Zieländerung - Plananpassung

Mein Pool vom letzten Kuba-Urlaub
Mein Pool vom letzten Kuba-Urlaub

 

Vorgeschichte

 

Als ich vor drei Jahren den Kredit meines Hauses getilgt hatte und ich zu dem Entschluss kam, dass es an der Zeit wäre, mein Depot in Richtung Dividendenzahlungen umzustellen, habe ich einen Plan entwickelt, aus dem letztlich die Webseite entstand. Nach drei Jahren hat es sich gezeigt, dass vieles doch anders verlaufen ist als gedacht. Daher habe ich mich hingesetzt,  meine Zielvorgabe überarbeitet und meinen Plan den neuen Gegebenheiten angepasst.

 

 

Was lief besser oder schlechter?

 

Nun, alles lief bisher besser als gedacht oder zumindest fast alles.

 

Ich hatte für mein Haus an die Bank 1.100 € im Monat für Zins und Tilgung ausgegeben. Ich ging davon aus, dass es unproblematisch wäre, davon 500 € im Monat zu sparen und den Rest "auf den Kopf zu hauen". Es hat sich jedoch gezeigt, dass ich eigentlich alles habe und ich nichts brauche. Komisch, da hat man endlich Geld und dann braucht man es nicht. Irgendwie bleibt jeden Monat etwas vom Gehalt über.

 

Der Verkauf meiner Wohnungen brachte einen höheren Gewinn, als ich kalkuliert hatte. Ich konnte daher dem Depot 40.000 € statt 20.000 € zuführen (der Rest ging in die Schuldentilgung des Hauses).

 

Mein Nebengewerbe entwickelt sich besser als gedacht. Ich ging auch hier von viel zu konservativen Annahmen aus.

 

Durch meine Sparleistung, konnte ich entsprechend investieren, was wiederum zu höheren Dividenden führt, als ursprünglich geplant. Ich bin meiner Planung 5 oder 6 Jahre voraus. Bei der Erstellung meines Dividendenplans rechnete ich mit einer Inflationsrate von 2 % pro Jahr, diese lag allerdings bei null und die Rentenerhöhungen der letzten Jahre fielen stärker aus als gedacht. Alles in allem lief das schon mal sehr zu meinem Vorteil.

 

Ein Wermutstropfen bleibt allerdings. Der €/$-Wechselkurs spielt zwar meinen Dividendeneinnahmen in die Hände, dafür werden die Aktien teuerer. Dazu kommen die ungebremsten Kurssteigerungen. Aber sich zu beklagen wäre etwas maßlos.

 

 

Zieländerung

 

In Anbetracht dieser Umstände, habe ich den Familienrat einberufen und nach Analyse der Situation wurde ein für mich folgenreicher Beschluss gefasst. Das Ziel, mit 67 in die arbeitsfreie Phase zu wechseln, wurde auf 63 reduziert, d. h. ich lege mich 4 Jahre früher auf die faule Haut. Hierbei waren natürlich viele Faktoren zu berücksichtigen, wie der Abschlag von 14,4 % auf die Rente, die fehlenden Beiträge der letzten 4 Jahre, die Steuervorteile (weniger Einkommen = weniger Steuer), Einsparungen durch den Wegfall des Arbeitsplatzes usw. Es waren auch viele Überlegungen erforderlich, was ich (also meine Frau und ich) an Dividendeneinnahmen benötigen, um unseren gewohnten Lebensstandard beizubehalten. Letztendlich habe ich ausgerechnet, dass das neue Ziel 1.000 € netto pro Monat ist. Das sind 500 € weniger als in der ersten Planung, aber bezogen auf das Jahr 2028 sind das rd. 250 € mehr.

 

 

Plananpassung

 

Da das Ziel klar ist, muss ich nur noch meinen Plan anpassen, wie ich dieses erreiche. Also Excel angeschmissen und gerechnet und gerechnet und …

 

Was war das Ergebnis?

 

Nichts wirklich Greifbares. Je nachdem wie ich die einzelnen Parameter veränderte, kamen unterschiedliche Ergebnisse raus. Teilweise waren die Abweichungen extrem. Ich versuchte die Variablen auf das absolute Minimum einzuschränken, aber die Zukunft lässt sich nun mal nicht berechnen. Folglich musste eine pragmatische Lösung her.

