Fusion Dr Pepper und Keurig Green Mountain - Was nun?

Nachdem ich im Januar noch 12 Dr Pepper Snapple Aktien gekauft hatte, kam die Meldung, dass Dr Pepper übernommen werden soll und der Aktienkurs schoss um 40 % nach oben.

 

 

Details zur Fusion findet man hier. Wenn man das liest, dann ist erst einmal festzustellen, dass es keine Übernahme, sondern eine Fusion mit Keurig Green Mountain ist. Die Aktionäre von Dr Pepper sollen eine Sonderdividende von 103,75 $ erhalten und die Aktien Dr Pepper in Aktien des neuen Unternehmens Keurig Dr Pepper (KDP) getauscht werden. Nach Abschluss der Transaktion sollen Dr Pepper Aktionäre 13 % am neuen Unternehmen halten und Keurig Green Mountain Aktionäre 87 %. Künftig sollen die Aktionäre eine Dividende von 0,60 $ im Jahr erhalten, während Dr Pepper momentan 0,58 $ im Quartal bezahlt.

 

Soweit die Ausgangslage.

 

Nun muss ich mich fragen, wie ich mich verhalte.

 

Wird die Fusion überhaupt stattfinden?

Davon gehe ich aus. Weiterhin vermute ich, dass es keine Nachbesserung geben wird, da sich die Firmenchefs einig sind und es keine feindliche Übernahme ist.

 

Was ist, wenn ich abwarte und die Fusion mitmache?

Zunächst erhalte ich 103,75 $ Sonderdividende, die ich versteuern muss. Netto bleiben mir dann 76,39 $ übrig. Die Dividende wird vom Kurs abgezogen und ich habe dann im Depot bei Dr Pepper ein dickes Minus. Sollte zwischen der Einbuchung der neuen Aktien und der Dividendenausschüttung (EX-Day) ein gewisser Zeitraum liegen, dann könnte ich Dr Pepper verkaufen und das Minus in meinen Aktienverlusttopf retten. Ich weiß nicht, zu welchem steuerlichen Kurs die neuen Aktien eingebucht werden. Hier können erste Überraschungen auftreten. Bei den von mir mitgemachten Fusionen (Übernahmen) hatte ich komischerweise immer steuerliche Nachteile und nie Vorteile. Zugegeben, manchmal ging es steuerneutral über die Bühne, aber verlassen will ich mich nicht darauf. Oft blicken das die Banken einfach nicht und es kommt zu einer Doppelbesteuerung. Das heißt, nachfragen und erklären, dass es geändert werden muss. Manchmal sehen es die Banken ein, manchmal nicht.

 

Ich gehe davon aus, dass der Umtausch 1:1 stattfindet, d. h. ich halte dann weiterhin 72 Aktien. In der offiziellen Pressemitteilung steht nichts von einem Umtauschverhältnis.  Allerdings bekomme ich künftig statt 2,32 $ nur noch 0,60 $ Dividende, also etwa ein Viertel. Dem kann ich aber gegenrechnen, das ich aus der Sonderdividende von 76,39 $ Aktien des neuen Unternehmens nachkaufen kann. Um auf die gleiche Dividende zu kommen, dürfte der Kurs max. bei ca. 25 $ liegen. Aktuell liegt der Kurs bei 118 $, ziehe ich die Sonderdividende ab, dann komme ich auf rd. 14 $ pro Aktie. Wäre dem so, dann könnte ich für die Sonderdividende sogar 5,4 Aktien nachkaufen und hätte zusätzlich noch eine nette Dividendensteigerung.

 

Allerdings ist nicht bekannt, wie sich die Dividende weiter entwickeln wird oder ob diese gleich bleibt, da zum Beispiel erst einmal Schulden abgebaut werden sollen. Die Familie Reimann und deren Holding JAB sind allerdings dafür bekannt, dass sie ein gutes Händchen haben und sich die künftige Entwicklung der Firma nicht als schlecht herausstellen könnte. Weiterhin sind 13 % am neuen Unternehmen nicht viel. Wer JAB etwas kennt, den schreit ein mögliches Squeeze-Out förmlich an. Hier kommen natürlich viele spekulative Elemente zum Tragen.

