Indikator. Ich sehe weiter Luft nach unten und ziehe eine Realty Income einer Vonovia vor. Möglicherweise sehe ich das aber in einem Jahr auch wieder anders, wenn sich die Wetterlage mal wieder ändert ;)
    VG
    martbert

  • #70

    Michael (Donnerstag, 29 September 2022 18:55)

    Servus Zusammen.

    was macht euer Depot in den schweren Zeiten und die noch kommen werden?
    Weiter kaufen/verkaufen oder stoppen?
    Was denkt ihr, wie es weiter geht?

    Gruss Michael

  • #71

    Caddy (Donnerstag, 29 September 2022 21:48)

    Sit and wait. Was soll ich mit Barem bei 10% Inflation ?!

  • #72

    Jasmin (Freitag, 30 September 2022 00:49)

    Hallo Michael,
    Ich kaufe was das Konto so hergibt!
    Pharma,Kosumgüter und Versorger, natürlich nur US-Werte.
    Gruß

  • #73

    Udo (Freitag, 30 September 2022 11:41)

    Habe heute ebenfalls nachgelegt. 3M die keiner mehr will, AT&T und Walgreens. Bei 3M und Wallgreens habe ich meinen Depotanteil jetzt voll.

  • #74

    Thomas (Freitag, 30 September 2022 16:52)

    @martbert:

    Vielen Dank für Deine Einschätzung. Ich tendiere derzeit, wenn überhaupt in Deutschland eher zum Kauf der Deutschen Konsum Reit. Hier finde ich das Geschäft mit Einzelhandelsimmobilien in den Mikrolagen interessant.
    Die Wohnimmobilienaktien sind auch alle "runtergeprügelt" worden, hier kann ich aber die Lage sehr schlecht einschätzen, besonders im Hinblick darauf was passiert, wenn Abschlagszahlungen beim Gas ausbleiben und was die Finanzierung bei steigenden Zinsen angeht (hier ist die Lage bei der Deutschen Konsum Reit offenbar laut Vorstand entspannt). Hierzu habe ich einen sehr interessanten Artikel aus dem Nebenwerte-Magazin googeln können (weiß nicht, ob ich den Link hier senden darf).

    Aufgrund der Dividendenrendite von derzeit über 5% (ich habe lange darauf gewartet :-)) ziehe ich aber derzeit einen Kauf der Realty Income und/ oder eine Aufstockung der W.P. Carey vor. Hier gefallen mir die langen Dividendensteigerungszeiträume derzeit einfach besser als bei der Deutschen Konsum Reit. Sollte die Deutsche Konsum Reit aber weiterhin nachgeben und wir kommen in einen Bereich von über 7% Dividendenrendite würde ich wahrscheinlich einen Einstieg wagen, da dann das Chance/Risiko-Verhältnis für mich besser passt und ich dann ein "gutes" Gefühl hätte.

    Zum Markt Allgemein: @Udo: Ich habe auch AT&T und 3M und könnte mir dort ebenfalls Aufstockungen vorstellen. Bei Wallgreens wird häufig gesagt, dass Konkurrenz durch Amazon droht. Das kann ich schwer einschätzen.
    Mir persönlich gefällt derzeit Medtronic noch sehr gut, insbesondere da ich im Medizintechnikbereich noch etwas unterinvestiert bin und die Dividendenrendite endlich mal über 3% beträgt.

    Schönes Wochenende und ich bin gespannt auf Alexanders Dividendeneinnahmen im September
    Thomas

  • #75

    Thomas (Freitag, 30 September 2022 17:04)

    Kleiner "Nachbrenner" zu meinem Post von vorhin.
    Ich habe gerade festgestellt, dass Medtronic wohl leider der irischen Quellensteuer unterliegt und somit der Steuerabzug wohl enorm ist (über 46%). Somit ist der eigentlich schöne Dividendenwert leider für mich raus :-(

  • #76

    James (Freitag, 30 September 2022 17:23)

    Ich sammel ein was das Konto hergibt.
    Zuletzt Adobe bei 445€ / BASF zu 39€ / 3M zu 120€ / Blackrock zu 650€

    Auf der Liste zum aufstocken (alle bis auf Alphabet) steht
    Alibaba (trotz bekannter Risiken)
    3M
    Adobe
    Altria
    Alphabet
    Coloplast
    Danaher
    Ecolab
    Fresenius
    Microsoft
    Starbucks
    Salesforce
    Visa

  • #77

    Marco (Samstag, 01 Oktober 2022 16:43)

    Hm, bezüglich James seiner Nachkaufliste, ist es denn noch Ratsam Firmen die Tabakprodukte herstellen zu kaufen? Ich selbst habe auch seit mehreren Jahren Tabakaktien, die sind auch allesamt gut im Plus und bieten eine schöne Dividende, aber ich würde mir jetzt zu diesen Preisen und in diesen Zeiten keine weiteren Firmen holen die ihr Hauptgeschäft mit Tabak machen.