 

Die Zielvorgabe ist 12.000 € im Jahr netto. Nach einer einfachen Abzinsung kam ich zu dem Ergebnis, das ich die Dividende jedes Jahr um 12,5 % steigern muss. Zur besseren Veranschaulichung habe die beiden vergangenen Jahre rückgerechnet, auch wenn ich dann der Planung hinter hinke.

 

Hier der neue Soll - Ist - Vergleich:

 

 

Weiterhin erhöhe ich meine Sparrate von 500 €/Monat auf 1.000 €/Monat, was ich inzwischen als problemlos erachte.

  

Mit diesen Vorgaben spielte ich eine neuerliche Berechnung durch und es kann klappen. Arbeite ich weiterhin etwas nebenbei und die Bedingungen am Kapitalmarkt laufen nicht komplett aus dem Ruder, sollte es sogar problemlos funktionieren.

 

Am einfachsten war die Umstellung meiner Investitionstabelle. Diese habe ich so aufgebaut, dass ich nur zwei Zahlen ändern muss und schon war die Neuberechnung fertig. Die kommenden Investitionsentscheidungen sind damit bereits getroffen. In der vorletzten Spalte sind die Unternehmen rosa markiert, von denen ich bisher keine Nachkäufe mehr benötigte. Zunächst werde ich diese wieder auf „Null“ bringen. Da wären z. B. Caterpillar mit 6 Aktien und einer Investition von 526 € oder Coca-Cola mit 7 Aktien und 276 €. Ich werde weiterhin etwa 1.000 € investieren, man möchte ja seiner Linie treu bleiben.

 

 

 

Zukunft

 

Was, wenn meine Planung nicht aufgeht? Kein Problem - in drei Jahren werde ich das Ganze erneut überprüfen und gegebenenfalls mein Ziel anpassen müssen. Notfalls kann ich auch einem 450 € Job nachgehen. Besser als den ganzen Tag zu arbeiten.

 

 

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Kommentare: 23
  • #1

    Marco (Donnerstag, 05 Januar 2017 21:41)

    Hallo Alexander,

    da hat sich doch etwas gedreht. Vier Jahre früher in Rente, sind vier Jahre mehr Rente. ;-)

    Wenn du allein die 1.000,00 € Investition pro Monat mit deinem Einkommen einigermaßen locker erreichen kannst, sollte das mit dem noch vorhandenen Puffer aus dem Wohnungsverkauf zunächst das geringste Problem sein. Hinzu kommt ja auch, dass die Dividenden aller Voraussicht nach nicht nur durch Zukäufe, sondern auch durch Erhöhungen der Ausschüttungen steigen werden.

    Was bedeutet denn auf die faule Haut legen genau?

    In diesem Beitrag hört es sich so an, als würdest du alles was derzeit an aktivem Einkommen (Haupt- und Nebentätigkeit) hereinkommt vollständig aufgeben und tatsächlich nur noch von der Mietfreiheit, deiner gesetzlichen Rente sowie den Dividendeneinnahmen leben wollen.

    Wenn das tatsächlich das Ziel ist, Hut ab!

    Als Nebenjob wäre dann auch dein neues Blog "Reisen mit Dividende" ein tolles Projekt ;-)

    Viel Erfolg weiterhin bei der Zielerreichung und dass du bei der nächsten Überprüfung ebenfalls wieder nach oben bzw. das Renteneintrittsalter nach unten anpassen kannst.

    Gruß,
    Marco

  • #2

    Christoph (Donnerstag, 05 Januar 2017 21:57)

    Toll!
    Deine Vorgehensweise ist klasse. besser ein wenig vorsichtig planen und sich freuen wenn es besser läuft wie andersrum.
    4 jahre früher frei sein macht viel aus. Denn eventuell ist man genau in diesen 4 Jahren noch fit um viel zu unternehmen und nach den 4 Jahren nicht mehr.

