Neue Seite Monatszahler

Ich habe ein neues Projekt gestartet.

 

In der Navigationsleiste findet ihr neben dem Depot die neue Seite Monatszahler.

 

In den USA und z. B. auch Kanada gibt es Unternehmen, die monatlich eine Dividende ausschütten. Meist sind die Renditen relativ hoch, dafür ist das Wachstum niedrig.

 

Dies betrifft unter anderem REIT´s, die durch gesetzliche Auflagen gezwungen sind, den größten Teil ihrer Erträge auszuschütten. Für Dividendenfans kann das durchaus eine interessante Depotbeimischung sein.

 

Ich habe erst zwei Monatszahler gefunden, in die ich selber investieren würde. Es ist leider nicht ganz einfach, ansprechende Unternehmen zu finden. Aber der Startschuss ist gegeben und im Laufe der Zeit sollte die Liste anwachsen.

 

Falls jemand noch ein Unternehmen kennt oder sogar im Depot hat, bitte ich um eine kurze Nachricht. Vielleicht entwickelt sich das Ganze zu einem kleinen Community-Projekt.

 

 

 

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Kommentare: 43
  • #1

    Thomas (Mittwoch, 07 Dezember 2016 19:47)

    Hallo Alex,

    Also ohne "The Monthly Dividend Company" kannst du aber nicht starten ... Realty Income (O)

    Hab sie im Depot und sie zahlen seit Börsengang 1994. In zwei Jahren sind die "Dividend Aristocrat". Ist eine Perle, nicht immer billig, aber im REIT Bereich meiner Meinung nach "Gold Standard"!

    Quellen:
    http://investors.realtyincome.com/dividend-information
    http://www.realtyincome.com/about/monthly-dividend-commitment/

    Gruss Thomas


  • #2

    Andreas (Mittwoch, 07 Dezember 2016 21:07)

    Das Thema REITs interessiert mich auch, Realty Income hat die WKN 899744 ?

    Werden REITs ganz normal als Aktien gehandelt? Das hatte ich bisher noch nicht verstanden. Dachte bisher das wäre eine eigene Rubrik so wie Aktien, ETFs, REITs..

    Gruß

  • #3

    MrRisiko (Mittwoch, 07 Dezember 2016 21:25)

    Sehr geil ist auch Main Street Capital <3

    http://ir.mainstcapital.com/dividends

  • #4

    Elmar (Mittwoch, 07 Dezember 2016 21:33)

    Hallo Alex,

    das ist ein interessantes Thema! Ich habe auch Monatszahler im Depot und vor einiger Zeit auch einen eigenen Beitrag dazu verfasst: http://www.sparen-anlegen-vorsorgen.de/aktien-die-eine-monatliche-dividende-zahlen/

    Dort habe ich neben einem kurzen Porträt auch die Marktkapitalisierung und Dividende betrachtet. Insgesamt sind da 14 Werte zusammengekommen. Ich bin auch noch auf der Suche nach weiteren Unternehmen, allerdings möchte ich vorerst bestehende Werte zukaufen...

    Viele Grüße
    Elmar

  • #5

    Jürgen (Mittwoch, 07 Dezember 2016 22:35)

    Habe seit ein paar Jahren auch monatliche Zahler bei mir im Depot. Und ja ! Es funktioniert.

    Der Klassiker ist in der Tat "O". Mindestens quartalsweise werden hier die Divis, meist in kleinen Schritten angehoben. "MAIN" zahlt sogar seit ein paar Jahren 14x / Jahr aus.

    Ich habe noch STAG und CLDT im Programm. Noch keine so lange Historie aber trotzdem steigern sie bislang ordentlich und zuverlässig.

    Grüße
    Jürgen

  • #6

    Sparkojote (Mittwoch, 07 Dezember 2016 22:49)

    Hallo Alex,

    Sehr schön das du dieses Thema anschneidest, ich befasse mich ebenfalls seit geraumer Zeit mit REIT's. Im nächsten Jahr will ich mir den ein oder andren REIT unter den Nagel reissen, mal schauen was sich ergibt.

    Gruss
    Der Sparkojote

  • #7

    Benny_Müller (Mittwoch, 07 Dezember 2016 23:41)

    Sehr interessantes Thema, gibt's dort von steuerlicher Seite was zu beachten oder laufen die oben genannten alle wie ganz normale Aktien ? Vielen Dank für eine Antwort.

    Viele Grüße

  • #8

    Andreas (Donnerstag, 08 Dezember 2016 03:05)

    Ist es normal das viele REITs und auch zb Realty Income mehr Ausschütten als sie Gewinn machen?

    Gibt es da irgend etwas besonderes zu beachten?

  • #9

    MS (Donnerstag, 08 Dezember 2016 08:16)

