Neu im Depot: Omega HealthCare Invest

Diese Woche habe ich mich regelrecht gequält. Nach meinem Investitionsplan für 2017 stehen im Monat 3.000 € zur Verfügung. Daher kaufe ich alle zwei Wochen immer Freitags weiter zu. Sollte ich zusätzlich etwas sparen können, dann darf es auch etwas mehr sein.

 

Meine Planungstabelle gibt immer weniger her, weil ich mich meinem Ziel Schritt für Schritt nähere, was natürlich sehr positiv ist. Die eingeschränkte Auswahl hat aber auch so ihre Nachteile. Einige Werte sind inzwischen dermaßen teuer, dass selbst ich von einer weiteren Investition absehe. Hier heißt es warten, bis die Kurse wieder investitionsfähig werden. Bei Beibehaltung der Dividendensteigerungsraten, bringen manche Werte in 12 Jahren nur noch 4,5 % Rendite, was eindeutig zu wenig ist. Kaufe ich gleich einen Wert, der 5,x % Dividende bringt, habe ich mehr davon.

 

Ich hatte schon länger Omega HealthCare Invest (OHI) auf dem Schirm, die aktuell 8 % bringen. Hier fängt aber mein Dilemma an. Ich möchte an meinem Plan festhalten, dafür habe ich mir eben die Tabelle erstellt und mir viele Gedanken dazu gemacht. Kaufe ich einen neuen Wert, dann fehlen die Investitionsmittel für meine Nachkäufe. Irgendwie hat mich die ganze Situation nicht zur Ruhe kommen lassen.

 

Dabei ist die Lösung doch so einfach: Ich kaufe einfach alles.

 

Letzten Monat hatte ich mehr gespart als ich überhaupt investiert habe. Ich habe also sogar Cash aufgebaut. Diese Reserve kann ich nun für meine Neuinvestition hernehmen.

 

Damit war es einfach eine Entscheidung zu treffen und ich fühle mich damit wieder wohl.

 

Zunächst habe ich 24 Donaldson nachgekauft, womit ich diese Position wieder auf "Null" gebracht habe. Durch den Kauf von 18 General Mills habe ich hier erstmals mein Ziel erreicht und es wären theoretisch keine Nachkäufe mehr nötig. Damit sind die ersten 2.000 € investiert.

 

Als Geschenk kommen die 70 OHI dazu. Hier habe ich 2.000 € aus meiner Reserve investiert. Ich berücksichtige die Erträge in meiner Planungstabelle, führe OHI aber nicht gesondert auf, da ich diese vorerst nicht weiter aufstocken will.

 

Durch die Käufe erhöht sich mein Einkommen auf Sicht von 12 Monaten wie folgt:

 

Donaldson      16,80 $

General Mills   34,56 $

OHI                 173,60 $

 

Das sind auf einen Schlag 224,96 $ brutto Mehreinnahmen. Auf das Monat gerechnet sind das netto ca. 13 €. Damit liegen meine Forward-Dividenden bei über 250 € und ein Viertel des Weges ist geschafft. OHI zahlt die Dividende in den eher schwächeren Monaten Februar, Mai, August und November, was für einen ausgeglicheren Dividendenstrom sorgt.

 

Ich habe einen Screenshot der Planungstabelle eingefügt, auch wenn diese auf den ersten Blick eher verwirrt als weiterhilft.

 

Omega HealthCare Investors

 

Omega HealthCare wurde 1992 gegründet und konzentriert sich auf verschiedene Einrichtungen des Gesundheitswesens in den USA und Großbritannien. OHI bietet Finanzierungen für Betreiber von Pflegeeinrichtungen, betreutes Wohnen, Reha-Zentren und Akutversorgung an. OHI hat über 900 Objekte in 43 US-Staaten im Portfolio.

 

Die Dividendenrendite liegt bei ca. 8 % (Stand März 2017) und die Ausschüttungsquote bei 73 %, was für einen REIT relativ niedrig ist. OHI steigert die Dividende seit sieben Jahren, wenn auch nur moderat. Ich erwarte keine großen Sprünge und bin auch mit einer gleichbleibenden Dividende zufrieden.

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 45
  • #1

    Gerhard (Samstag, 11 März 2017 20:00)

    OHI hatte ich vor Jahren im Depot und verkauft.Bei uns in Österreich wird sie leider nicht als Aktie ins Depot eingebucht, sondern als Investmentfond und eine Steuer von 42.5 % abgebucht.Da war für mich klar, absolut uninteressant.Leider alle Reits die ich hatte HCP,OHI,Realty Incom..verkauft wegen der hohen Steuer.Leider Leider..weil ich diese Titel so gern gehabt hätte

  • #2

    Andreas (Sonntag, 12 März 2017 01:14)

    Glückwunsch zum Neukauf, OHI hab ich auch bereits seit nem halben Jahr im Depot mit 8,25% divi.

    Werd ich wohl nächsten Monat nochmal aufstocken der Rest ist ja ziemlich teuer.

  • #3

    Gabriel (Sonntag, 12 März 2017 09:15)

    Ohhh das mit dem zu teuren Preis kenne ich. Ich hadere schon seit Monaten ob ich Altria (MO) kaufen soll, es ist bitter, überhaupt weil ich erst am Anfang meines Depots stehe...
    Aber es wird mit der Zeit.
    Ich bin froh das Blog so schön transparent gestaltet ist, da findet man immer wieder gute Investment Ideen! Tolle Arbeit, Danke dafür!
    Beste Grüße aus Wien!!

  • #4

    Skywalker (Sonntag, 12 März 2017 10:52)

    Omega Helathcare, interessant. Immer wieder eine Freude, das Blog zu lesen hier!

    Meine Frage: Wo ist der Haken? 8 % Dividende und steigend? Das riecht nach Pferdefuß, oder? Auf Seeking Alpha wird eine Payou-Ratio von 130% angegeben, welche daten stimmen?