    Übrigens könntest du (Stand heute) auch eine sondereinzahlung für die Rente dann machen damit man keine Abschläge hat.
    Wobei ja eh die frage sein wird was msn da noch an Rente wirklich bekommen wird.

  • #3

    Ex-Studentin (Freitag, 06 Januar 2017 00:34)

    Klingt gut, dass du jetzt deine alten Ziele weit übertroffen hast. Die nächsten Jahre kann vieles passieren, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Ernst wird es ja eigentlich erst, wenn du wirklich deinen Job an den Nagel hängen willst. Bis dahin ist alles erst mal nur gedanklich. Wie du schon sagtest: Den Plan kann man ja auch wieder korrigieren.

  • #4

    Sascha (Freitag, 06 Januar 2017 07:05)

    Bis du tatsächlich soweit bist, gibt es mit Sicherheit noch eine Vielzahl an Plananpassungen. Sicherlich sollte man eine klare Vorstellung von dem haben, wo man hin will. Aber ich lasse mich auf dem Weg dahin auch manchmal von Phasen leiten, die meine Ziele im Fluss lassen. Viel Erfolg in jedem Fall!

  • #5

    Marielle (Freitag, 06 Januar 2017 08:25)

    Guten Morgen Alexander,

    Glückwunsch zu den erfolgreichen Investitionen der letzten Jahren! Deine Ausdauer und Zielstrebigkeit bei der Umsetzung Deines Planes ist bewundernswert und sollte gerade für junge Menschen eine totale Motivation sein - für mich ist dieser Blog definitiv eine Motivation.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass es auch weiterhin so gut läuft und Du in drei Jahren genauso zufrieden auf Deine Investitionen und Sparerfolge zurückblicken kannst - und wer weiß ;-) Vielleicht kannst du ja sogar noch weiter nach unten korrigieren.

    Wie sieht eigentlich der Plan Deiner Frau aus? Geht Ihr zeitgleich in Rente oder hat sie andere Pläne?

    Viele Grüße
    Marielle

  • #6

    Sebastian (Freitag, 06 Januar 2017 10:36)

    Hallo Alexander,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Ich kann mich den Vorrednern nur anschliessen.
    Du bist sehr zielstrebig um deinen Plan umsetzen. Echt bemerkenswert und ich lese deinen Blog sehr gerne um Anregungen für mich selber zu bekommen.

    Vielleicht könntest du deine Sichtweise zu dem Global Online Retail Fond (DE000A14N9A9) schildern? Ich finde diese Fond sehr spannend....
    Danke
    Gruß
    Sebastian

  • #7

    Oliver (Freitag, 06 Januar 2017 11:08)

    Hallo Alexander,
    erstmal Glückwunsch zu der sehr erfolgreichen Entwicklung. Wenn Du weiter so fleißig investierst, wirst Du allerdings die 1000 € Dividende/Monat wesentlich früher als 2028 erreichen. Über ein paar Punkte hast du dir sicher auch schon Gedanken gemacht, wie sich das Depot selbst entwickeln wird. Unabhängig von der Kursentwicklung hast Du die Dividendenentwicklung. Und je höher die monatlichen Dividendenzahlungen, desto mehr kannst Du zu deinen 1.000 € monatlich dazu investieren. Das heißt, deine Steigerungen werden gegen Ende wesentlich höher ausfallen als jetzt. Mit 200 € Dividende im Monat merkt man das noch nicht so, nur ein bisschen. Aber bei 500 oder 1.000 € merkt man das gewaltig. Dazu werden die Dividendenerhöhungen sich noch viel mehr bemerkbar machen.

    Ich habe vor ca. 2 Jahren ein lebendes Experiment im Web entdeckt, wo jemand etwas über 45.000 € angelegt hat und dann das Depot nur noch verwaltet. Das heißt, zum einen Werte, die nicht mehr seinen Vorgaben entsprochen haben verkauft und neue dazugenommen. Die Anzahl der Positionen ist übersichtlich. Immer wenn 1.000 € Dividende zusammengekommen sind, hat er dafür was neues gekauft. Hier der Link:

    http://dailytradealert.com/dave-van-knapps-dividend-growth-portfolio/

    Auch wenn er viele gute Börsenjahre mitgenommen hat, hat er gerade am Anfang 2008 auch Federn lassen müssen. Alle Jahre bis heute waren auch nicht top. Das ist eine etwas unterschiedliche Situation zu dir, da Du aktiv jeden Monat investierst und deine Basis inzwischen höher ist als das gezeigte Depot. Natürlich wird es sich durch die regelmäßigen Investitionen auch noch schneller entwickeln als das gezeigte.

