Kauf Donaldson Company Inc.

Nach dem Verkauf meiner Beteiligung an Airgas habe ich mir die Donaldson Company gegönnt.

 

Donaldson entwickelt und baut alle möglichen Arten von Filtersystemen. Auf den ersten Blick ziemlich langweilig, aber dem ist nicht so. Das Firmenportrait habe ich an den Blogbeitrag angehängt und ist im Bereich Unternehmen eingefügt.

 


Gekauft habe ich insgesamt 52 Aktien für 1.492,28 € incl. Gebühr. Die Dividende liegt aktuell bei 0,68 $ pro Jahr, demnach errechnet sich eine Dividende von 35,36 $ bzw. rd. 33 € vor Steuern. Die Bruttorendite liegt demnach bei 2,2 %.


 

Firmenportrait


Die Donaldson Company wurde 1915 als Dreimannwerkstatt von Frank Donaldson gegründet. Das erste Produkt war ein Luftfilter für Dieseltraktoren. In der 100jährigen Geschichte wurde das Produktangebot an Filtersystemen durch Eigenentwicklungen und verschiedenen Übernahmen ständig erweitert.

  

Das heutige Produktsortiment umfasst alle Bereiche, in denen Filter, Abscheider etc. benötigt werden. Dies geht von einfachen Kraftfahrzeugfiltern bis zu kompletten Filteranlagen für Kraftwerke. Die Filtertechnologie deckt alle Bereiche wie Luft, Öl, Gas, Wasser, Hydraulikflüssigkeiten ab.


Das Unternehmen beschäftigt weltweit über 12.000 Mitarbeiter und ist in 44 Ländern vertreten. Donaldson hat über 1.600 Patente und entwickelt auch Speziallösungen auf Kundenwunsch. Es werden alle Bereiche wie z. B.  Agrarkultur, Medizin, Verteidigung, It-Technik, Transport, Energieerzeugung u. v. mehr abgedeckt.


Die Kennzahlen:

Bei meinem ersten Kauf 2015 liegen folgende Kennzahlen zu Grunde. Die Dividendenrendite beträgt rd. 2,3 %, die Ausschüttungsquote liegt bei 44 %. Die Eigenkapitalrendite liegt bei beachtlichen 23 % und die Gesamtkapitalrentabilität bei 10 %. Die Eigenkapitalquote mit ca. 43 % ist durchaus im Rahmen. Donaldson erhöht seit 29 Jahren die Dividende ohne Unterbrechung und zählt somit zu den Aristokraten. Die Steigerungsrate der letzten 10 Jahre liegt im Schnitt bei 18,9 % pro Jahr.


Meine Erwartungen:

Filtersysteme werden immer gebraucht. Der Umweltschutz wird weiter an Bedeutung zunehmen und technische Systeme werden immer diffiziler, d. h. diese bedürfen immer ausgefeilterer Filtertechniken.  Filtersysteme haben viele Verbrauchskomponenten, diese müssen regelmäßig ausgetauscht werden und liefern somit immer einen Grundumsatz. Sollte die Dividende weiterhin im zweistelligen Bereich gesteigert werden, wären in 16 Jahren Renditen von 15 % bis 20 % auf meine Anlage durchaus möglich. Donaldson ist eine relativ kleine Firma mit einer Marktkapitalisierung von etwas über 4 Mrd. $ und hat durchaus das Potential weiter zu wachsen. Insgesamt stehen lediglich 150 Mio. Aktien aus und es wird seit Jahren ein Rückkaufprogramm durchgeführt. Donaldson ist daher genau nach meinem Geschmack.



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Kommentare: 9
  • #1

    Olli (Sonntag, 22 November 2015 18:48)

    Vielen Dank für deine interessante Unternehmenspräsentation!