  • #5

    Delura (Sonntag, 12 März 2017 15:26)

    Hallo Alex,

    Gratulation zu OHI. Hatte ich Dir vor ein paar Monaten empfohlen, erhöht übrigens bislang (jedes !) Quartal die Dividende. Wenn auch immer nur geringfügig. Was ich bei Dir glaube beobachten zu können ist der Trend hin zu gleichmäßigen monatlichen Dividenden.

    Das steht bei mir mittlerweile (fast) an erster Stelle. Neben der Diversifikation nach Branche, Land und Währung. Habe diesen Monat die V.F. Corp. (Bekleidung) neu aufgenommen, natürlich auch als "März, Juni" Zahler. Bekleidung fehlte mir noch komplett im Depot. Jetzt neu auf der Beobachtungsliste ist Las Vegas Sands.

    Glück Auf!

  • #6

    Patrick (Sonntag, 12 März 2017 15:33)

    Herzlichen Dank für deinen neuen Beitrag. Ich habe OHI jetzt auch seit gut einem halben Jahr und überlege unter Umständen auch noch einmal aufzustocken, weil die REIT(s) aufgrund der anstehenden Zinserhöhung der FED alle nachgeben.
    Zudem habe ich auch noch WPC in meinem Depot. Hier gefällt mir die Diversifizierung hinsichtlich der Branchen und der Kontinente.

  • #7

    Patrick (Sonntag, 12 März 2017 17:44)

    Hi Alex,

    super Kauf!

    Ich bin bereits seit April 2015 in OHI investiert - klar, es handelt sich um eher ein risikoreiches Investment aufgrund der Gattung "REIT", allerdings überschaubar!
    Der Kurs lag damals bei etwa 38 USD - sprich meine Position ist trotz diverser Nachkauf-Aktionen im Minus. Da ich OHI aber als "strategischen Einkommenswert" halte, bin ich davon überzeugt weiterhin investiert zu sein.

    Grüße,
    Patrick

  • #8

    Axel (Sonntag, 12 März 2017 20:23)

    Hi Alex,

    ich finde ja deinen Plan sehr spannend. Aber eine kurze Frage dazu: Wie machst du denn die Allokation auf die Einzelwerte?

    Viele Grüße,
    Axel

  • #9

    wirtschaftswaise (Sonntag, 12 März 2017 22:08)

    Glückwunsch zum Kauf! So wie es aussieht, hast du einen etwas günstigeren Einstieg (unter 30 €) gefunden, als ich vor ca. zwei Wochen.

  • #10

    Andreas (Sonntag, 12 März 2017 22:13)

    @ Skywalker

    Für einen Reit ist das nichts ungewöhnliches 8% Divi.

    Guck dir mal WP Carey an genauso hoch und auch ein interessanter Titel.

    Soweit ich mich erinnere sind Reits verpflichtet 90% ihrer Einnahmen an die Aktionäre auszuschütten daher die Hohe Rendite.

    Und wegen der Payout Ratio: Man guckt bei Reits aus nicht auf das Net Income sondern aufs AFFO.

    Als Beispiel guck dir den link an;

    http://cdn.realtyincome.com/wp-content/uploads/20160923114546/2015-Realty-Income-Historical-Performance1.pdf

    Da sieht du das AFFO höher ist als die Ausschüttungen.
    AFFO entspricht in etwa den Miteinnahmen grob gesagt.

    Für OHI hab ich so eine Seite grad nicht parat deswegen Realty.

    Gruß

  • #11

    eki. (Sonntag, 12 März 2017 22:24)

    Habe OHI ebenfalls im Depot. Nach der Zinserhöhung am 15. März werde ich vermutlich auch nochmal nachdecken.

    @Skywalker: Bei REITs wirst du keine vernünftigen Werte bei der Betrachtung zum Payout Ratio erhalten. Hier bitte auf FFO und AFFO zurückgreifen und in Relation setzen.

    Das Nettoeinkommen wird durch Abschreibungen reduziert. Für REITs macht das aber keinen Sinn, da Immobilien eher nicht an Wert verlieren, sondern tendenziell eher mehr wert aufbauen. Folglich die Abschreibungen herausrechnen, bzw Gewinn um Ausschreibungen bereinigen und du erhältst ein realistisches Bild der Firma.

  • #12

    Jürgen (Montag, 13 März 2017 12:03)

    Glückwunsch zum Kauf. Habe OHI seit ein paar Jahren und auch immer wieder aufgestockt. Aus Dividendensicht macht der Laden echt Laune :)

    Hier noch 2 etwas ältere Analysen zu OHI:
    http://www.dividendmantra.com/2015/09/recent-buy-85/

    http://dailytradealert.com/2016/08/18/this-dividend-growth-stock-yields-6-5-and-appears-14-undervalued/


    Grüße

  • #13

    Claudio (Montag, 13 März 2017 12:37)

    Wo liegt denn jetzt das speziele Risiko von Omega? Denn 8% lassen sich ja eigentlich nur mit einem hohen oder deutlich höheren Risiko gegenüber herkömmlichen Aktien erzielen!

  • #14

    MS (Montag, 13 März 2017 15:12)