    Ich sehe noch zwei Sachen: Die Nachkäufe für 7 KO oder 6 CAT ist sehr statisch. Gut, wenn Du das mit den gebührenkostenlosen Käufen abdecken kannst, hats Du deine vorgerechneten Werte investiert. Aber wie Du bereits sehen kannst, halten sich deine Aktien kurstechnisch sowieso nicht an irgendwelche Vorgaben. Nachkäufe wären evtl. ertragreicher, wenn Du nach guten Bewertungen bei den Einzelwerten Ausschau hälst. Ist Position 1 momentan nicht beliebt, dann her damit. Geht Position 2 durch die Decke oder ist überbewertet, erstmal nicht aufstocken, bis sich das wieder einrenkt. Gerade bei langlebigen Investitionen sind fast alle Werte mal zu hoch und mal zu niedrig bewertet. Hier liegt sehr viel Gewinn. Selbst bei sehr hohen Indexwerten, wie es jetzt der Fall ist. Solche Situationen nutze ich immer gerne aus. Wells Fargo war so eine Situation vor der Trump-Wahl oder Erdöl/Rohstoffe vor einem Jahr.

    Zum anderen fehlen mir etwas die REITs bei dir. Da dein Anlagehorizont nicht unendlich lange ist und Du in etwas über 10 Jahren dich zur Ruhe setzen möchtest, sind solche Werte gut geeignet. Ich habe bei mir einige solide Werte und als Beimischung einige kleinere Werte wie z.B. ARI, STWD oder PSEC. Die gewichte ich nicht zu hoch (OK, bei STWD habe ich doch mit 250 Stück etwas mehr), aber in Verbindung mit z.B. O (ist kurstechnisch nicht mein Liebling), OHI, HCP, WY, VTR, WPC und so einige andere hat man sehr gute Erträge. Das interessante dabei ist, dass einige auch in Monaten auszahlen, die bei den klassischen AGs nicht so beliebt sind. Speziell die Reihe 2,5,8,11 ist manchmal etwas schwierig. Mit REITs ist das Thema aber schnell geklärt. Ein wesentlicher Effekt ist, dass Du schnell höhere Beträge/Monat bekommst, die Du wieder reinvestieren kannst. Meine Erfahrungen mit REITs sind insgesamt gut, wobei hier natürlich genauso wie bei jedem Unternehmen nicht so schöne Dinge passieren können. Das federt man dann mit der Diversifizierung ab, aber da erzähle ich dir nichts neues.

    Egal, wie Du es anpacken wirst, denke ich aber, dass Du die 1.000 € weit vor 2028 erreichst. Wir können ja eine Wette für das Jahr abschließen. Ich bin bei meiner Prognose so wie Du momentan investierst bei 2022.

  • #8

    easydividend (Freitag, 06 Januar 2017 12:01)

    Au ja, da kann ich meinem Vorredner nur beipflichten. Du wirst es vor 2028 erreichen. Bei einer Wette wäre ich auch dabei ;)

    Alexander, du gehst deinen Weg, auch wenn ab und zu kleine Anpassungen notwendig sind. Deine Vorgehensweise ist beneidenswert. Mach weiter so!

    mfG Chri

  • #9

    Alexander (Freitag, 06 Januar 2017 17:53)

    @Marco
    "Auf die faule Haut legen" heißt wirklich, dass ich ab 63 nur noch von meiner Rente und den Kapitaleinkünften leben werde. Kompletter Freizeitmodus. Wenn alles klappt, dann fahre ich in den Urlaub, kümmere mich um Haus und Garten und einen Reiseblog^^ Einfach wozu ich Lust und Spass habe. Aktuell kann man nicht früher in Rente als mit 63 Jahren, aber ich habe die Option vorher die Stunden zu reduzieren.