    Der Ausblick für 2015/2016 schaut bei +/- 2 % Umsatzveränderung und einem EPS im Bereich von 1,56 bis 1,76 $ (in 2013/2014 bei 1,76 $ und 2014/2015 bei 1,49 $) wieder etwas freundlicher aus.

    Ist dir bekannt woher der Gewinneinbruch im letzten Jahr stammt? Auch ist das Eigenkapital im sellben Maßstab stark gesunken wie die Verbindlichkeiten angestiegen sind?

    Insgesamt scheint mir bei den Ergebnissen der Währungseinfluß relativ groß. Für das aktuelle Bilanzjahr rechnet das Unternehmen mit einem Euro zu Dollar von 1,09.

    Siehe auch Bilanz und Ausblick auf der Homepage vom 01.09.2015:
    http://www.b2i.us/profiles/investor/ResLibraryView.asp?ResLibraryID=78739&GoTopage=2&Category=1896&BzID=960&G=274

  • #2

    Alexander (Sonntag, 22 November 2015 19:32)

    Ein großes Ereignis, dass den Einbruch erklärt habe ich nicht gefunden. Ob es mit der Dollarstärke, der Fabrikschließung in China oder dem Restrukturierungsprogram zusammenhängt habe ich auch nicht herausgefunden. Ich bin allerdings deshalb optimistisch gestimmt, weil der Chart scheinbar einen Boden gefunden hat und die Aussichten auch wieder besser sind. Insgesamt sehe ich die Probleme eher temporärer Natur und nicht existenziell. Ich erwarte auch nicht, dass die Dividenden in dem Maße wieder steigen wie die letzten Jahre. Allerdings gehe ich davon aus, dass Donaldson seine Probleme lösen kann bzw. bereits weitestgehend hat.

  • #3

    Alex von Reich-mit-Plan.de (Sonntag, 22 November 2015 21:49)

    Interessanter Wert. Stand bisher noch nicht auf meiner Dividenden-Alarm Liste.
    Ich hab sie jetzt mal mit aufgenommen.
    Gruß
    Alex

  • #4

    Ric (Montag, 23 November 2015 13:37)

    Hallo Alexander,

    tolle Analyse und interessantes Unternehmen. Hatte Donaldson gar nicht auf dem Radar. Eine Dividendensteigerung von 16,72 ist echt super!

    Viele Grüße
    Ric

  • #5

    Alexander (Montag, 23 November 2015 19:05)

    Hallo Ric,

    dass sich das sehr schnell ändern kann, sieht man ja 2015. Ich sehe Donaldson auch nicht als den Basiswert wie Coca-Cola, P&G usw.
    Als Depotbeimischung aber durchaus interessant. Das Schlimmste was mir passieren kann, ist, dass Donaldson pleite geht. Das werde ich aber überleben.

    Viele Grüße

  • #6

    Christoph (Dienstag, 24 November 2015 13:32)

    Alex,
    ich finde Nebenwerte auch ganz gut. Oft entwickeln die sich gut.
    Du schreibst ja es ist kein Basiswert wie zB Coca Cola und P&G. Was sind Deine Basiswerte und wieso genau?
    Weil es Big Player sind?
    Wie stehst du eigentlich zu Themen wie Umweltverhalten der Unternehmen oder auch Zukunftsthemen wie zB Internet der Dinge? Das wird ja ein riesen Markt.
    Ich werde die nächsten Käufe u.a. mit GE und Cisco tätigen.

    Ich kann mich irren, aber hattest du nicht in einem Thread geschrieben, dass du Dividenden Zahlungen aus Irland umgehen willst? habe jetzt einige Seiten durchsucht und finde nur, dass Irland unkompliziert ist da nur 15% Quellensteuer berechnet wird. Habe vor kurzem Pfizer gekauft und durch die Fusion mit Allergan wird vermutlich die Dividende zukünftig aus Irland kommen.