    @Andreas,

    für einen REIT hat "O" ja relativ geringe Rendite, gilt aber als felsenfest und ist Everybody's Darling. Darum wird er in so vielen Depots gefunden.
    Er schüttet nicht mehr aus, als er sich leisten kann. Man darf nicht auf die "Net Income" schauen. Wichtig ist (A)FFO), also (Adjusted) Funds From Operations.
    "When evaluating REITs, you will get a clearer picture by looking at funds from operations (FFO) rather than looking at net income. If you are seriously considering the investment, try to calculate adjusted funds from operations (AFFO), which deducts the likely expenditures necessary to maintain the real estate portfolio. AFFO is also a good measure of the REIT's dividend-paying capacity. Finally, the ratio price-to-AFFO and the AFFO yield (AFFO/price) are tools for analyzing an REIT: look for a reasonable multiple combined with good prospects for growth in the underlying AFFO." (http://www.investopedia.com/articles/04/112204.asp)
    Hier sieht man die Übersicht: http://cdn.realtyincome.com/wp-content/uploads/20160923114546/2015-Realty-Income-Historical-Performance1.pdf
    Unterhalb der AFFO ist die Ausschüttung angezeigt.
    Wichtig ist eben auch immer eine gute Vermietung (Occupancy) der Gebäude. Wenn über 98%, dann ist das schon prima.
    Trotzdem will man natürlich eine Bewertung der Aktie wissen. Siehe oben soll man ja auf die Ratio Price-to-AFFO statt Price/Earnings (KGV) schauen.
    Realty Income schreibt; "We estimate AFFO per share for 2016 of $2.87 to $2.89, an increase of 4.7% to 5.5%..." (https://s3.amazonaws.com/filecache.drivetheweb.com/mr5ir_realtyincome/697/10-26-16-Realty-Income-Q3-2016-Earnings.pdf).
    Beim heutigen Preis von ca. $55,45 wäre das also 19,80 (als eine Art KGV). Ist nicht billig, aber auch nicht übermäßig überteuert, da eben sehr beliebt. Muss man dann entscheiden, ob sie einem den Preis wert ist.

    MS

  • #10

    easydividend (Donnerstag, 08 Dezember 2016 09:27)

    Sehr interessant.

    Würde mich freuen, wenn sich auf diese Liste noch ein paar gute REITs finden würden. Für meine Zwecke könnten Monatszahler vielleicht sogar eine kleine Rendite-Steigerung bedeuten.

    Danke fürs posten!
    mfG Chri

  • #11

    Ralf (Donnerstag, 08 Dezember 2016 10:43)

    Moin,

    also zu dem vielgeliebten O.
    Ist sicherlich interessant, jedoch befindet sich die Aktie seit einigen Monaten ich nenns mal Korrekturmodus gen Süden, wobei die 50 hart umkämpft sind. Grund sehe ich einfach. Sie ist einfach zu teuer. Hatte sie selber Jahrelang im Depot, aber vor einiger Zeit fast zum Höchskurs verkauft und mít Megagewinn in Bluechips investiert. Habe sie aber weiterhin auf der Watchliste, und wenn ich der Meinung bin, dass der Boden gefunden ist, dann werde ich sie auch wieder einbuchen.

    Main Street Capital ist auch interessant, wichtig hier, wer sie diesen Monat noch vor dem 14 kauft, der hat noch Anrecht auf die Spezialdividende, von 0,275$Cent und am 28.12 ist ja Extag für die "normale" Divi von 0,185$Cent. Also wer das zuschlagen will, der kann sich damit schonmal ein Puffer zulegen. Meist Jun/Dez gibts immer Spezialdividenden.

    So, und wer noch ein paar Monatszahler sucht, hier mal noch ein paar Nummern.
    US0423151010
    CA3565001086
    US74348T1025
    US31678A1034
    US3765361080 (aber nicht mehr ganz billig)
    CA92340R1064
    CA0985461049 (könnte wieder richtig nach oben gehen, wenn der Ölpreis nachhaltig anzieht. Einer der wenigen Werte, der trotz niedrig Ölumfeld die Dividende nicht gestrichen hat, aber ist m.E. eher nur spekulative Beimischung)
    CA6665111002
    CA70137T1057

    Steuerlich gibt´s bei dem ein oder anderen Wert schon was zu berücksichtigen.
    So ist z.b. eine US4447171020 mit sagenhaften 39% besteuert, da kann man auch nix dran drehen, trotz DBA mit der BRD, denn es geht um Bodenschätze, und die werden nun halt mal anders besteuert.

    Auch kann der ein oder andere Wert einer anderer WP Zuordnung entsprechen, dass heißt sie werden zwar an der Börse gehandelt, aber bei GuV wandern diese nicht in den Freistellungstopf oder Aktienverlust/gewinntopf, sonder in den Sonstige Topf. Hier soltle man sich wirklich im Vorfeld genau kundig machen, welches töpfchen verwendet wird. Hat mich einmal selbst schon erwischt, als ich ein Wert verkauft hatte ( der ins sonstige reinrutschte) im Vorfeld ne "richtige Aktie" mit Gewinn. Tja, da die GuV nciht miteinander verrechnet wurden ( wie ich gemeint hatte), war´s Steuermäßig natürlich echt doof.
    Dies kann aber auch bei enigen Qurtalszahlern passieren.

    VG Ralf

  • #12

    Patrick (Donnerstag, 08 Dezember 2016 10:57)

    Hallo,

    es fehlt ganz sicher O - ich habe sie auch im Depot!
    Obwohl man natürlich beachten sollte, für ein Buy & Hold Portfolio sollte man REIT's nicht übergewichten, denn in der Rendite liegt auch das Risiko!

    Grüße,
    Patrick

  • #13

    MS (Donnerstag, 08 Dezember 2016 11:56)

    @Ralf,
    die 39% haben wohl was damit zu tun, dass man bei bestimmten Anlagen als Ausländer grundsätzlich in Amerika statt der normalen Quellensteuer mit dem Einkommens-Höchststeuersatz (um 39%) belegt wird. Das ist bei Trusts, MLPs, LLCs o.ä. meist so.
    Deswegen habe ich z.B. gestern den Schwung ausgenutzt, und meine ARLP (Kohle L.P.) im Plus verkauft. Da habe ich das auch gehabt;

    "This announcement is intended to be a qualified notice under Treasury Regulation Section 1.1446-4(b), with 100% of the partnership’s distributions to foreign investors attributable to income that is effectively connected with a United States trade or business. Accordingly, ARLP’s distributions to foreign investors are subject to federal income tax withholding at the highest applicable tax rate."