    @Christoph
    Die vier Jahre sind echt geschenkte Jahre. Bevor ich in die gesetzliche Rentenkasse einzahle, kaufe ich lieber noch ein paar Aktien.

    @Jennifer @Sascha
    Ich werde mit Sicherheit die eine oder andere Änderung vornehmen (müssen), aber da bin ich durchaus flexibel.

    @Marielle
    Meine Frau hat vor drei Jahren aufgehört zu arbeiten, sie lebt derzeit die finanzielle Freiheit von der andere träumen. Sollte sie wieder arbeiten können, dann schaut es sowieso völlig anders aus. Sie würde dann aber gemeinsam mit mir aufhören. Also ich hoffe, sie hat keine anderen Pläne ^^

    @Oliver
    Ich habe bei den Berechnungen die Dividendensteigerungen, die Dividenden der unterjährigen Investitionen usw. mit einfließen lassen. Wie gesagt, zu viele Variablen, zu viele Lösungen.

    Danke auch für den Link, schaue ich mir heute Abend an.

    Bei den Nachkäufen kaufe ich nicht die genaue fehlende Anzahl nach. Ich investiere weiterhin 1.000 € und bekomme dann eben 25 oder 26 KO. Genauso mit CAT, es werden dann eben 12 statt 6 Aktien. Damit erhalte ich sozusagen eine "Bewertungsreserve", es fließen die Dividendensteigerungen usw. mit in die Berechnung ein, da wird es immer Änderungen geben.

    REITs werde ich weiter zukaufen, mit GOOD ist schon mal ein Anfang gemacht. Bis 20% Dividendenanteil könnte ich mir das schon vorstellen. Allerdings sollte die Rendite schon 5 % oder mehr betragen, da ich hier kaum mit Steigerungen rechne. Einen Pleitekandidaten wird man sich immer wieder ins Depot legen, das gehört dazu.

    Ok, Wette angenommen.
    Oliver meint 2022.
    Ich könnte mir Ende 2025 vorstellen (ich habe mir da mal was vorbereitet, das gibt einen extra Beitrag).
    Was meint denn Chri?

  • #10

    Gerd (Samstag, 07 Januar 2017 01:17)

    Hallo Alexander, würde es Dir etwas ausmachen, die Planungsdatei zu veröffentlichen? Ich fände das sehr hilfreich. Alternativ könntest Du die einzelnen Spalten vielleicht kurz erklären, ansonsten schaue ich mir die Formeln an. Danke schön ansonsten auch für die sehr überzeugende Website und die vielen Tipps!
    Schönen Gruß
    Gerd

  • #11

    Alexander (Samstag, 07 Januar 2017 12:04)

    @Sebastian
    Wegen dem Fond musste ich erst noch recherchieren, daher meine Antwort etwas später. Grundsätzlich bin ich kein Freund von Fonds, aber das war nicht deine Frage. Der Fond hat seinen Sitz in Deutschland und läuft über die Signal Iduna (Versicherungsgesellschaft), was positiv ist. Bei einem Sitz auf den Cayman Islands wäre ich vorsichtig. Die Verwaltungsgebühr von 1% kann man akzeptieren, wenn der Manager gut arbeitet. Allerdings ist das Fondvolumen mit 5 Mio Anlagekapital recht klein und er ist erst 1,5 Jahre auf dem Markt. Wenn ich mir die Aktien anschaue, die der Fond hält, mehr als die Hälfte von denen würde ich nicht besitzen wollen. Ich kann jetzt nicht pauschal sagen, das der Fond gut oder schlecht ist. Wenn man auf E-Commerce setzt, ist es besser hier einen kleinen Teil zu investieren als nur ein Unternehmen in dem Bereich zu besitzen. Für eine langfristige Anlage, um die ich mich nicht kümmern muss, halte ich den Fond nicht.