 

Alternative, ich verkaufe Dr Pepper

Momentan bin ich mit ca. 15 % bzw. 900 € im Plus. Würde ich die Aktien einfach so verkaufen, dann würde auf den Gewinn rd. 240 € Steuer anfallen. Verlustvorträge habe ich keine. Dies könnte ich allerdings umgehen, wenn ich eine Position im Depot mit 900 € Minus verkaufe und gleich wieder zurückkaufe. Das schaut im Depot schon mal schöner aus (was rein psychologisch bedingt ist). Allerdings muss ich die Verkaufsgebühren berücksichtigen, welche mit 25 € ganz gut kalkulierbar sind, aber dazu kommt der Spread (Unterschied zwischen Geld- und Briefkurs). Hier lauern die Gefahren, ist dieser zu groß, kann das schnell nochmals 100 € zu meinem Nachteil ausmachen. Sollten die Kurse allgemein fallen, kann man mit Limits arbeiten und diesen Kostenfaktor gegen null drücken. Da gehört auch etwas Glück dazu.

 

Das frei gewordene Kapital kann ich dazu verwenden, bestehende Unternehmen aufzustocken und habe mir sogar den Gewinn steuerfrei gerettet. Liegt die Dividendenrendite auf einem ähnlichen Niveau, dann habe ich auch hier keine Einbußen.

 

 

 

Was sagt der Bauch dazu?

Die Psychologie ist eine der größten Einflussgrößen, ob man an der Börse Erfolg hat oder nicht. Ich plädiere immer dafür, dass man sich letztlich mit seinen Investments und Entscheidungen wohl fühlen muss, sonst nützt alles nichts. Bei meiner Entscheidung muss ich meine Zielsetzung und meinen Investitionsstil berücksichtigen. Ich möchte in 11 Jahren ein einträgliches Dividendeneinkommen haben und lege keinen Wert mehr auf Kursgewinne. Ist man in der Aufbauphase, sollte man evtl. andere Kriterien berücksichtigen.

 

Mache ich die Fusion mit, dann sind da viele Unwägbarkeiten und spekulative Elemente für die Zukunft. Verkaufe ich, kann ich besser kalkulieren und bringe Ruhe in mein Depot. Ob eine Entscheidung richtig oder falsch ist, weiß man immer erst im Nachhinein.

 

Ich muss mich auch fragen, um welche Summen es im Verhältnis zum Gesamtdepot geht. Aktuell ist Dr Pepper ca. 8.500 $ wert und bringt mir 167 $ brutto Dividende. Die Dividende liegt damit bei ca. 2,2 % meiner Dividendeneinnahmen und die Bruttorendite beträgt ca. 2 %. Die Fusionsvariante müsste in den nächsten Jahren schon eine hervorragende Performance hinlegen, um irgendwann 5%, 6% oder 7% Rendite abzuwerfen. Bei der Verkaufsvariante sollte es kein Problem sein, ebenfalls 2% Bruttorendite zu bekommen. Die Ersatzinvestition steigert hoffentlich die Dividende und ich frage mich, wie groß der Unterschied in 11 Jahren zwischen Variante A und B ist? 100 $ oder 200 $ im Jahr? Das macht netto im Monat 5 € oder 10 € aus, die ich vielleicht mehr oder weniger habe. Naja, wirklich kriegsentscheidend ist das nicht. 

 

Wer bis hierhin durchgehalten hat, der vermutet wohl, in welche Richtung es geht.

 

Ich habe einfach keine Lust, mir spekulative Gedanken wegen ein paar Euro im Monat zu machen. Ich möchte keine Energie darauf verschwenden, die nächsten Monate die weitere Entwicklung zu verfolgen und darüber zu grübeln, wie es weiter geht. Ich habe bei der Übernahme von Airgas entschieden zu verkaufen und nach der Fusion von Dow Chemicals mit DuPont ebenfalls verkauft, da eine Aufspaltung ansteht. Diese Entscheidungen waren für mich richtig, da verschwende ich keine Gedanken mehr daran. Deshalb habe ich mich für Variante B (Verkauf) entschieden.