    Claudio,

    hohe Rendite gleich hohes Risiko trifft so automatisch bei Anleihen (Bonds) zu. Die werden von den Agenturen mit Ratings versehen. Wenn die abrutschen, dann ist es einem Emittenten nicht möglich, sich zu niedrigen Zinsen Geld zu beschaffen. Da wird das Ausfallrisiko eingepreist in die Zinsen.
    Wenn eine Aktie Gewinn erwirtschaftet, der entsprechend hoch ist, und die Ausschüttung nicht die Substanz verzehrt (siehe Andreas und eki), dann liegt die Ausschüttung gewöhnlich unter 50% des Gewinns.
    Ein REIT muss aber (gesetzlich reguliert) 90% ausschütten. Wenn also 2 vergleichbare Unternehmen mit gleichem Gewinn usw., einmal ein "normaler Wert" mit 30% Payout 3% Rendite ergibt, und ein REIT mit 90% Payout 9% ergibt, dann macht Dich der erste nicht stutzig, der zweite erscheint Dir riskant. Aber nur, weil Du eben niedrige Ausschüttung gewöhnt bist. Es wurde aber der gleiche Gewinn erwirtschaftet.
    Das erste Unternehmen behält den Großteil des Gewinns ein, und wenn es gut geführt ist, dann ermöglicht es mehr organisches Wachstum.
    Das zweite Unternehmen (REIT) schüttet den Gewinn mehrheitlich aus, und das Geld fehlt natürlich für Wachstum. Aber das ist das Konzept, kein Versagen.
    Wenn neues Geld benötigt wird (neue Immos), dann wird eben neues Geld eingesammelt. Wenn das neue Geld nicht gleichzeitig wieder die gleiche Rendite bringt, dann ist das natürlich eine Verwässerung. Aber das sollte nicht so sein.
    In dem Sinne gibt es kein spezielles höheres Risiko, weil die höhere Rendite ja nur auf die höhere Ausschüttung (gewollt) zurück zu führen ist.
    Man sollte bei REITs mit der hohen Payout aber eben auch nur höhere Rendite akzeptieren, und nicht eine geringe von 3-4% wie bei normalen Payouts von 30-40%.
    Da bräuchte ich ja keinen REIT, wenn der nahezu vollständige Gewinn nur 3-4% Rendite ergeben.
    Ich weiß nicht, wie deutsche Broker das handhaben. Normalerweise sind die Ausschüttungen der REITs unversteuert. Die Ausschüttungen zahlen eigentlich als "Ordinary Income", nicht als Dividenden. Das würde bedeuten, dass man mit einer höheren Einkommenssteuer als 25% mehr abgezogen bekommen müsste. Ich weiß nur nicht, ob irgendwer sich die Mühe macht, das so zu deklarieren. Und die Brokerwerden wohl auch normalerweise die KEst abführen wie bei Dividenden.
    Das könnte man noch unter "spezielles Risiko" führen, dass man evtl. steuerlich mehr abführen muss als die 25%.

    Guten Erfolg
    MS

  • #15

    Claudio (Montag, 13 März 2017 15:52)

    Herzlichen Dank an MS, das hab ich jetzt wirklich mal verstanden! Ich habe gelernt je höher der Zins/ Ertrag/Dividende, um so höher muss zwangsweise das Risiko sein! Wenn ich es richtig verstanden habe, wächst ein Reit, in dem er neues Geld einsammelt, z.B. Über neue Anleihen! ? Oder wie erwerben Reits neue Immobilien um zu wachsen? Und womit werden diese Anleihen zurückbezahlt/ Schulden, wenn nahezu der ganze Gewinn an die Aktionäre geht! ?Oder geht das Wachstum nur dadurch dass Bestandsimmobilien veräußert werden und andere erworben? Oder nur duch steigende Mieterträge?
    Sorry für die vielen Fragen, aber Reits sind für mich bislang noch Neuland, und du kennst dich wohl richtig gut aus! Thx.

  • #16

    Andreas (Montag, 13 März 2017 16:16)

    Auf Unternehmensebene wird keine Steuer gezahlt da kein Gewinn sondern Mieteinnahmen...

    Der normale deutsche Anleger zahlt aber 25% Steuer wird nach deutschem Gesetz als divi behandelt.
    Wurden jedenfalls bei mir 25% abgezogen.

  • #17

    Andreas (Montag, 13 März 2017 16:23)

    Um frisches Kapital für Neuinvestitionen zu sammeln werfen Reits in der Regel neue Aktien auf den Markt die du dann als Aktionär kaufen kannst. Dadurch bist du Teilhaber und stellst dem Reit Geld zur verfügung.
    Die Schulden erhöhen sich dadurch aber nicht.

  • #18

    Oliver (Montag, 13 März 2017 16:32)

    Markus hat die Fragen zu REITs wie üblich pefekt beantwortet.

    Erstmal Glückwunsch zu diesem Kauf, einer meiner REITs, die ich schon länger besitze und immer wieder nachkaufe. Habe diesen Monat auch erst wieder 50 Stück zusätzlich gekauft. Kein Titel, wo man große Kursentwicklungen erwarten kann, aber ein solider Zahler. Ich würde rein von der Bewertung OHI momentan der O weit vorziehen, weil wie Markus so treffend schreibt, die Auszahlungsquote 90% ist und das sollen mehr als die 3-4% sein. Auch REITs können überbewertet sein, dazu zähle ich z.B. auch DLR, AVB oder PSA. Wenn man mal die REITs in Kanada oder USA durchgeht, sind durchaus einige interessante dabei, die nicht häufig genannt werden. Aber wie bei Aktien sollte man sich auch anschauen, wie die Entwicklung des jeweiligen Unternehmens ist. Nicht jeder REIT ist gut und ich habe schon ein paar gesehen, wo die Auszahlungen massiv weniger geworden sind.

    @Alexander:
    Ja, das strikte Beschränken auf eine Anzahl Werte kann durchaus zum Problem werden. Deshalb habe ich mir diese Einschränkung nicht aufgelegt. In der Theorie ist das gut, vor allem, weil man gerne Kontrolle durch die Verwaltung der Werte erreichen möchte. Die hat man sowieso nicht, weil man als kleiner Aktionär eher der letzte ist, der schlechte Entwicklungen mitbekommt. Zum anderen laufen manche Aktien wertmäßig gerade in positiven Märkten davon und einige haben dann Bewertungen, die es nicht rechtfertigen, zu diesen Preisen dazuzukaufen.

    Vielleicht ist es langfristig besser, von dem Plan abzuweichen und nur Aktien dazuzukaufen, die vernünftig bewertet sind. Eine CAT z.B. ist ein tolles Unternehmen, keine Frage, aber zu diesem Preis wäre mir die Aktie zu teuer.