    @Gerd
    Ich kann sie dir per E-Mail senden, einfach kurz über das Kontaktformular anmailen, damit ich deine E-Mail-Adresse habe. Ich wollte die Datei in den Downloadbereich einstellen, aber das lässt mein Webhoster nicht zu, weil da die automatische Kursabfrage (VBA) eingebaut ist.
    Die Beschreibung der Spalten und die Änderungen findest du in den Blogbeiträgen vom Juni 2016 "Planungstabelle meiner Nachkäufe" und Oktober 2016 "Planungstabelle erweitert". Sie ist nicht auf dem aktuellsten Stand, da ich an meiner Arbeitstabelle immer etwas rumbastele und ich die Nachkäufe nicht in zwei Tabellen einpflege. An den Formeln etc. hat sich aber nichts geändert.

  • #12

    Herbert (Samstag, 07 Januar 2017 13:29)

    Ich habe die Werte der rechten Spalte aufsummiert und komme auf 45871 EUR. Das würde also bedeuten, dass du "nur" noch ca. 45k investieren musst, um dein Ziel zu erreichen. Da sage ich an dieser Stelle schon mal herzlichen Glückwunsch. Mit deiner Sparrate und dem Cashbestand schaffst du das schon dieses Jahr.

  • #13

    Alexander (Sonntag, 08 Januar 2017 11:04)

    Ja, das wären etwa 45k, aber ich kaufe immer für 1.000 €, daher sind es aktuell 56k. Die schaffe ich dieses Jahr definitiv nicht. Und durch den Jahreswechsel erhöht sich die Investitionssumme um einige 1.000€. Aber so in zwei bis drei Jahren könnte es klappen.

  • #14

    Sparkojote (Sonntag, 08 Januar 2017 12:16)

    Was Dividenden angeht habe ich bisher meinen Plan noch nicht out performt. Aber mein Depot hat dafür das Jahr 2016 ganze 16.5% an Wert gewonnen. Ich liebe noch in meinem Plan, mal schauen was das Jahr 2017 so ergibt.

    Gruss
    Der Sparkojote

  • #15

    Mathias (Sonntag, 08 Januar 2017 17:50)

    Hallo Alexander,

    toller Artikel über Zielsetzung und Investitionsplanung. Zwei Fragen habe ich:

    1) Bist du von einer konstanten Sparrate über die kommenden Jahr ausgegangen? Für mich liest es sich so, als ob dies immer 1k/Monat seien. Mit steigenden Dividendenströmen sollte doch aber auch dein Investitionspotential steigen, so dass du das Ganze beschleunigen können wirst.

    2) Nach welchen Kriterien ermittelst du denn die in deiner Portfoliotabelle dargestellten "erforderlichen Aktien"? Legst du da eine (Gleich-)Verteilung der Positionswerte zugrunde? Entschuldige, falls ich etwas überlesen haben sollte.

    Grüße,
    Mathias

  • #16

    Jürgen (Montag, 09 Januar 2017 12:03)

    Auch bei REITS gibt es genügend Kandidaten mit Steigerungen.

    Mal keine Monatszahler wären WPC, OHI

    WPC steigert seine Dividenden seit 18Jahren, und zwar in jedem (!) Quartal, meist in kleinen Schritten (ca. 6,5% Rendite)
    OHI steigert seit 17 oder mehr Quartalen immer die Dividende (ca. 7,5% Rendite). Meist um 1 Cent pro Quartal.


    Kann man sich sicher einmal näher anschauen. Habe die Werte seit ein paar Jahren und bin damit sehr zufrieden.

    Grüße
    Jürgen

  • #17

    Alexander (Montag, 09 Januar 2017 20:11)

    @Jürgen
    REITs möchte ich auch noch den einen oder anderen kaufen. Da kommt dieses Jahr bestimmt noch einer ins Depot.