 

Ob es richtig oder falsch ist, weiß ich nicht, aber ich habe meinen Wohlfühllevel wieder hergestellt und schlafe gut (was in meinem Alter zunehmend an Bedeutung gewinnt).

 

 

Die Transaktionen

Zunächst gilt es, den Gewinn von Dr Pepper steuerlich zu retten. Hier habe ich mich dazu entschieden, Cardinal Health zu verkaufen. Dafür bekam ich 5.050,05 € gutgeschrieben und meinen Aktienverlusttopf wurden 1.110,75 € angerechnet. Damit habe ich erstmals einen Buchverlust realisiert. Etwas später kaufte ich die 95 Aktien von Cardinal Health wieder zurück, musste allerdings 5.111,55 € dafür bezahlen. Diese Aktion kostete mich unterm Strich 61,50 €. 

 

Hier liegt der Fehler etwas bei mir. Wäre ich etwas geduldiger gewesen (eine Stunde später fiel der Markt wie ein Stein), dann hätte ich für den Rückkauf weniger bezahlt und hätte sogar die Verkaufsgebühren reingeholt. Aber wer hätte dieses "Desaster" schon vorhergesehen. CAH hätte auch weiter steigen können.

 

Nachdem der Verlust steuerlich gerettet wurde, konnte ich mich von Dr Pepper trennen. Hier erzielte ich einen Gewinn nach Gebühren von 858,33 €. Dieser Gewinn muss jetzt nicht versteuert werden. Hätte ich die Aktion mit CAH nicht durchgeführt, wären 214,58 € Kapitalertragssteuer und 11,80 € Soli angefallen. Der geldwerte Vorteil liegt somit bei 164,88 €. Nun könnte man einwenden, dass die Realisierung des Buchverlustes berücksichtigt werden muss, das sehe ich für mich aber nicht so. Ich habe 95 CAH im Depot liegen und ob ich den Buchverlust realisiert habe oder nicht, ändert an meiner Gesamtsituation nichts.

 

Da ich schon mehrfach verkauft habe und ich die Gewinne bzw. Verluste (waren da welche?) nicht in meiner Depotübersicht mitschleppen will, stehen die 95 CAH eben künftig mit 5.000 € Anschaffungswert in meiner Übersicht. Bei meiner Betrachtungsweise geht es nicht um irgendeine Depot-Performance, daher spielt es keine Rolle, ob durch Verkäufe 1.000 € mehr oder weniger Vermögen vorhanden sind, zumal sich das langfristig eh ausgleicht.

 

Jedenfalls standen auf meinem Cash-Konto durch den Verkauf von Dr Pepper ca. 6.800 € mehr für Investitionen zur Verfügung. Hier kam wieder meine Ungeduld zum Tragen und ich wollte einen Teil gleich wieder investieren. Mein Freebuy-Modell lässt für Februar noch fünf Käufe zu, allerdings haben wir noch drei Freitage (= Kauftage) und ich kann daher nur noch zwei Käufe gebührenfrei tätigen. Also etwas meine Planungstabelle betrachtet und es fehlen mir noch einige Chevron und ExxonMobil Aktien. Dafür müsste ich ca. 5.000 € aufbringen, dann hätte ich mein Ziel erreicht. Also wanderten 32 Chevron Aktien (3.000 €) und 30 Exxon Mobile (2.000 €) in mein Depot. Hätte ich etwas gewartet, dann hätte ich wohl von jeder Firma eine Aktie mehr bekommen, aber wer kann schon in die Zukunft schauen? Ich habe vom Verkauf von Dr Pepper immer noch 1.800 € für künftige Käufe übrig.