    Man müsste diese 39% in der Steuerklärung aufführen, und mit der eigenen (niedrigeren) Einkommenssteuer verrechnen lassen, was mir aber zu blöd ist bei den geringen Summen.

    Du hast ja den Hugoton Royalty Trust angeführt. Bei diesen Gas/Öl-Trusts, wie natürlich anderen Bodenschätzen auch, muss einem klar sein, dass es eine Depletion Zeitspanne gibt, nach der die Geldquellen der Trusts erschöpft sind. Dann ist der Wert i.d.R. NULL. Man muss hier ganz genau die Bedingungen wissen. Ich würde generell davon abraten.
    Hier ein Beispiel:

    "Trust Termination

    The Trust will wind up its affairs and terminate shortly after the earlier of (a) the sale of the NPI or (b) the net profits interest termination date, which will be the later to occur of (1) December 31, 2021, or (2) the time when 11.79 MMBOE (10.61 MMBOE to the 90% net profits interest) have been produced from the underlying properties and sold, which is estimated to be June 30, 2022 based on the Trust’s year-end 2015 reserve report. After the termination of the Trust, it will pay no further distributions.

    The Trust is required to sell the NPI and terminate if cash proceeds to the Trust from the net profits interest are less than $2.0 million for each of any two consecutive years. During the nine months ended September 30, 2016, the Trust received cash proceeds of $0.5 million from the net profits interest and, when giving effect to the November 2016 distribution, the Trust will only have received $1.9 million in cash proceeds from the NPI for the year ending December 31, 2016. Therefore, if the cash proceeds to the Trust from the net profits interest are less than $2.0 million for the year ending December 31, 2017, the Trust will be required to sell the NPI and terminate.

    The market price of the Trust units will decline to zero at termination of the Trust, which will occur around or shortly after the sale or termination of the net profits interest. As described in the Trust’s public filings, since the assets of the Trust are depleting assets, a portion of each cash distribution paid on the Trust units, if any, should be considered by investors as a return of capital, with the remainder being considered as a return on investment."

    Auch wenn manche sehr lange laufen, aber sie müssen zu Ende gehen. Deswegen wird die Bewertung auch immer geringer, weil die Reserven immer weiter abnehmen.

    2015 hat z.B. Great Northern Iron Ore (ticker:GNE) geschlossen, nach 109 Jahren (http://www.gniop.com/termination.html).

    Es gibt sehr schöne Monatszahler. Mich hat z.B. die Entwicklung meines kanadischen "Exchange Income Corporation" (TSE:EIF) überrascht.

    Wenn man wirklich (noch) in Öl was machen will, dann vielleicht der "Enbridge Income Fund" (TSE:ENF).

    MS

  • #14

    Ralf (Donnerstag, 08 Dezember 2016 13:19)

    @MS

    Erst mal zu den Trusts... dem gibt´s eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, denn wer da reingeht, der sollte sich die Dokumente wirklich im Vorfeld durchlesen. Buy an Hold funktioniert dort halt nur "bedingt".

    zu den 39% .... Mir ist ums Verrecken die Abkürzung "MLP" nicht mehr eingefallen, deshalb, dir globale Bezeichnung Bodenschätze. Weil die meisten MLPs finden sich in dem Bereich.

    @Patrik
    Nicht nur REITs sollte man nie nicht übergewichten ( auweia doppelte Verneinung *grübel* :-) ) Egal welcher Sektor, Öl, Kohle, Lebensmittel, Banken und und und .... breite Streuung sollte immer sein. Eigentlich so, wie es der Alex hier schon macht :-)

  • #15

    Christoph (Donnerstag, 08 Dezember 2016 14:52)

    Ich bin auch Inhaber und Fan von Realty income. Kunden Sind: Fedex, Dollar general usw. Also wirklich große und dazu hat man lange Veträge.
    Das mit dem zu teuer werde ich nie verstehen. 1. Reits haben einen Steuervorteil müssen dafür aber (korrigiert mich wenn die zahl nicht stimmt) vom Cashflow oder wars Gewinn?90 % ausschütten.
    Dafür gibt es halt den Steuervorteil.
    Es ist ein ganz normales Unternehmen und somit eine ganz normale Aktie, kein Fonds etc.
    Was ist denn zu teuer? Beim aktuellen Kurs gibt es 4,3% Rendite. Das finde cih sehr gut, zumal es Steigerungen gibt.
    Klar günstiger möchte jeder, aber eher geht es nach oben. Und die 50 werden nur angekratzt schon lange nicht durchschritten. Gar nicht lange her dass die 60 normal war. Also ich würde aktuell zugreifen denn sie wird sicherlich eher wieder teuer als stark billiger.

  • #16

    Michael C. Kissig (Donnerstag, 08 Dezember 2016 15:09)

    Neben Main Street Capital Corp. sollte auch Gladstone Capital Corp. nicht fehlen, beides monatlich zahlende BDCs (Business Development Companies).