    Die Target z.B. entwickelt sich zum Problembären. Was machst Du, wenn die Entwicklung der Umsätze/Gewinne weiter nach unten gehen? Normalerweise wenn das Geschäftsmodell nicht mehr stimmig ist, dann sollte man sich überlegen, die zu verkaufen. Ich habe die auch in meinem Depot und bin nicht mehr ganz überzeugt, ob das zukünftig ein gutes Investment ist. Verkaufen tu ich noch nicht, aber zukaufen auch nicht mehr.

    Letztendlich denke ich, dass man bei der Auswahl der Aktien durchaus flexibel sein darf. Nicht alles ist für die Ewigkeit (was überhaupt?) und manches wird einfach auch mal zu teuer.

  • #19

    MS (Matthias Schneider) (Montag, 13 März 2017 17:27)

    @Oliver, Markus treibt sich hier, glaube ich, noch nicht rum.
    Hinter MS© ;-) steht immer Matthias Schneider. Bin nur oft zu faul zum Ausschreiben, wenn es noch keinen Autofill gibt.

    @Claudio,
    wurde ja schon viel wieder dazu gesagt.
    Ja, üblicherweise wird neues Kapital über "Public Offerings" für neue Aktien eingeworben:
    -> https://www.reit.com/data-research/data/reit-capital-offerings
    Dann rutscht der Kurs meistens ab. Man denkt wohl immer gleich an eine Verwässerung. Ist eigentlich bei einem konstanten REIT eine Gelegenheit aufzustocken.
    Es werden auch Preferred Shares (nicht wie unsere Vorzugsaktien) begeben. Die sind mehr wie Anleihen, weiß gerade nicht, ob die als Fremd- oder Eigenkapital gelten, haben meist einen Nominalwert von 25$, den sie dann auch unter- oder überschreiten können, und haben einen festen Kupon wie Anleihen.
    Auch Debt als eindeutiges Fremdkapital wird aufgenommen. Das kommt wohl immer auf die Marktbedingungen und/oder die Bilanz des Unternehmens an.
    Hier sieht man Zahlen im Überblick: https://www.reit.com/sites/default/files/IndustryData/HistoricalOfferings.pdf

    Es werden natürlich auch mal Objekte verkauft. Aber das sollte nach meinem Dafürhalten nicht das erste Interesse sein. Bei Venture Capital Unternehmen ist das ja das Geschäftsmodell. Man baut ein Startup auf, oder übernimmt eine runter gewirtschaftete Firma, saniert und bringt sie auf die Erfolgsspur, und versilbert das dann mit fettem Gewinn (Exit).

    Da ich einen steten Cashflow liebe, mag ich REITs sehr gern.

    MS© (Matthias Schneider)

  • #20

    Claudio (Montag, 13 März 2017 19:39)

    Danke an MS und alle anderen für ihre Erklärungen zu OHI, hat mir definitiv weiter geholfen!

  • #21

    Alexander (Montag, 13 März 2017 20:09)

    Wow, so viele Post. MS, Oliver und andere haben ja schon vieles beantwortet. Es freut mich besonders, dass Matthias zu meinem Blog gefunden hat oder hast du schon einmal etwas geschrieben?

    Ich versuche auf die Fragen noch in soweit einzugehen, wie sie mehr mich betreffen. Ich hoffe, ich vergesse niemanden.

    @Gabriel
    Danke, dass die mein Blog gefällt. Mir geht es auch so, dass mir langsam alles zu teuer wird. MO hätte ich schon noch gern ein paar.

    @Skywalker
    Die Ausschüttungsquote habe ich von dividend.com, ich wunderte mich auch etwas, Zumal REITs eben 90 % ausschütten müssen.

    @Delura
    Gleichmäßig verteilte Dividenden ist sogar mein Hauptziel, darauf baut im Wesentlichen meine Planungstabelle auf. Habe ich mein Ziel von 1.000 € monatlich erreicht, dann "darf" es wieder größere Unterschiede geben.

    @Axel
    Die Allokation innerhalb meiner Planungstabelle läuft kurz gesagt so, dass ich ausrechne, wieviel Aktien ich von jedem Unternehmen benötige, um in 12 Jahren die gleiche Zahlung je Unternehmen zu bekommen. Die Einzelwerte aus der Tabelle kaufe ich mehr nach Laune. Ein bisschen Charttechnik, ein bisschen Fundamentales. Also nichts aufregendes.

    @Oliver
    Bei OHI ist mir der beständige Cashflow wichtig, Steigerungen erwarte ich gar nicht erst.
    Die Beschränkung auf rd. 30 Werte, wäre nicht mal das Problem, wenn die Bewertungen nicht so hoch wären. CAT war schon extrem an meiner Schmerzgrenze. Nachdem es immer schwieriger wird, anhand meiner Planungstabelle nachzukaufen, werde ich hier durchaus abweichen. Irgendwann verkommt Sturheit zu Dummheit. Angefangen habe ich deshalb mit GOOD als Monatszahler und jetzt OHI. Aktuell schaue ich mir noch einige REITs und weitere Monatszahler an. Sollten die Kurse wieder richtig runterkommen, dann kann ich meine Zielwerte aufstocken. Ich bastele an meiner Strategie jetzt fast 3 Jahre und in der Zeit musste ich viele kleinere und einige größere Anpassungen vornehmen. Letztlich muss man sich den Gegebenheiten immer wieder auf´s Neue anpassen.

    Was mache ich, wenn bei Target die Probleme nicht enden wollen? Verkaufen. Ich halte die noch, werde aber vorerst nicht mehr aufstocken. Solange die Dividende nicht gekürzt wird, kriegen sie eine Chance.

    Ich werde mir die Tabelle von Dave Fish mal wieder vornehmen und sollte ich letztlich doch 60 oder 70 Firmen haben, dann ist das so. (Wieder eine Planabweichung^^)

    @all
    Danke für die vielen guten Kommentare.

  • #22

    MS (Matthias Schneider) (Montag, 13 März 2017 20:45)

    @Alexander... ja ja, habe schon einige Male was abgesondert. ;-)

    Finde Dein Vorgehen mustergültig (ich selbst bin da etwas zu undiszipliniert). Allerdings kann es schon frustrieren, da die meisten Leser (ich auch) wohl nicht solche Möglichkeiten haben, dauernd so große Batzen ins Depot zu packen.