 

Meine neuen Dividendeneinnahmen sehen wie folgt aus:

30 Exxon Mobile  +   92,40 $

32 Chevron           + 143,36 $

72 Dr Pepper        -  167,04 $

 

Bleiben unterm Strich brutto 68,72 $ mehr an Dividende.

 

Fazit

Die ganze Aktion war etwas aufwändig, aber ich bin mit meiner Entscheidung und meinem jetzigen Depotstand zufrieden. Meine Anzahl Ölaktien haben ihren Endstand vorerst erreicht, ich habe mehr Dividende, der Gewinn Dr Pepper ist steuerfrei und ich muss nicht mehr über das Ganze nachdenken.

 

Nachgedacht

Ich wollte Dr Pepper eigentlich für immer behalten und das Timing meiner Aktion war echt schlecht. Ich habe viel Zeit und Mühe darauf verwendet, mir aussichtsreiche Firmen zu suchen, aber anscheinend sehen das andere Marktteilnehmer ähnlich wie ich (siehe auch Airgas, DowDupont) und bei Qualcomm ziehen ebenfalls dunkle Wolken auf, da hat Broadcom ein höheres Übernahmeangebot abgegeben. So langweilig ist das Dividendensammeln nun doch nicht.

 

 

 

 

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Kommentare: 13
  • #1

    franz von assisi (Dienstag, 06 Februar 2018 12:57)

    Servus Alex,

    ich denke auch, dass es die richtige Entscheidung war, Dr Pepper zu verkaufen.
    Gehe schon seit Jahren so vor, da ich mir den steuerlichen Stress ersparen möchte. Sowohl bei Fusionen als auch bei Spin-Offs. Lieber vorher verkaufen, dann abwarten wie sich das neue Unternehmen (oder beide) entwickeln und dann bei Bedarf wieder kaufen. Manchmal ergeben sich so sogar günstigere Einstiegskurse, denn meistens verlaufen Fusionen/Abspaltungen nicht problemlos, kosten erstmal eine Stange Geld, der auf den Gewinn drückt.
    Außerdem kann man so auch das Risiko des Scheiterns einer vollzogenen Fusion abwarten, siehe damals Daimler mit Chrysler.
    Hab mich in letzter Zeit deshalb von Linde getrennt wegen Fusion mit Praxair, und leider auch von Clarcor wegen Übernahme durch Parker.
    Denke mit Grausen zurück an die Spin-Offs von Altria in Kraft, danach in Philip Morris, später dann noch Kraft in Mondelez und jeweils die steuerliche Unsicherheit, weil damals keiner wusste, wie das zu bewerten war.
    Lieber so, dann hab ich meine Ruhe, auch wenns am Ende ein paar Euro kostet.

    Grüße,
    Franz

  • #2

    Christoph (Dienstag, 06 Februar 2018 15:13)

    Hallo Alex
    Denke es war die richtige Entscheidung. Der WM Datenservice versteht eh nicht was spinn offs, fusionen usw sind und bevor du kap steuer zahlst..

    Ich mach mal vorschläge was du mit dem Restbetrag kaufen kannst
    Boeing
    Abbvie
    Marine harvest

    Grüße

  • #3

    Ralf (Dienstag, 06 Februar 2018 16:04)

    Jaja...das "Problem" kenne ich auch. Den "Ärger" mit den Banken wegen Steuer usw. so wie du beschrieben hast. Das ist einfach nur nervig. Wenn ich dann noch an vergangene Fusionen o.Ä denke ( so wie franz auch) von z.b. Kraft denke, dann war das alles einfach nur nervig. Zum Glück kommt sowas bei DIckschiffen nicht so häufig vor, und das Leben als Dividendensammler ist so eigentlich doch ganz erträglich :-)
    Stress kommt eigentlich nur auf, wenn die Boersen so wie gerade mal ne Korrektur hinlegen. Da heißt es die pers. "Planungstabellen" durchforsten, was man wo nachkaufen kann. Momentan ist es wirklich interessant den ein oder anderen Wert ausserhalb der Reihe ( oder Freitag :-) ) nachzukaufen.
    Aber bezüglich deinen Überlegungen, wegen den paar Euro Dividende ...rechne dir mal aus, was du bisher dazu an Zeit verbraten hast...steht das in einem Verhältnis ? :-)