  • #17

    MS (Donnerstag, 08 Dezember 2016 15:22)

    @Christoph,
    klar ist der Wert gut, darum wird er auch so gern gekauft, und man nimmt eben sogar eine relativ geringe Rendite in Kauf, wie man das bei "sicheren" AAA Bonds auch macht.
    Aber Du sagst es doch selbst, wenn man bei 90% Ausschüttung auf nur gerade etwas über 4% Rendite kommt, dann ist sie zu teuer, bzw. zu wenig AFFO pro Anteil bei dem Preis des Anteils.
    Das kann man auch bei einer ordinären Aktie mit 30-50% Ausschüttung haben. Da wäre dann noch Luft.
    O hatte ja auch mal 6...7...8% oder über 10% Rendite im Jahr 2000. Da war das angemessen. Aber jetzt ist es eben zu wenig Rendite für einen REIT, nach meinem bescheidenen Dafürhalten. Deswegen sehe ich da durchaus Abwärtspotential. Aber wie gesagt, der Wert 1a. Nur eben zu gern gekauft und damit nicht günstig. Aber das Problem gibt es eben bei allen großen und guten Werten. Man kann sagen, egal, billiger wird es nicht mehr, oder eben was anderes nehmen und warten, ob es nicht doch mal billiger wird.

    Ok, muss jetzt auf die Weihnachtsfeier. ;-)
    MS

  • #18

    Andreas (Donnerstag, 08 Dezember 2016 15:26)

    @ MS

    danke für die ausführliche Erklärung, wieder ein wenig schlauer geworden was die Bewertung von Reits angeht.
    Habe mir das pdf angesehen das gibt natürlich ein ganz anderes Licht auf die höhe der Ausschüttungsquote.

    Die geringere Rendite bei Realty Income für einen Reit nahm ich gerne in kauf als Beimischung für mein Divi Depot.
    Etwas Riskanteres mit höherer Rendite kann ja noch folgen.

    Gruss

  • #19

    Finanzielle Freiheit (Donnerstag, 08 Dezember 2016 18:55)

    Hallo zusammen,
    Eure Begeisterung für Monatszahler in Ehren, aber ist das wirklich das wichtigste Kriterium für die Auswahl des Investments. Einige meiner Vorkommentatoren haben schon auf Punkte hingewiesen wie "Mehr Dividende als Gewinn" udgl.
    Gern möchte ich auch auf meinen erst heute publizierten Artikel zu Dividendeninvestments hinweisen - er spinnt einige der Gedanken nochmal weiter: https://meinefinanziellefreiheit.com/2016/12/08/von-dividenden-juengern-die-sich-an-der-passiven-einkommensquellen-laben/
    Auf der positiven Seite wiegt natürlich die stetige Cash-Flow-Versorgung insb. für diejenigen von Euch, die bereits finanziell frei sind. Da ist ein Monatszahler natürlich so praktisch, wie eine vermietete Immobilie ;-)
    Viele Grüße,
    FF

  • #20

    Alexander (Donnerstag, 08 Dezember 2016 20:04)

    Hui, mit so einer Resonanz habe ich nicht gerechnet.

    Erst mal ein herzliches Dankeschön an alle.

    Das Thema scheint doch viele zu interessieren und es kennen sich einige ziemlich gut aus. Ich habe hier noch viel Lernbedarf.

    Auf den ersten Blick scheinen da auch kanadische Werte dabei zu sein. Ich werde mir die nächsten Tage einen nach dem anderen Wert vornehmen und bei "Eignung" die Liste ergänzen. Ich denke, dass die Liste vielleicht einigen hilft, also mir auf alle Fälle.

    Als Depotbeimischung werde ich mir auch einige Monatszahler holen, einfach weil ich es spassig finde.

  • #21

    MS (Donnerstag, 08 Dezember 2016 23:19)

    @Finanzielle Freiheit,

    es ist immer wieder erstaunlich, wieso sich immer wieder Leute bemüßigt sehen, und bitte nicht persönlich nehmen, aber das ist halt die Erfahrung, die eher keine übernationale Investment-Erfahrung haben, sich über monatliche Dividenden glauben echauffieren zu müssen.
    Es geht dabei einfach um eine gezielte Investment-Absicht. Diese nennt sich "Income Investing" (https://www.fool.de/wie-man-investiert/boersenlexikon/income-investing/).
    Jedes Investment wird mit einer bestimmten Absicht eingegangen. Wer einen Bausparplan anlegt, macht das mit einer gewissen Vorstellung usw.
    Wer glaubt, seine Aktien werden ihn in Jahren als Kursraketen reich machen, weil sie sich Dividenden sparen, dem sei sein Traum gegönnt.
    Warum kann man nicht einfach akzeptieren, dass manche Leute über das Stadium Wolkenkuckucksheim hinaus sind, und Aktien einfach als Einkommensquelle haben wollen.
    Und in Nordamerika ist das ein ganz gängiger Standard. Da gibt man sich keinerlei Illusionen hin. Aus dem Grund, weil eben das Leben monatlich Kosten verursacht, die von monatlichem Einkommen gedeckt werden wollen, deswegen will man mit dem monatlichen Einkommen neben seinem Arbeitseinkommen, das man sich ja auch nicht quarteilsweise zahlen lässt, zusätzlich aus Aktien diese Kosten bestreiten. Und so denken eben auch die US-Firmen wie Realty Income (O);

    "Why does the company pay dividends monthly?

    We pay dividends monthly because we believe our shareholders desire monthly income to pay for monthly expenses."

    Punkt und aus. Was ist daran so schwer zu kapieren?

    Ich investiere um einen Return on Investment zu erhalten, aus keinem anderen Grund. Luftschlösser können andere bauen.