    Wie seht ihr das so? Es gibt bestimmt mehrere interessante Sichtweisen bezüglich der Geschäftsentwicklung von Firmen die mit Tabakwaren handeln.

    Ich wünsche Allen noch ein schönes langes Wochenende

  • #78

    Alexander (Samstag, 01 Oktober 2022 18:17)

    Moin zusammen,

    gerade aus dem Urlaub gekommen und 1.400 Mails im Postfach. Na Mahlzeit.
    Ich werde die nächsten Tage erst mal alles aufarbeiten und den neuen Blogbeitrag machen. Also habt bitte etwas Geduld mit mir :)

    VG Alexander

  • #79

    Mahnuel (Samstag, 01 Oktober 2022 18:48)

    @ James:
    Auf Adobe bin ich auch scharf. Adobe war zuletzt Mitte August bei 445, jetzt bei 280. Mir selbst ist das Markttiming nie gelungen, obwohl ich es mir schon öfter eingebildet hatte. Und jetzt bilde ich es mir wieder ein: Wenn der Gesamtmarkt, wie jetzt, schon ein Weilchen baerish ist, aber noch nicht wirklich lange (nicht seit 2 oder 3 Jahren) und nicht wirklich tief (-20%) könnte eine gewisse Cash-Position zum späteren Nachkauf doch nicht schaden, oder?
    BASF ist für mich nogo, extreme Management-Fehler (Monsanto), abgelaufenes Geschäftsmodell (was die können, können andere genauso gut und billiger), Tabak habe ich auch (BAT) und bleibe drin. MS und Visa finde ich auch sehr attraktiv, da setze ich vielleicht Limit-Orders, die so 20% tiefer und danach nochmal 20% tiefer auslösen würden.
    Fresenius habe ich, bin 50% im Minus, da stimmt was nicht, glaube ich, ist für mich mittlerweile spekulativ, werde wohl kaum nachkaufen. Alphabet vielleicht, den Rest kenne ich nicht.
    Viele Grüße
    Mahnuel

  • #80

    Pan (Samstag, 01 Oktober 2022)

    @ Mahnuel

    was hat BASF mit Monsanto zu tun? Die letzten Quartalszahlen von BASF waren nicht schlecht. Der Aktienkurs spiegelt allerdings die Furcht vor Produktionskürzungen infolge der extrem hohen Energiepreise wieder. Dabei wird oft vergessen, dass BASF nicht nur in Deutschland produziert, sondern global aufgestellt ist (USA, China, Indien).

    In den letzten beiden Jahren habe ich meinen Europa-Anteil im Depot stark reduziert und in US-Werte umgeschichtet. Die verläßlichsten Dividendenzahler findet man nun einmal in den USA. Habe erst am Freitag bei Parker-Hannifin, Mondelez und Snap-On aufgestockt.

    Ich handhabe es wie Andreas Beck. Nach einem Rückgang im S&P 500 von 20 Prozent habe ich 50 Prozent der verfügbaren Mittel sukzessive investiert und spätestens bei 35 Prozent Minus werde ich All-In gehen. Den Tiefpunkt erwischt man ohnehin nicht und im Durchschnitt müsste ich mit meiner Strategie langfristig ganz gut liegen.

    Die Aktienkurse in einem fallenden Markt blende ich einfach aus. Ich bin voller Stolz an erstklassigen Unternehmen beteiligt und während des Wartens auf die ersten Lichtblicke und die Trendumkehr bin ich schon einmal dabei und werde von meinen Firmen fürstlich entlohnt. Letzte Dividendenerhöhungen: Microsoft 9,7 %, Texas Instruments 7,8 %, Starbucks 8,2 % und Lockheed Martin 7,1 %.

  • #81

    Gerry (Sonntag, 02 Oktober 2022 10:03)

    Ich bin ähnlich wie #80 Pan sehr überwiegend in USA investiert und kaufe dort nach wo (glaube ich) nach unten übertrieben wurde. Das ist z. B. Comcast, Verizon, Hanesbrands, Broadcom; aber auch REITs wie RealtyIncome oder Medical Properties.
    Deutschland und der Euro werden weiterhin auf der Verliererstrasse sein. Leider werden damit auch unsere Renten vernichtet werden.