    So noch ein Wort zu dir Christoph:
    Bei Boing da wäre ich mir nicht so sicher zu investieren, zumindest als Diviinvestor.
    - Die Aktie ist zwar in einem intakten Aufwärtstrend, jedoch seit Anfang jan. in einem Seitwärtstrend. Und bevor ich da nicht wirklich weiß, ob der Aufwärtstrend intakt bleibt ( wird sich die nächsten 14 Tage herausstellen) würde ich da nur mit Bauchschmerzen bei dem Kurs reingehen.
    Zumal die Dividende bei dem Unternehmen nicht wirklich über Jahre kalkulierbar ist.

    - Bei Abbvie ist (trotz aktueller Marktkorrektur) der Trend nach Oben intakt. Der lauf bis an die 100 war zu schnell und zu heftig, und es ist gut, dass sie wieder zurück gekommen ist. Hier ist auch die Dividende ein bissel besser kalkulierbar, und solange sich am Ausblick beim Unternehmen nix ändert sicherlich ein Kauf wert.
    Dank Marktkorrektur finde ich pers. die Aktie sehr spannend.

    - Bei MH sollte man wissen, dass man hier wirklich vom Lachspreis total abhängig ist und ein nicht unwesentlicher Anteil am Umsatz wird in Deutschland produziert. Denn seitedem die Laschinger Aqua Group (welche zu MH gehoert) auch in Discountern das "Zeuchs" anbietet, ist in den letzten 1 1/2 Jahren der Umsatz enorm gestiegen. Hier ist aber nicht mehr viel Potential nach oben, was heißt, dass MH weitere Absatzmärkte finden muss. Ich sehe die Dividende zwar nicht gefährdet, jedoch die Erhöhungen wie die letzten beiden Jahre dürfte nicht so weiter gehen.
    Ich hab mal wo was leuten hoeren, dass MH die Fühler gen China ausstreckt. Das wäre echt ein Deal, wenn dem so wäre. Wenn ich alleine an den Pro Kopf Verbrauch von Fisch in China denke ( so knap 26kg), dann wäre das echt ein Ding ! zumal China zwar der groeßte Exporteur von Fisch ist, aber so gut wie kein Lachs im Sortiment hat.
    Marine Harvest hatte insbesondere Probleme mit Algen am Produktionsstandort in Chile und hat aktuell noch Probleme mit See- bzw. Lachsläusen in Norwegen. Und wenn die das nicht wirklich in den Griff bekommen, dann is ende mit der Divi !
    Aso und Klimawandel und Erwärmung der Weltmeere bedrohen die Lachsbestände.

    Also in Summe gesehen, wenn ich da reingehen würde, dann nur mit einer mini Position.

    ui...nun isses odch mehr geworden wie ich eigentlich schreiben wollte :-)

  • #4

    Ingo von Mission-Cashflow (Dienstag, 06 Februar 2018 19:58)

    Man kann pauschal keine Aussage treffen, ob ein Verkauf Sinn macht oder nicht. Kommt immer auf den Deal an.

    Hier war der Verkauf durchaus richtig und auch nicht zuletzt, weil du unsicher warst und dich so besser fühlst. Passt also.

    Ich schau mir den Markt grad genau an. Sind ein paar nette Angebote grad verfügbar. Aber ich hätte nichts dagegen, wenn es noch weiter runter geht ;o) ...

    CU Ingo.

  • #5

    Oliver (Mittwoch, 07 Februar 2018)

    Nun, ich habe auch 50 DPS-Aktien und mir überlegt, was ich tun soll. Im Gegensatz zu dir werde ich nicht aktiv werden, obwohl ich deine Vorgehensweise gut nachvollziehen kann. Bei mir ist die Situation so, dass ich die Aktien bei Lynxbroker habe und dort mit großer Wahrscheinlichkeit die 15% abgezogen werden. Wissen tue ich das heute natürlich auch nicht. Der Rest mit der Versteuerung ist Sache meines Steuerberaters.