    Trotzdem spekuliere ich auch, das heißt, ich kaufe Aktien des Kursgewinnes wegen als Contrarian. Ich habe vor einigen Wochen ausgebombte Tanker oder sowas wie SDLP gekauft. Das ist reine Spekulation. Zu echtem Investieren steht das im Verhältnis von vielleicht 20-30% zu 70-80%. Wenn von den Spekulationen ein Teil im Totalverlust endet, dann gleichen das die Returns der Investments aus. Wenn die Spekulationen mit 100% aufgelöst werden, dann gibt es einen kleinen zusätzlichen Boost.

    Na ja, nix für ungut. Ich ärgere mich nur regelmäßig über die leicht kleinkarierten Ansichten von Möchtegern-Bescheidwissern.

    MS

  • #22

    K.L.A. (Freitag, 09 Dezember 2016 11:00)

    Moin, ich habe selber GOOD seit etwa 5 Jahren im Portfolio - beachte bei dieser Position aber, dass GOOD nicht erhöht, dafür weiss man jeden Monat was man bekommt :)

    Generell wird man das Problem von REITs erst in einem steigenden Zinsumfeld erkennen. Wenn ich in einen (Immobilien-) REIT investiere, dann schreibe ich diese Position gedanklich ab, denn ich verstehe das Geschäft zu wenig. Solange der REIT dann nicht a) Pleite geht oder b) aufhört Dividenden zu zahlen freue ich mich monatlich :) Im allgemeinen beträgt der Anteil REITs in meinem Protfolio ~5% und ich würde mich auch nicht gut fühlen diesen sehr weit zu erhöhen. Aber als Beimischung fühle ich mich dabei OK und es macht Spass monatlich Geld zu bekommen.
    Liebe Grüsse aus der Schweiz

  • #23

    ZaVodou (Freitag, 09 Dezember 2016 11:47)

    Schön, dass das Thema REITs angesprochen wird. Ich habe mich da bisher mit meinem Engagement weitesgehend herausgehalten.
    Wenn man sich bei diesen Unternehmen die Anzahl der Aktien anschaut, sieht man, dass diese von Jahr zu Jahr zunehmen. Teilweise richtig heftig.
    Was geschieht mit dem vereinnahmten Geld aus der Ausgabe von neuen Aktien? Nun, ich vermute es werden weitere Immobilien zugekauft und das wahrscheinlich zu immer höheren Preisen. Das kann doch nicht gut sein.
    Also mir gefallen eher Firmen, deren Aktienzahl sinkt. Somit wird mein Anteil am Unternehmen immer größer.
    Wie seht ihr das mit der steigenden Aktienzahl bei REITs.

    Gruß
    ZaVodou

  • #24

    Christoph (Freitag, 09 Dezember 2016 12:20)

    @Alex: Du bist ja bei Onvista.
    Achtung Comdirekt kauf Onvista! Musst du also beobachten.

  • #25

    Finstermoor (Freitag, 09 Dezember 2016 14:15)

    In der Regel geben REITS neue Aktien aus, um weitere Immobilien zu erstehen. Soweit richtig. Zu immer höheren Preisen? Ich hoffe nicht, dass das die Regel ist, da sollten schon Profis am Werk sein, die wissen, was sie tun. Und das sieht man dann daran, welche REITS über länger besser oder halt schlechter performen.

    Die Ausgabe neuer Aktien ist bei REITS grundsätzlich nicht das Problem, da ja auch dadurch neue Mieteinnahmen erzielt werden, woraus dann die Dividende gezahlt wird. Noch mal, man bzw. die sollte(n) halt wissen, was man tut.

    Für mich okay sind aktuell O, OHI, VER, VTR, WPC, HCP und ggf. ein paar andere. Aktuell sind einige davon zu teuer (alle mit einer Dividendenrendite unter 5%). Interessant wird es, wenn die FED die Zinsen anzieht. Ich denke, dann gibt es noch mal gute Einstiegsmöglichkeiten bei den genannten.

    Ach und man kann REITS auch als Ersatz für eine eigene Immobilie sehen im Gesamtportfolio. Deswegen gehe ich da auch gern bis an die 20% ran, anteilig am Gesamtportfolie. Das ist aber eine persönliche Entscheidung.

    So long, Finster.

  • #26

    Alexander (Freitag, 09 Dezember 2016 18:18)

    @Christoph
    Ja, nachdem ich den Wechsel verdaut habe, kommt der nächste Hammer. Eigentlich wollte ich meine Ruhe und bin mit dem Freebuy-Modell sehr zufrieden. Wer weiß, wie es weitergeht. Langsam nervt das Ganze. Ich hatte ja die comdirekt-Bank ebenfalls in Betracht gezogen, es wäre nur ärgerlich, wenn ich dann wieder 10 € pro Kauf zahlen muss. Bis das alles gelaufen ist und eine Integration kommt, sollte es aber 1-2 Jahre dauern. Wenn es dumm läuft, wechsele ich eben wieder.

  • #27

    Andreas (Freitag, 09 Dezember 2016 18:22)

    Was haltet ihr von folgender liste?

    Stand von 2012:

    Federal Realty Investment Trust (FRT) – 44 Jahre Dividenden Erhöhungen
    Washington Real Estate Investment Trust (WRE) – 39 Jahre Dividenden Erhöhungen
    Universal Health Realty Income Trust (UHT) – 23 Jahre Dividenden Erhöhungen
    National Retail Properties, Inc. (NNN) – 22 Jahre Dividenden Erhöhungen
    Realty Income Corporation (O) – 18 Jahre Dividenden Erhöhungen
    Essex Property Trust Inc. (ESS) – 18 Jahre Dividenden Erhöhungen
    Urstadt Biddle Properties Inc. (UBA) – 18 Jahre Dividenden Erhöhungen

    bis auf Realty Income allerdings alles Quartalszahler, konnte mir noch nicht alle im Detail ansehen.