    Ich bin nur heilfroh, dass ich noch eine halbwegs gute Rente bekomme in paar Jahren, und meine Aktivität an der Börse mehr so Hobby ist, und dem Wissensgewinn dient, aber natürlich schon auch die Rentenlücke schließen soll.

    Aber mir fehlt einfach die Zeit, mich da noch so richtig in den Wohlstand zu katapultieren. Aber ich bin schon zufrieden.

    Momentan verlege ich mich mal wieder etwas mehr auf den Optionsverkauf. Mich lockt der Verkauf eines Put auf SNAP. Aber der Kurs ist hoch, und ich müsste für um die 2.000 USD die kaufen, wenn es nicht klappt. Das will ich eigentlich nicht, da es kein Wert ist, den ich sonst haben möchte (kein Income). Mal sehen.

    Um da noch mehr Durchblick zu bekommen, schaue ich derzeit die ganzen Videos von Jens Rabe auf Youtube an. Sein Dialekt ist ja mein Heimatklang. ;-) Sein dauerndes "so!" finde ich nett. Aber er ist auch echt gut in seinem Geschäft.

    Na denn. Gutes Gelingen!
    MS

  • #23

    Oliver (Dienstag, 14 März 2017 09:03)

    Hallo Matthias, sorry für die Namensverwechslung. Ich paase zukünfig besser auf, versprochen. Aber nett, das neben mir sich tatsächlich noch jemand für SNAP interessiert. Ich habe eine kleine Position mit 50 Aktien gekauft und lasse die erstmal ein paar Jahre liegen. Mal schauen, was dabei am Ende rauskommt.

    @Alexander
    Ja, ich sehe, dass Du jetzt den zweiten neuen Wert aufgenommen hast. Im Grunde ist das eine Anpassung an die gegenwärtigen Gegebenheiten an der Börse. OHI ist ganz angenehm, wenn sie so weiterlaufen wie bisher. Stetig leicht steigende Dividenden. Das ist ein Wert, wo ich gerne immer wieder nachkaufe. HCP war so ähnlich, aber mit der Ausgründung der QCP und der wesentlich niedrigeren Dividende ist das nicht mehr ganz so interessant. Ich stocke gegenwärtig nach und nach meine bestehenden REITs auf. HCN wird im April der nächste, den ich aufstocke. Letzten Monat war ARI dran. Ich finde REITs in Bezug auf Ausschüttungen äußerst interessant und wenn man in der späten Ansparphase ist, eine gute Möglichkeit, die monatlichen Auszahlungen zu erhöhen.

    Wenn Du am Ende tatsächlich mit über 70 Werten rausgehst, ist das auch kein Beinbruch. Ich habe heute 74 Werte (wenn ich richtig gezählt habe :)) und der Aufwand ist auch nicht größer als bei 30. Das interessante dabei ist, dass ich immer noch viele nicht habe, obwohl ich sie interessant finde. Man muß sich wohl damit abfinden, dass man nie alles haben wird, wo man gerne von Aktien besitzen möchte.

    Du hattest vor kurzem über YUM geschrieben. Ich habe mich tatsächlich dazu aufraffen können, welche zu kaufen. Davor habe ich ein bisschen im Internet geschaut und die YUMC-Webseite durchstöbert. Sehr nett anzuschauen und ich kann mir vorstellen, da vielleicht in Zukunft auch ein paar zu kaufen. Hat aber keine große Priorität. YUM wird bei mir nie das große Investment werden. Momentan sind es 30 Stück und ich glaube, bei 50 Stück ist erstmal Schluß. Ich möchte sehen, ob sich die Dividende wieder positiver entwickelt. Bin zuversichtlich, dass sich die Ausschüttung steigern wird.

    Dein Depot entwickelt sich gerade prächtig. Mal schauen, wie lange es noch dauert, bis dass Du die 200.000 EURO knackst.

  • #24

    MS (Matthias Schneider) (Dienstag, 14 März 2017 10:41)

    @Oliver,

    kein Problem. Wegen SNAP... ich habe dazu keine echte Meinung. Ich habe es nicht einmal installiert. WhatsApp ist schon genug. Gestern habe ich mir den Podcast von Kolja Barghoorn wegen SNAP angehört (http://www.aktienmitkopf.de/blog/podcasts).

    Die Institutionellen Anleger sind da wohl zu 17.50 rein. Das wird sicher durch Kurspflege gehalten. Die IV (implizite Vola), laut dough.com, liegt über 50, was sehr hoch ist und gute (hohe) Prämien auf die Optionen ergibt. Am Freitag laufen bei mir wieder verkaufte Puts aus, ohne das ich ausgeübt werde, die Prämie als eingestrichen ist. Dann mache vielleicht was mit SNAP.

    Mittlerweile mag ich den Kolja echt gern. Ist ein origineller Typ, und ich entdecke da einige Parallelen in der Einstellung. Höre/sehe mir jetzt seine Videos an: https://www.youtube.com/user/AktienMitKopf

    und bin auch der Facebook-Gruppe beigetreten: https://www.facebook.com/groups/AktienMitKopf/

    Schönen Tag noch
    MS

  • #25

    Michael (Dienstag, 14 März 2017 13:02)

    @ Gerhard, ja das mit der Versteuerung kenne ich, habe im November - Dezember begonnen REITs ins Depot zu legen und leider werden alle in Österreich zu den 15% Quellenst. nochmal mit 27,5% KEST bearbeitet. da ist man dann weit weg von den oft genannten 7-8 %. Jedoch habe ich meine im Depot gelassen, knapp 5% ist doch hoch. Auf welche Werte bist Du danach umgestiegen ?