    Obwohl ich kein Freund von dem Reimann - Clan bin, muss man als Investor sich damit abfinden, dass es immer wieder zu Übernahmen kommt. Die Aktie ist vom Kurs wie einzementiert bei knapp unter 120 $. Das heißt, der Verbleib des Restwertes sind etwa 15 $, was an "neuen" Aktien übrig bleiben. Die neue Firma ist in Geschäftsbereichen unterwegs, die mir entgegenkommen. Ob das Warten klug ist, kann ich nicht voraussagen. Große Veränderungen an dem Angebot wird es nicht geben.

    Qualcomm ist nach wie vor interessant. Das Angebot je Aktie ist besser geworden. Es gibt noch keine Entscheidung, ob das reicht. Hier werde ich vorerst auch nicht verkaufen. Insgeheim wünsche ich mir, dass noch eine dritte Partei kommt und fleißig mitbietet und den Preis dadurch weiter nach oben treibt. In der Chipindustrie wird es sicherlich noch zu einigen Fusionen kommen und die Patente, die Qualcomm hält ist nicht nur für Broadcom interessant. Broadcom hat durch seine aggressive Vorgehensweise zur Akquirierung von Unternehmen inzwischen viele Feinde. Aber trotzdem sind das nur Spekulationen. Wenn hier eine Entscheidung gefallen ist, werde ich vor endgültigem Tausch/erzwungenen Verkauf meine Aktien verkaufen. Die Broadcom ist als Aktie heute schon wahnsinnig teuer und als Dividendeninvestor nicht gut geeignet, weil die Ausschüttung gering ist. Zum anderen besitze ich genügend Techwerte, weil ich in dem Bereich gearbeitet habe und eine gewisse Affinität dazu besitze.

    Langweilig wird's zumindest nicht. Die Deutsche Bank will ihren Investmentbereich ausgründen und da gibt es wieder neue Aktien. Wie Du schon richtig sagtest: Auf immer und ewig halten ohne Veränderungen wird bei vielen Unternehmen eine Illusion sein. Andererseits habe ich in der Vergangenheit durch Übernahmen sehr häufig gutes Geld verdient, von daher bin ich nicht böse, wenn so etwas passiert. Und Kandidaten zum investieren finde ich immer. Da habe ich eher die Qual der Wahl.

  • #6

    Alexander (Mittwoch, 07 Februar 2018 15:13)

    @Franz
    Du sprichst mir aus der Seele. Die eigene Ruhe darf auch mal ein paar Euro kosten.

    @Christoph
    Vielleicht arbeiten bei denen lauter Praktikanten? Neue Werte ziehe ich im Moment nicht in Betracht.

    @Ingo
    Ich hätte auch nichts dagegen, wenn es noch etwas runterginge. Und unsicher? Nein, ich wäge ab, was ich weiß und treffe eine Entscheidung. Ich glaube, unsicher bin ich schon lange nicht mehr (was die Börse angeht).

    @Oliver
    Qualcomm warte ich auch ab, evtl. verkaufe ich erst, wenn die neuen Aktien im Depot sind. Es ist ja auch fraglich, ob es zu der Übernahme kommt. Ich glaube, ich will keine Aktie aus Singapur. Wenn ich mein Depot noch etwas ausgebaut habe, dann schaue ich auch wieder nach neuen Werten. Vor allem dann, wenn ich mein Ziel erreicht habe. Kanada soll ja auch sehr schön sein oder Australien oder England oder ...

  • #7

    Maddin (Mittwoch, 07 Februar 2018 18:33)

    Hallo Alex,

    Schöner Artikel.