  • #28

    Benny (Freitag, 09 Dezember 2016 18:46)

    Hallo zusammen,
    ich finde es toll das alle zu dem Thema was schreiben und auch eine Menge Namen, ISIN und Kürzel genannt werden. Leider hat noch keiner was zum Thema Besteuerung geschrieben. Ich weiss das GOOD US3765361080 ein Monatszahler ist und wie eine normale Aktie versteuert wird. Es wäre schön wenn jemand zu den anderen Firmen was sagen könnte. Danke.

    Gruß

    Benny

  • #29

    ZaVodou (Freitag, 09 Dezember 2016 18:50)

    @Finster

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es in den USA oder wo immer man die Objekte zukauft nicht anders ist als bei uns in Deutschland. Die Zinsen sind niedrig. Das Geld sitzt locker. Da werden dann immer unrentablere Objekte zugekauft.
    Kannst du dich an die Subprime-Krise noch erinnern? Das waren auch Profis am Werk. Die haben Häuslebauer Hypothekenkredite gewährt, die diese nie hätten bekommen dürfen. Dann haben andere Profis diese Hypothekenkredite genommen und mit anderen Hypotheken zu AAA-gerateten Papiere (sogenannten ABS=Asset-Backed-Securities) gebündelt und an andere Profis - darunter viele Banken - verhökert.
    Ich habe Angst, dass sich die Geschichte wiederholt und sich nun investieren in REITs - ganz sichere Sache, stehen ja Immobilien dahinter - nennt.
    Wirtschaftskrisen wurden meist durch Immobilienblasen ausgelöst.

    Gruß
    ZaVodou

  • #30

    Christoph (Freitag, 09 Dezember 2016 20:24)

    Alex vielleicht übernimmt comdirekt auch n paar gute sachen.
    abwarten ist bestimmt richtig

    bei realty ist die Besteuerung wie bei jeder anderen us aktie
    15% durch dpa dann kurs und dann deutsche kapitalertragssteuer

  • #31

    MS (Freitag, 09 Dezember 2016 22:12)

    @Andreas,
    die Liste ist bestimmt ok. Habe jetzt gerade keine Zeit, da gerade 400 km Autobahn hinter mir. Ich mag mir auch kein echtes fachmännisches Urteil anmaßen. Ich kaufe halt mit meinem Hobbyverstand was mir so taugt.
    REIT-Experte ist auf Seeking Alpha der Brad Thomas. Müsstest mal in seinen Artikeln nach den Dingen suchen, die Dich näher interessieren; http://seekingalpha.com/author/brad-thomas/articles#regular_articles

    @ZaVodou,
    Deine Befürchtungen kann ich nur in soweit teilen, dass es das ganze System betrifft.
    Das billige Geld macht ja alle narrisch. Vielleicht kauft ein REIT ein Objekt zu teuer, aber andere Firmen kaufen vielleicht einfach zu teuer bei Merger & Acquisitions zu. Andere Firmen verlängern den Fremdkapitalhebel über ihre Verhältnisse usw.
    Wenn es dumm kommt, dann trifft es alle, die sich zu weit aus dem Fenster gelehnt haben. Mortgage REITs, die sich praktisch nur mit Hypotheken beschäftigen, sind da bestimmt anders zu beurteilen als Equity REITs mit echten Gebäuden, echten Einnahmen usw.
    Wenn man mal nach den größten Pleiten im Zuge der Subprime Krise schaut, dann hat es nach Lehman (und da weiß ich auch nicht, was da für Ränkespiele eine Rolle spielten), vor allem Firmen erwischt, die ganz normale Geschäfte betrieben. GM (Auto), Texaco (Öl/Downstream), Lyondell Chemie, Banken natürlich usw. Ein Mortgage REIT (Thornburg) war auch dabei: http://www.instantshift.com/2010/02/03/22-largest-bankruptcies-in-world-history/
    Also ich denke, das Risiko ist breit verteilt und hängt an den REITs nicht signifikant stärker an.

    @Benny,
    da ich meine REITs bei Lynx habe, der nicht in DE steuerlich beheimatet ist, kann ich keine allgemeine Auskunft geben. Ich habe immer die 15% Quellensteuer. Normal müsste, oder muss ein Ami die Einnahmen aus REITs als "Ordinary Income" mit seinem normalen Einkommen versteuern (da ja vorher nicht versteuert), es sind keine "Qualified Dividends"; (http://www.investopedia.com/articles/pf/08/reit-tax.asp). Ich vermute, das wird wohl kaum eine deutsche Depotbank unterscheiden. Ich denke, man zahlt die normale KAP i.d.R. Müsste mal jemand berichten.

    MS

  • #32

    Finanzielle Freiheit (Freitag, 09 Dezember 2016 22:13)

    @MS:

    Nicht ärgern - steht sich wirklich nicht dafür!

    Außerdem nicht zu viele Annahmen über andere treffen, da diese falsch sein könnten ;-)

    Viele Grüße und happy investing
    FF

  • #33

    Ralle (Freitag, 09 Dezember 2016 23:37)

    Oh man, super Thema.

    Ich beschäftige mich auch schon seit längerem mit Aktien oder Wertpapieren, die monatliche Ausschüttungen haben. Die Redite kommt hier nicht unbedingt von den Kurssteigerungen an sich, sondern von den regelmäßigen Dividendenzahlungen, die dann sofort wieder angelegt werden können.