  • #26

    Alexander (Dienstag, 14 März 2017 20:23)

    @Matthias
    Ich mache mir da auch meine Gedanken, wenn jemand mühselig 200 € im Monat spart und ich 2k - 3k im Monat reinbuttere. Das geht aber nur, weil ich aktuell gut mit Aufträgen versorgt bin und ich rel. viel nebenbei verdiene. Ich hoffe, das bei einigen nicht der Frust zu groß wird und er/sie das Sparen und Investieren sein lässt. Dafür fehlt mir einfach die Zeit, mich intensiv mit anderen Sachen zu beschäftigen wie z. B. mit Optionen.

    @Oliver
    Da ich mich langsam der Auszahlungsphase nähere, nimmt der Zinseszins-Effekt immer mehr ab. Daher werde ich mir auch noch einige REITs kaufen. Hätte ich gewusst, dass meine Sparrate dermaßen hoch ausfällt, dann hätte ich viel mehr auf Hochprozenter gesetzt. Aber gut, dass ist nun mal so und ob es nun Sinn macht, das Depot umzuschichten, glaube ich nicht. Die 200k Investitionsvolumen könnte ich 2019 erreicht haben, wie dann die Kurse stehen, finde ich sehr spannend. Wenn alles nochmal 100% raufgeht, dann dürfte es an der Zeit sein, alles zu verkaufen und sich an die Seitenlinie zu stellen.



  • #27

    MS (Matthias Schneider) (Dienstag, 14 März 2017 21:24)

    @Aexander,
    ja, jeder hat sein Setup. Wenn Du gut Kohle mit Deinem Beruflichen machen kannst, dann musst Du auch keine Zeit an Sachen wie Optionen etc. verschwenden.
    Ich z.B. habe keine Eignung als Dienstleister usw. Ich wäre sicher auch ein schlechter Selbständiger und Kaufmann. Ich geniere mich, für meine Leistung aktiv Geld zu verlangen. Obwohl es das Normalste der Welt ist. Aber ich hätte immer das Gefühl, dass ich es nicht gut genug machen würde. Muss irgendein Defizit an Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl sein bei mir. ;-)

    Deswegen ist Börse das Optimale für mich. Mit Optionen will ich versuchen, das monatliche Dividendeneinkommen weiter zu pimpen, da ich ein schnelleres Wachstum durch viel frisches Kapital nicht erbringen kann. Ich will aber auch nicht rum zocken.

    Erster Schritt soll sein, jeden Monat zu den Dividenden mal dauerhaft 200 USD an Optionsprämien zu haben. Aber netto. Also nicht mitgezählt, wenn die Prämie und Buchverluste letztlich durch Ausübung wieder flöten gehen.

    Ich habe jetzt noch knapp 4 Jahre Zeit bis zur Rente, in denen ich noch bissle was machen kann. Und das auch schon eingeschränkt, da ich bereits in Altersteilzeit arbeite mit reduziertem Gehalt. Mit Sparen ist also nicht mehr viel los. Muss demnach organisch (wie mit den Optionen) noch etwas auf die Reihe bringen.

    Aber ich bin optimistisch, dass ich in 4 Jahren mal (wenn es nicht krass in die verkehrte Richtung läuft) 1.500 an Cashflow monatlich auf die Rente drauf packen kann. Man muss seine Ziele klar im Hirn verankern. Das habe ich vor Augen, daran arbeite ich.

    Guten Erfolg!
    MS

  • #28

    Nostalgie (Mittwoch, 15 März 2017 06:52)

    Wieviel ist denkt ihr drin wenn man mit 20 anfaengt bis zur rente jeden monat 1-1,5k in solide blue chips steckt?

  • #29

    Jörg (Mittwoch, 15 März 2017 07:04)

    Zu OHI
    Habe ich seit 2015 im Depot und danach aufgestockt. Das Tief bei 25 leider verpasst. Wenn der Kurs heute abschmiert, werde ich nochmal aufstocken.

    @Nostalgie
    Bei einer Dividenden Rendite von Netto 1,5-2% bist Du bei Quartalszahlern 15-20 EUR im Monat. Wobei die Kurse aktuell hoch sind. Schau mal bei den Dividendenaristokraten.

    Grüße aus Nordhessen

  • #30

    MS (Matthias Schneider) (Mittwoch, 15 März 2017 07:44)

    @Nostalgie,
    ich würde über so einen langen Zeitraum sehr sehr konservativ rechnen, da alles mögliche an Rückschlägen stattfinden wird.

    Es gibt ja Rechner im Netz (https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php).

    Ich würde auch mit weniger monatlich rechnen, da es bestimmt Zeiten geben wird, wo man nicht sparen kann, weil man evtl Wohneigentum schafft (auch so ein Ding, was ich verpasst habe, als es noch normale Preise gab).

    Ich würde über die Zeit (mal vom heutigen Wert ohne Inflation ausgegangen) mit 500 € im Monat rechnen. Da kommst Du auf ca. 500.000 nach 40 Jahren mit 3-3,5%. Mehr würde ich nicht ansetzen. Wenn es am Ende besser kommt (was wahrscheinlich ist), umso besser.

    Aus den 500k in Standardwerten würde man evtl. 1.000 nach Steuern im Monat ziehen können.

    Wahrscheinlich kommt eine größere Summe und eine größere monatliche Auszahlung zustande. Aber ich würde nicht optimistischer rechnen, da in der langen Zeit sehr viel passieren kann.

    Ich habe diese Summe nicht, aber ich habe Werte mit höherer Ausschüttung. Da weiß man auch nicht wie lange das noch so weiter geht. Aber für irgendwas muss man sich entscheiden.

    Wichtig ist, vor allem mal anfangen.

    MS

  • #31

    Oliver (Mittwoch, 15 März 2017 09:18)

    @Alexander:
    Momentan nimmt der Zinseszins-Effekt ja stetig zu, da Du fleißig investierst. Umschichten würde ich nicht, die Sachen laufen jetzt und in Zukunft werden sich die Investitionen auszahlen. Gerade bei den Firmen, wo prozentual nur 1 - 2% ausgezahlt werden und wenn diese weiter Wachstumsraten bei den Dividenden durch guten Geschäftsverlauf haben, werden das in 10 Jahren die Werte sein, die dir die meiste Freude bereiten. Gut, die Ausschütter mit hohen Prozenten wie z.B. OHI haben den Effekt, wenn Du in der Sparphase bist, dass Du mehr Geld wieder anlegen kannst. Aber man sollte immer im Hinterkopf haben, dass die schönen Auszahlungen auch mal wegen schlechtem Geschäftsverlauf ganz schnell zusammengestrichen werden können. Wenn man solide Firmen als REIT kauft, dann ist das Risiko geringer, aber immer noch vorhanden.