    Habe meine Dr. Pepper Aktien noch obwohl ich bei der kleinen Korrektur die letzten Tage doch kurz überlegt habe diese umzuschichten. Eine endgültige Entscheidung habe ich noch nicht getroffen

    Irgendwie tendiere ich im Moment zwischen ich mach mal die Fusion mit und mich von der Wundertüte überraschen zu lassen (wirklich katastrophal kanns ja nicht werden) und anderersits wüsste ich schon was mit den Gewinnen anzustellen.

    Aber ich habs noch nicht eilig, vielleicht bewegt sich der Markt noch oder der Dollar/Euro.

    Gruß Martin

  • #8

    Christoph (Mittwoch, 07 Februar 2018 19:14)

    Ralf also klar realismus ist gut aber mir klingt das zu negativ
    Boeinghat einen super cashflow. Die auftragsbücher sind voll und der service bringt immer mehr ein. Dazu werden immer mehr Flugzeuge gebraucht. Also für mich ein Basis investment.
    Marine harvest
    Ja der lachspreis ist gesunken. Dafür kaufen vielleicht mehr leute lachs da er günstiger ist.
    Bezüglich den Problemen mit Läusen usw
    Weniger lachs aufm markt heisst der Preis steigt.
    Und immer mehr Menschen essen mehr fisch. Dazu gibt es immer mehr Menschen und Fisch ist gesund.
    Ich bin sicher dass due dividende auf längere Sicht noch deutlich steigt wobei diese auch schon beo 9% ist

  • #9

    Sparkojote (Donnerstag, 08 Februar 2018 12:37)

    Hallo Alex,

    Das ist ja echt viel Aufwand bei so einer Fusion und viele Möglichkeiten für die man sich entscheiden kann, vor allem steuerlich ist das in Deutschland ja wirklich mies, so wie ich das herauslese. In der Schweiz sind Kursgewinne zum Glück steuerfrei für Privatpersonen, lediglich die Vermögenssteuer im Promillebereich wird herangezogen, was total verkraftbar ist.

    Ich würde auch mal gerne in sowas verwickelt werden nur habe ich nie solche Titel im Depot die fusionieren, wäre sicherlich mal eine Erfahrung um zu sehen wie alles abläuft und wie ic htatsächlich auf so eine Situation reagieren kann.

    Grüsse
    Thomas

  • #10

    Alexander (Donnerstag, 08 Februar 2018 16:26)

    Hallo Thomas,
    suche dir ein paar gute Unternehmen und halte die lange, dann kommen diese Unbilden von ganz alleine ;)

  • #11

    Dividendensammler (Freitag, 16 Februar 2018 09:29)

    Hallo Alexander,
    wenn du deine Buchverluste realisiert hättest und die Fusion mitgemacht hättest, wäre dann nicht auch das ganze Steuer neutral über die Bühne gegangen, oder habe ich hier einen Gedankenfehler?

  • #12

    Alexander (Freitag, 16 Februar 2018 16:42)

    Hallo Dividendensammler,

    wenn ich die Fusion mitmache, dann zahle ich Steuer auf die Dividende. Verkaufe ich dann nach dem Dividendenabschlag, dann wird mir der Verlust im Aktienverlusttopf gut geschrieben. Im Prinzip ist das schon steuerneutral, aber ich schiebe dann den Verlust und damit die mögliche Steuerersparnis solange vor mir her, bis ich eine Aktie mit Gewinn verkaufe. Das kann theoretisch Jahre dauern. Leider lassen sich Kursverluste mit Dividenden nicht verrechnen. So ist mir das einfach lieber.

  • #13

    Oliver K. (Freitag, 16 Februar 2018 21:46)

    Sorry das ich das hier schreibe aber nutzt jemand von euch den Dividenen Manager von Herrn Böhme?
    Er meldet sich ja leider nicht mehr und einen Support gibt es auch nicht mehr darum einfach hier mal die Frage ...wie stelle ich den denn auf 2018 um? er zeigt mir noch immer die Forwart Dividenden für 2017 an und unten stehen immer nur die vergleiche von 2015/2016/2017
    sorry das ich das hier schreibe aber ich hoffe hier gibt es Personen die ebenfalls unter der Situation leiden.
    danke im Vorraus