    @Mathias
    Ich bin jetzt von einer konstanten Sparrate von 1.000 € als Minimum ausgegangen. Die Investitionsrate ist höher, ich muss also zuschießen.
    Angenommen ich habe eine Forward-Dividende von 3.000 € und möchte auf 3.600 € kommen. Die Dividendensteigerungen unter dem Jahr bringen 4 % netto, dann sind das 120 €. Es fehlen also noch 480 €. Wenn ich die Investitionen über das Jahr verteile und im Schnitt mit 1,5 % netto rechne, dann muss ich 480 €/ 1,5% = 32.000 € investieren. Also Sparrate 12.000 + Dividenden 3.000 = 15.000 €. Ich muss noch 17.000 € anderweitig herbekommen. Ich habe 30k auf dem Cashkonto und werde noch den einen oder anderen Euro zusätzlich sparen. Die nächsten zwei Jahre sind schon mal sicher. Mit der Zeit wächst der Dividendenanteil und die Gesamtinvestition wird kleiner. Da arbeitet die Zeit für mich. Die Aktienkurse und der €/$-Wechselkurs könnten gegen mich laufen, was wiederum nachteilig wäre.

    Ich lege nicht eine gleichgroße Positionsgröße zu Grunde, sondern ein gleichgroßes Einkommen je Aktie. Anhand der aktuellen Rendite und der theoretischen Dividendensteigerung kann ich mir dann ausrechnen, wie viele Aktien ich von jedem Unternehmen benötige.


  • #18

    Mathias (Dienstag, 10 Januar 2017 17:02)

    @Alexander: Danke für die Erläuterungen.
    Zu 1) Okay, du rechnest also gewissermaßen von deinem Ziel her rückwärts. Für das Folgejahr gehst du dann sicher von Investitionen von 12.000 + Dividenden 3.600 + erforderliche Zusatzinvestitionen zur Erreichung des Folgezieles aus. Ich wollte nur darauf hinaus, dass der Investanteil aus Dividenden zunimmt.

    Zu 2) Habe ich verstanden. Aber wäre es nicht auch ein Ansatz, besonders starke Renditezahler überzugewichten? Natürlich immer auch in Abhängigkeit von aktuellen Marktwert/Kaufpreis.

    Viele Grüße,
    Mathias

  • #19

    Alexander (Dienstag, 10 Januar 2017 20:21)

    zu 1.
    Vollkommen richtig, durch die steigenden Dividenden sinkt der zusätzliche Investmentanteil.
    Sollten die Aktienkurse deutlich fallen, fällt dadurch auch noch der zusätzliche Investitionsbedarf kleiner aus. Ich weiß nicht, wie ich die nächsten Jahre zusätzlich Kapital reinbuttern kann und dann schadet es nicht, dass die Zusatzinvestition sinkt (sicher ist sicher).

    zu 2.
    Die Überlegung hatte ich ebenfalls. Allerdings haben die wachstumsstärkeren Zahler zwar eine geringere Anfangsrendite, die "überholen" dann die Renditestarken. Da kommt es auf den Anlagehorizont an. Im Downloadbereich habe ich dazu eine Tabelle erstellt, um zwei Unternehmen zu vergleichen und ab wann es sich lohnt Wachstum oder hohe Rendite zu nehmen. Bei kurzen Laufzeiten lohnt es auf alle Fälle "Highyielder" zu nehmen.

    Viele Grüße

  • #20

    Marko (Donnerstag, 12 Januar 2017 23:09)

    Yum Brands hat wegen des spinoffs die Dividende leider auf 1,2$ gesenkt, dies müsstest Du noch in Deiner Übersicht berücksichtigen.

    Gruß Marko

  • #21

    Rene (Freitag, 13 Januar 2017 14:57)

    Sehr sehr gut!
    Langer Fokus, kurzfristige Anpassungen ich werde mir ein Beispiel nehmen! So funktioniert gutes eigen Moneymanagement ;-)
    Beste Grüße aus Hamburg
    Rene

  • #22

    Alexander (Freitag, 13 Januar 2017 16:43)

    @Marko
    Vielen Dank für den Hinweis. Irgendwie scheint das im Weihnachtstrubel bei mir untergegangen zu sein. Jetzt muss ich mir überlegen, was ich mache. Meine Tabelle reagiert da etwas sensibel darauf.

    @Rene
    Danke dir und viele Grüße nach Hamburg
    Naja, Moneymanagement würde ich das noch nicht bezeichnen^^

  • #23

    Sebastian (Freitag, 13 Januar 2017 22:19)

    Vielen Dank Alexander für dein Feedback.