    Was die Entwicklung der Kurse betrifft, scheinst Du sehr optimistisch zu sein. Ich bin ggw. etwas vorsichtiger und kann mir gut vorstellen, dass wir erstmal einen Rücksetzer bekommen. Muß natürlich nicht sein, keiner kann die Zukunft voraussehen. Was z.B. für ein größeres Depot spricht: Wenn die Kurse wegen einer längeren Haussee stark steigen, profitierst Du überproportional. Mit 140.000 € Depotwert bist Du da schon mittendrin. Und sicherlich werden zukünftig Jahre kommen, wo die Börsen sich stark entwickeln. Nur würde ich darauf nicht setzen. Freue dich einfach, wenn es wie die letzten 6 Monate einfach passiert. Je weiter Du kommst, desto mehr machen sich die Aufschwungphasen in deinem Depot bemerkbar. Aber es ist wie Lotto spielen: Manchmal gewinnst Du, manchmal verlierst Du. Stell dir immer die Situation vor, in drei Monaten wäre dein Depotwert nur noch 50% wegen einem starken Abschwung. Das ist ein sehr negatives Szenario, ich weiß. Aber was hätte sich geändert? Die Dividenden werden sich aller Voraussicht nicht signifikant ändern, hier wirst Du weniger Einbussen haben. Wenn Du nicht verkaufen möchtest, ist der Kurswert nicht so wahnsinnig wichtig. Das ist nur für Anleger wichtig, die thesaurierende ETFs kaufen oder auf Aktien setzen, um möglichst hohe Kursgewinne zu machen. Wenn ich mir dein Depot anschaue, ist das nicht deine Strategie. Deshalb ist ein Anstieg um 100% zwar nett auf dem Papier anzusehen, wird dir aber für deine Strategie nicht sonderlich viel bringen.

    @Matthias
    Ich denke, Du bist einer, der am besten über die Börse hier in den Blogs bescheid weißt. Man merkt, dir macht das Thema Riesenspaß. Vielleicht ist es eine Idee, anderen dabei zu helfen, sich an der Börse weiter zu entwickeln? Ist zwar Dienstleistung, aber da wärst Du in deinem Element. Da kannst Du ohne rot zu werden durchaus Geld verlangen und deine Schützlinge bekämen ein gutes Rüstzeug und hätten einen guten Mehrwert.

  • #32

    MS (Matthias Schneider) (Mittwoch, 15 März 2017 10:18)

    @Oliver,
    Danke für die Blumen. Ich kann mir schon die Sprüche vorstellen, wie: "Ja wenn Du angeblich weißt wie es geht, wieso schwimmst Du dann nicht selbst im Geld?" usw... ;-)

    Vorgestern hatten wir in der Firma eine Veranstaltung zur betrieblichen Altersvorsorge. Da hat die Firma mit breiter Brust verkündet, dass sie in Anbetracht der Rentenmisere ein neues Modell mit der Allianz "entwickelt" hat (was aber lediglich auf fertigen Produkten beruht: https://www.allianz.de/vorsorge/betriebliche-altersvorsorge/rechner/), und nun bei 100 Euro Eigenanteil bei Gehaltsumwandlung aus dem Brutto, dann 50 Euro zuschießt. Na ja, das klingt erstmal ganz gut, aber der Garantiezins beträgt NULL. Auch viele andere Sachen waren zu unkonkret. Da ging gleich das Rattern im Kopf los, wie ich das machen würde für die Firma. Ich würde natürlich ein Misch-Fonds gründen, und dann daraus Betriebsrente zahlen. Na ja... Aber vielleicht müsste ich vorher eine teure Beraterfirma gründen, damit man mir das übergeben würde. ;-)

    Andererseits will ich ja gar keine Verpflichtungen mehr eingehen. Sollte alles nur just for fun sein.

    MS

  • #33

    Alexander (Mittwoch, 15 März 2017 19:33)

    @Nostalgie
    Lade dir einfach die Renditerechnung im Downloadbereich runter und spiele etwas mit Zahlen. Z. B. 0 € Startkapital, 1.000 € mtl. Sparrate, 2,5 % Bruttorendite zum Start und 5 % durchschnittliche Dividendensteigerung ergibt über 7.000 € netto in 50 Jahren. Zumindest eine nette Spielerei ;)

    @Oliver
    Ich habe einige Niedrigzahler, weil ich auf ein hohes Dividendenwachstum setze, da bin ich bei dir.
    Die Kursentwicklung ärgert mich sogar, da ich teuer kaufe. Mir ist der Depotwert egal, da ich die besagten 1.000 €/Monat haben möchte. Ob da nun 500k oder 1 Mio im Depot sind, ist nur eine Zahl am Papier. Stand heute, werde ich auch im Alter keine Aktien verkaufen. Nur im absoluten Notfall. Meine Dividenden + gesetzliche Rente sollte mehr als genug sein. Das ist vielleicht von mir ungenau rübergekommen. Ein Crash von 50 % würde endlich wieder zum Kaufen animieren. Psychologisch verkrafte ich das inzwischen. Neuer Markt, 9/11 und Lehman härten da mit der Zeit ab ;)

  • #34

    Axel (Freitag, 17 März 2017 08:37)

    Ich habe deinen Blog neu entdeckt. Die Idee mit OHI fand ich gut. Hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Der Kurs stand gestern bei 31,55 $. Ich wollte Sie billiger. Deshalb habe ich einen Put verkauft (Strike 35, Laufzeit 15.09., Prämie 481,70 $ nach Gebühren). So komme ich im September zu 30,19 rein und die Dividendenrendite wäre dann über 8%. Sollte die Aktie dann über 35 $ stehen, werde ich sie natürlich nicht bekommen, habe aber dann risikolos die Prämie verdient. Auch nicht schlecht.