    Das ist jedenfalls meine Meinung. Für dieses Modell eignen sich aber nur bestimmte Aktien. Realty Income und Main sind sehr gut geeignet. Langfristige Dividendenhistorie mit kleinen Steigerungen. Die Geschäftsmodelle dieser Aktien / REIT´s sollten auch noch in 20 Jahren gut laufen.

    Jeder muss für sich selbst entscheiden, was einem wichtig ist. Um sich eine regelmäßige Rente aufzubauen, kann es eine mögliche Lösung sein. Um dieses Rendite-Modell (Renten-Modell) einmal langfristig zu testen habe ich mir ein Wikifolio aufgebaut. Das Wikifolio läuft seit zwei Monaten. Es entspricht der Realität und ich kann mich nicht selber austricksen.
    Wenn es jemanden interessiert, hier die Adresse: https://www.wikifolio.com/de/de/profil/rallesrente . Oder nach " Der Monats Zins" suchen.

    Alexander mach weiter so, ich lese Dein Blog mit Begeisterung..
    Gruß von Ralle.

  • #34

    Ralf (Freitag, 09 Dezember 2016 23:50)

    @Benny und MS

    die 15% "Amisteuer" sind immer fällig.
    Dann kommt noch der Rest (sofern kein Freistellungsauftrag vorhanden, oder wenn schon verbraucht) Deutsche Steuer auf 25% drauf (also 10%), ggf. noch ein bissel mehr....also genau wie bei normalen Aktien auch. War zuvor bei Onvista und auch bei Codi...da wurdś auch so gemacht. *grübel* wird wohl so stimmen.... Wenns nicht stimmig sein sollte, dann wird sich meine "Steuertante" darum schon kümmern. Übrignes, hab von div. Personen gehört ( welche bei Lynx sind/waren), dass sie eine intensive Steuerprüfung hatten. (zugegeben, Depotgröße war jeweils größer 1Mio€) ... Also MS ....immer schön aufpassen :-)

  • #35

    MS (Samstag, 10 Dezember 2016 08:15)

    Ralf,

    moin, das ist mir schon klar, dass es natürlich nachversteuert wird. Das mache ich jedes Jahr. Ich meinte nur, dass die REITs nicht wie MLPs (habe z.B. noch KKR) mit dem US-Höchststeuersatz als "Quellensteuer" belegt werden, obwohl sie eben auch als "ordinary Income" unter die LOhnsteuer fallen müssten, nicht unter die pauschale KeSt (vorerst).
    Soweit ich das überblicke, und meine Steuernachzahlung über den Daumen kontrolliere, werden die auf die 25% aufgerechnet.

    Also bisher ist mein Depot in einer unverdächtigen Höhe für eine Steuerprüfung. ;-)

    @Ralle,
    leider kann man bei Wikifolio kaum was handeln, was wirklich interessant ist. Ich finde die meisten Werte nicht, die ich da haben will. Habe auch eins mal unveröffentlicht ausprobiert.

    MS

  • #36

    romka (Samstag, 10 Dezember 2016 08:22)

    Monatszahler:
    A14VN9 ARMOUR
    A0X8Y3 MAIN
    260884 GOOD
     884625 LTC
    899744 Realty
    A0B746 PSEC
    und auch A1C8BH STAG

    Grüße romka.

  • #37

    Stefan Ledabyl (Samstag, 10 Dezember 2016 09:21)

    Guten Morgen,
    ich habe mir viele Kommentare durchgelesen, weiß allerdings nicht, ob es schon erwähnt wurde. Durch Reits kann ich auch mit Immobilien Geld verdienen, das ist für mich eine tolle Möglichkeit, da ich selbst kein Haus oder ETW besitze die ich vermieten könnte. So kann ich indirekt auch noch a bissal am Immobilienkuchen teilhaben.
    Die monatliche Auszahlung wurde hier ja schon diskutiert, die Amerikaner denken ja häufig sogar von Woche zu Woche was die Lohntüte angeht.
    Ich selbst habe Main Street, Realty und Prospect Cap. als Investitionsunternehmen in meinem Depot, und bin Dankbar für jede (monatliche)-Dividende.
    Schönes Wochenende allen

  • #38

    Friedrich (Samstag, 10 Dezember 2016 14:16)

    Sehr interessante Diskussionen hier. Aus dem Rahmen fällt lediglich der Beitrag #21 von MS: warum muss man jemanden wie FF, der eine abweichende Auffassung vertritt, als kleinkarierten Möchtegern-Besserwisser bezeichnen und ihn dann noch zynisch darauf hinweisen, er möge das nicht persönlich nehmen? Was ist denn das für eine Diskussionskultur? Und wo bleibt hier die Toleranz, andere Meinungen zu akzeptieren? Ein Lob an FF, dessen Antwort (#32) vermuten lässt, dass er über den Dingen steht und auf die Polemik von MS nicht weiter eingeht.

  • #39

    Finstermoor (Samstag, 10 Dezember 2016 14:18)

    Ich hatte das Thema kurz angerissen und sehe es wie du. Dazu gibt es keinen Stress mit einer eigenen Immobilie, in der Regel auch etwas höher Gesamtrendite, die halt wie immer mit einem etwas höheren Risiko erkauft wird. Aber wenn man gut streut ...

    Jeder muss für sich selbst wissen, was besser ist. Ich setze auf ca. 20% REITS in meinem Gesamtportfolio als Immobilienersatz. Die Liste besteht dann aber auch nur aus soliden Performern, z.b. O, OHI oder WPC.

    So long, Finster.