    Wie gehtst Du eigentlich generell mit der Gewichtung deines Depots um? Sprich Gewichtung Nahrungsmittel, Energie, Verbrauchsgütern etc. hast Du da einen Plan den du verfolgst oder möchtest Du einfach überall ein paar Unternehmen haben und die Gewichtung hängt nur von den einzelnen Unternehmen dann ab, wobei dann ein Sektoe auch deutlich größer als andere sein könnte?!
    Du gibst ja auch deinen freien cash an. Hast Du den für private Notfälle geplant oder wartest du auf einen Crash etc um dann zuzuschlagen?
    Fragen über Fragen^

    Grüße und weiterhin fette Dividendenzahlungen wünsch ich

  • #7

    Alexander (Dienstag, 24 November 2015 20:18)

    Hallo Christoph,
    als Basiswert definiere ich für mich die Big-Player. Hoher Bekanntheitsgrad, große Marktkapitalisierung und Produkte des täglichen Bedarfs. Eben Coca-Cola, McDonalds usw.

    Umweltverhalten der Unternehmen ist mir weitestgehend egal, solange sie nicht die größten Dreckbären sind oder Versuche an Kindern machen. Meine Ethik ist da ziemlich niedrig angesetzt. Tabak, Alkohol, Rüstung - alles kein Thema.

    Zukunftsthemen. In meinem Rentendepot lege ich wert auf Firmen, die sich bewährt und eine rel. große Marktstellung haben. Etwas Zukunft habe ich ja mit Software und Mobilfunk drinnen. Im Spieldepot setze ich auch mal auf junge Unternehmen, die es vielleicht schaffen. Mit dem Rentendepot möchte ich regelmäßige, rel. sichere Erträge haben.

    Irland habe ich nichts geschrieben. Ich meide komplizierte Steuerländer wie Frankreich, Spanien, Italien etc. Irland habe ich gar nicht auf der Liste, ist aber interessant, jetzt wo du es sagst.

    Eine Gewichtung bezüglich der Branchen habe ich nicht, also alles durcheinander. Mein einzigstes Ziel ist, von allen Unternehmen zum Tag X die gleichen Zahlungen zu bekommen. Ob ich dann in einem mehr Investiert habe, spielt keine Rolle. Ich versuche einfach die meisten Bereiche abzudecken. Ich führe da auch keine großartigen Analysen durch, wo - was - wie herkommt.

    Das Cash ist rein für das Rentendepot. Für Notfälle, Reparaturen etc. habe ich ein extra Konto. Schön getrennt bei einer anderen Bank. Für einen Crash plane ich nicht vor. Allerdings habe ich eine Tabelle, bei der ich durchgerechnet habe, wie viel ich spare, wie viel extra kommt und ich wie viel ich vorhalten muss, um dann jeden Monat 1.500 € zu investieren und zwar die nächsten 16 Jahre ^^. Sollte mir die Berechnung sagen, dass ich mir einen zusätzlichen Kauf leisten kann, dann investiere ich 3.000 € in dem Monat.

    Ich hoffe einen Teil deiner Fragen beantwortet zu haben :)
    Ansonsten raus damit.

    Grüße und gute Investments

  • #8

    Alex von Reich-mit-Plan.de (Donnerstag, 26 November 2015 11:57)

    Bei der spanischen Quellensteuer ist es gar nicht mehr so schlecht. Der Großteil (15%) der 21% wird mittlerweile angerechnet in Deutschland. Die verbleibenden 7% kann man verschmerzen. Zumindest ist diese neue Regelung deutlich besser als bisher wo komplett die 21% gezahlt werden mussten.
    http://finanzjournalisten.blogspot.de/2015/04/spanische-dividenden-erleichterungen.html
    Gruß
    Alex

  • #9

    Alexander (Donnerstag, 26 November 2015 18:02)

    Danke für die Info. Wobei 7 % doch relativ ist, ab 100k Dividende wird das schon interessant, aber da kann man sich dann die Mühe machen und den Rest zurückfordern.