  • #35

    MS (Matthias Schneider) (Freitag, 17 März 2017 10:29)

    @Axel,

    da der Strike weit im Geld ist, kann man die 481,70 nicht als Prämie sehen.
    Prämie ist nur das, was dem Käufer zum break even fehlt, was er über den Wert zahlt.
    Ich würde sagen, Deine echte Prämie beträgt 136 USD bisher.
    Also Strike 35 minus 31,55 ergibt 3,45 innerer Wert der Option. Alles was drüber bezahlt wurde ist die Prämie, also 1,36 pro Option, bzw. 136 für den Kontrakt.

    Guten Erfolg
    MS

  • #36

    Axel (Freitag, 17 März 2017 10:48)

    Natürlich setzt sich die Prämie aus Zeit- und innerem Wert zusammen. Aber der gesamte Grund der Maßnahme ist doch sowieso, die Aktie günstig zu bekommen. Nichts anderes. Wenn ich nur die Prämie generieren wollte, würde ich doch nicht so tief im Geld kaufen. Deshalb verstehe ich den Sinn deiner Erläuterungen nicht.

  • #37

    MS (Matthias Schneider) (Freitag, 17 März 2017 11:06)

    @Axel,

    der primäre Sinn des Optionsverkaufs ist aber die (echte) Prämie. Die Einbuchung ist der "Versicherungs- bzw. Schadensfall". Du bekommst die Aktien evtl unter der Laufzeit eingebucht, wenn der Kurs unter 30,19 fällt. Ab dann macht der Käufer plus.
    Wenn sie also beim Kurs von 30 eingebucht werden, dann zahlst Du 35, also von Deiner eingenommenen "Prämie" von 481,90 dann 500 zurück, und machst einen Verlust von realen 8,90.
    Wenn Du einfach nur eine limitierte Kauforder mit Limit 30 einstellst, dann sparst Du Dir den kleinen Verlust.
    Der Sinn kann nur sein in dem Fall, das die Aktie wieder steigt, und der innere Wert der Option fällt, und Dir möglichst die volle Einnahme bleibt, wenn die Option bei >35 verfällt.

    MS

  • #38

    MS (Matthias Schneider) (Freitag, 17 März 2017 11:17)

    Oops ... wohl vertippt. Minus soll natürlich 18,10 heißen. Bin im Kopf schon auf der Autobahn. ;-)

    Schönes WE
    MS

  • #39

    Alexander (Freitag, 17 März 2017 11:34)

    @Axel
    Danke dir.
    Ich fange auch gerade an, mich mit Optionen zu beschäftigen. Langfristig möchte ich vielleicht ein paar € nebenbei machen, mal schauen, was daraus noch wird.

  • #40

    Thomas (Montag, 20 März 2017 09:20)

    Nochmal was zu OHI:

    OHI sollte ein solider Dividendenzahler bleiben und ist daher kein schlechter Kauf. Wie hier schon erwähnt, ist mit großen Kursteigerungen eher nicht zu rechnen. Das Gesundheitswesen in den USA wird ja von Herr Trump derzeit kritisch hinterfragt. Kürzungen bei Medicare könnte zu Problemen bei den Mietern von OHI führen. Das ist wohl teilweise im Kurs eingepreist.

    Allerdings hat OHI langfristige Mietverträge und in den USA gelten Mietaufwendungen als operativ notwendigen Kosten bei Bankruptcy, müssen also vor Zins und Tilgung von Fremdkapital geleistet werden. Selbst wenn die Mieter von OHI aufgrund von Kürzungen im Gesundheitswesen in finanzielle Schwierigkeiten kommen, sollte die Miete an OHI weiterhin fließen.

  • #41

    Andreas (Donnerstag, 23 März 2017 11:33)

    Ich hoffe der letzte Beitrag wird gelöscht denke das es nicht im Sinne des Blogbetreibers ist derartige Werbung hier zu veröffentlichen.

  • #42

    Alexander (Donnerstag, 23 März 2017 17:49)

    Bereits erledigt.
    Leider nimmt das immer mehr überhand. Der Captcha-Schutz bringt schon viel, hilft aber nicht immer zu 100 %.

  • #43

    Raymund (Mittwoch, 19 April 2017 14:54)

    Hallo,
    ich habe mal eine Frage an alle Mitwirkenden hier.
    Wurden schon Erfahrungen mit OHI und steuerfreier Zahlungen aus den Kapitalrücklagen gemacht ? Wie habt Ihr Euch verhalten ? Einspruch gegen der Steuerbescheid eingelegt und Geld zurück bekommen ?
    Dazu folgender Artikel:
    http://www.boerse-online.de/nachrichten/geld-und-vorsorge/Steuerfreie-Dividenden-Mit-zweierlei-Mass-1001468598/1
    Für die Mitteilung Eurer Erfahrungen wäre ich dankbar.
    Viele Grüße
    Raymund

  • #44

    Tom (Freitag, 28 April 2017 11:01)

    Hallo Alexander
    Ich mag Deinen Blog sehr! Nicht zuletzt darum, weil ich mich auf einer ähnlichen Reise befinde... Ausserdem ist OHI seit einiger Zeit in meinem Depot. An diesem Unternehmen gefällt mir besonders die hohe Dividende als auch die stetigen kleinen Erhöhungen eben dieser. Grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass es hi und da ein paar Rücksetzter geben wird, aber ich denke doch, dass der Megatrend der demographischen Entwicklung in den USA hier unterstützend wirken wird.

    In diesem Sinne wünsche ich allen hier frohes Investieren!

    Beste Grüsse
    Tom

  • #45

    Alexander (Freitag, 28 April 2017 16:47)

    Hallo Tom,

    danke für das Lob.
    Dir auch alles Gute.

    Gute Investments