  • #40

    Alexander (Samstag, 10 Dezember 2016 16:17)

    @Benny
    GOOD habe ich schon länger, die Dividenden werden ganz normal behandelt.

    @ZaVodou
    Das Problem bei der Finanzkrise waren eher nicht die Immobilienbesitzer, sondern viel mehr, dass Hypothekenkredite schlechter Bonität aufgekauft, gebündelt und über Derivate (CDS) mit Bestnoten versehen wurden, um sie dann an "Dumme" weiter zu verscherbeln.

    @Finstermoor
    Sehe ich genauso, lieber 5.000 € mit einem REIT "riskiert" als für 150.000 € eine Wohnung auf Kredit gekauft, in der Hoffnung einen guten Mieter zu erwischen.

    @FF
    Ich finde den Artikel auf deiner Seite durchaus ok, er ist neutral geschrieben und greift niemanden persönlich an.

    @Ralle
    Danke für das Lob.

    @all
    Die nächsten Tage habe ich nun genug "Stoff" und werde nach und nach die Liste erweitern. Einige Mails müssen auch noch beantwortet werden, daher kann es etwas dauern.

  • #41

    Bankenmärchen (Samstag, 10 Dezember 2016 20:26)

    Tolle Diskussion hier! Viele Meinungen und super Anregungen. Danke dafür. Aus meiner Sicht können REITs eine sinnvolle Depotbeimischung sein. Ich für meinen Teil, begrenze das Engagement auf einen kleinen Anteil.

  • #42

    Oliver (Montag, 12 Dezember 2016)

    Ich habe auch ein paar Monatszahler, die hier bereits genannt wurden bis auf eine Ausnahme: Veresen (FCGYF). Ist aber nicht mein bestes Investment. Stabile Dividende bisher, aber ein unsicherer Kandidat.

    Ich würde die Monatszahler nicht verteufeln, aber auch kein zu großes Augenmerk auf diese Gesellschaften legen. Wenn man mit dem Investieren anfängt, finde ich sie als Motivationsvehikel allerdings sehr brauchbar. Die genannte Prospect Capital besitze ich auch (eher kleiner Posten) und ich bin ein großer Fan von Main Street Capital (da habe ich einen größeren Posten). Schön daran ist, dass man einen monatlich wiederkehrenden Auszahlungsposten hat. Speziell Kanada hat bei Monatsauszahlern viel zu bieten und da ist meiner Meinung durchaus interessantes dabei.

    Das Thema Monatszahler wird sich aber dann abschwächen, wenn man über die erste Phase hinaus ist und es normal wird, dass man im Monat 10 oder mehr Dividendeneingänge bekommt. Ab da hat man die Regelmäßigkeit passiver Einnahmen, wenn das zur eigenen Investmentstrategie gehört (ist bei mir der Fall).

    Mir ist bei den Monatszahlern allerdings im Gegensatz zu den Quartalszahlern aufgefallen, dass viele Unternehmen sehr viel ausschütten gemessen am Gewinn. Das erscheint mir wesentlich risikoreicher, deshalb sollten solche Werte nur Beimischung sein. Alexander hat z.B. auf seiner Liste ganz am Anfang einen richtig fürchterlichen Wert mit den Armour REITs. Ein sehr gutes Lehrbeispiel, das Auszahlung nicht alles ist und man z.B. von solchen Unternehmen besser die Finger lässt.

    Ich bin ein großer Fan von REITs und besitze inzwischen sieben unterschiedliche Werte. Aber auch hier sollte man aufpassen, nicht zu teuer zu kaufen. Die O wurde schon richtig diskutiert und da kann man sich durchaus andere REITs überlegen, die wesentlich mehr Rendite einfahren. Der Kurs ist dort nur so hoch, weil viele Leute diesen Wert besitzen möchten. Ich habe sogar zwei etwas risikovollere Werte beigemischt: ARI und STWD. Beide haben eine hohe Rendite, aber man muß sich natürlich bewusst sein, dass man, wenns blöd läuft, das Geld abschreiben muß. Trotzdem finde ich, dass man ein paar schnubeligere Werte besitzen darf, weil man tatsächlich mit einigen richtig gut fährt und damit eine gute Chance hat, mehr Performance zu bekommen. REITs sind stark abhängig von der Zinsentwicklung. Wenn ich z.B. sehe, dass die Entwicklung zu höheren Zinsen sich beschleuinigt, werde ich das meiste im REIT-Bereich erstmal abstoßen. Momentan habe ich solche Pläne nicht.

  • #43

    Alexander (Montag, 12 Dezember 2016 19:49)

    Bei Monatszahlern muss man sich im Klaren sein, dass es meistens kein Dividendenwachstum gibt. Ich werde diese auch nicht Übergewichten, aber so 20 % Depotanteil könnte ich mir vorstellen. Als Obergrenze habe ich mir maximal 5.000 € gesetzt, bei Finanzwerten eher 2.000 €. Wenn ich mir so ein Teil kaufe, dann ist das Geld ausgegeben wie für eine Tafel Schokolade.
    Bei Main Street Capital bin ich irgendwie noch skeptisch, da ich nicht einschätzen kann, ob die eine Finanzkrise überleben würden. Wenn die Zinsen steigen, sollten die Kurse fallen, ähnlich wie bei Anleihen. Man könnte sie auch behalten, wenn man keinen Wert auf Kursgewinne legt.

    Ich muss mich unbedingt mit der kanadischen Quellensteuer befassen, da habe ich noch erhebliche Defizite. Ich verschließe mir dadurch einen interessanten Markt.