Kauf Patterson Companies

Der Depotausbau geht mächtig voran. Heute habe ich 37 Aktien der Patterson Companies gekauft. Mein 11. Kauf und mein 29. Unternehmen im Depot. Investiert habe ich dafür 1.532,42 € incl. Gebühr.

 

Die Dividendenrendite liegt derzeit bei ca. 2,1 % und es werden 0,96 $ im Jahr ausgeschüttet. Ich bekomme künftig 35,52 $ zusätzlich im Jahr Dividende, was netto und nach Steuer mit ca, 23 € zu Buche schlägt. Meine Dividendeneinkünfte erhöhen sich damit um knapp 2 € im Monat.

 

Bei einer angenommenen Wachstumsrate der Dividende von 15 % im Jahr, könnte ich in 15 Jahren mit geschätzt 190 € rechnen, was eine Rendite von 12 % auf diese Investition bedeutet. Natürlich kommt das auf den Dollarkurs an, aber da bin ich zuversichtlich.

 

 

Patterson Companies

 

1877 eröffneten die Brüder John und M.F. Patterson in Milwaukee ihr erstes Geschäft. Das Geschäft teilt sich auf zwei Hauptbereiche auf. Zum Einen beliefert Patterson Zahnärzte in ganz Nordamerika mit Produkten für Praxen, angefangen von Verbrauchsmaterial wie Materialien für Füllungen und Kronen bis hin zu ganzen Praxiseinrichtungen. Der zweite Teil ist die Veterinärmedizin, welche sich in die Bereiche Haustiere und Nutztiere aufteilt und auch in England tätig ist. Das gesamte Angebot umfasst weiterhin Medikamente, Dienstleistungen und Softwarelösungen zur Optimierung von Bestell- und Organisationsabläufen.

 

 

Die Kennzahlen:

 

Das Unternehmen ist relativ klein und hat lediglich eine Marktkapitalisierung von rd. 4,5 Mrd. $. Die Eigenkapitalquote lag in den letzten 5 Jahren zwischen 50 % und 60 % und die EK-Rendite liegt bei ca. 15 %. Die Dividendenrendite lag in den letzten 5 Jahren bei durchschnittlich 1,6 % und die Steigerung der Dividende bei durchschnittlich 24 %, was aber durch die erste Erhöhung im Vergleich zu 2010 mit 50 % verfälscht. Eine Steigerung von 15 % sollte realistischer sein. Die Ausschüttungsquote mit 40 % lässt für weitere Steigerungen durchaus Spielraum.

 

Meine Erwartungen:

 

Patterson ist in seinem Bereich der Zahnmedizin Marktführer und wer Zahnschmerzen hat, geht zum Zahnarzt, egal wie die Konjunktur läuft. Der Bereich Veterinärmedizin ist ein Wachstumsmarkt, gerade im Bereich der Haustiere. Bei weiterhin steigenden Gewinnen und unter der Annahme einer Steigerung der Dividende in den nächsten Jahren, ist eine zweistellige Dividendenrendite durchaus erreichbar. Das Geschäft ist relativ konjunkturunabhängig und sollte für mein Depot eine gewisse Stabilität liefern.

 

 

Stand 05/2016

Patterson Companies Aktie

Patterson Companies Aktie Chart
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Die Deutsche Telekom AG - oder es geht doch

Durch einen Beitrag von Der Couponschneider animiert, habe ich mich hingesetzt (obwohl das Wetter super ist) und untersucht, wie sich das Investment in die Telekom langfristig entwickelt hätte, wenn man regelmäßig investiert. Man liest immer wieder, wer bei der Telekom zum Höchstkurs eingestiegen ist, sitzt auf fetten Verlusten, deshalb ist das mit den Aktien Teufelszeug, die Börse ein Casino für Zocker und am Besten legt man sein Geld auf das Sparbuch.

 

Im November 1996 ging die Telekom mit Trara an die Börse und die Deutschen verfielen in ein bisher ungekanntes Ausmaß in ein Aktienfieber. Nach dem Zusammenbruch des Neuen Marktes leckten sich alle die Wunden und schworen sich "Nie mehr".

 

Was aber, wenn ein Investor dabeigeblieben wäre?

Ich gehe davon aus, dass jemand seit dem Börsengang jedes Monat 100 € spart (damals 200 DM) und einmal im Jahr Telekomaktien kauft. Seine Dividende sammelt und diese dann mit seinen gesparten 1.200 € investiert. Das ganze zum 1.  Januar jedes Jahr und alternativ zum 1. April.

 

Zunächst habe ich mir die Kursdaten zu den Zeitpunkten geholt und die Dividenden notiert, das Ganze in eine Excel-Tabelle geschmissen und nun seht selbst.

 

 


 

Das Ergebnis weicht natürlich etwas voneinander ab, aber es bleibt festzuhalten, dass der Investor unterm Strich im Plus ist. In dieser Zeit hat die Telekom eine Achterbahnfahrt hinter sich und zweimal die Dividende komplett ausfallen lassen. Der Neue Markt, 911, Lehmannpleite und allen Crashs zum Trotz, befinden sich 2.600 bzw. 2.700 Aktien im Depot und die Dividendeneinnahmen liegen in beiden Fällen über 1.400 €.

 

Investiert wurden ohne Dividenden 24.000 € und der Depotwert liegt im Mittel bei rund 42.000 €. Was immerhin fast 100 % Gewinn entspricht.  In beiden Fällen wurden über 12.000 € an Dividenden generiert.

 

Wenn also wieder einmal im Bekanntenkreis auf die Telekom geschimpft wird, dann lächelt nur, denn ihr wisst es besser.

 

Nun ist die Telekom nicht unbedingt ein Paradebeispiel für ein mustergültiges Unternehmen. Es würde sich sicherlich lohnen, diese Untersuchung mit Standartunternehmen aus dem DAX wie Siemens, BASF, adidas usw. zu machen (oder dem Dow Jones). Da schaut es viel besser aus. Man kann sich auch die Problemfälle Deutsche Bank, E.ON, RWE usw. näher anschauen. Weiß man denn, ob diese in 10 Jahren nicht auch wieder besser dastehen?

 

Ich bin davon überzeugt, wenn man sich ein Portfolio aus einigen guten großen Unternehmen zusammenstellt und diese regelmäßig über Jahre "bespart", hat man eines Tages ein gutes Einkommen. Hat man das Glück, nicht allzu viele Problemfälle ausgewählt zu haben, dann sollte nichts mehr schief gehen und hat für seine arbeitsfreie Phase gut vorgesorgt.

 

Sollten Fragen zu den Tabellen bestehen, beantworte ich die gerne.

 

Diese kleine Betrachtung bestätigt mich jedenfalls, auf dem richtigen Weg zu sein.

 

(Kauft aber nicht gleich alle Telekom, da gibt es wahrlich bessere Unternehmen)

 

 

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Cool bleiben und Dividenden kassieren

Cool bleiben und Dividenden kassieren

 

hört sich erst mal cool an. Das Buch von Christian W. Röhl und Werner Heussinger hat 255 Seiten und verspricht mit Titel das clevere Kassieren von Dividenden.

 

Ausführliche Rezensionen findet man auf Amazon oder bei lesemehrwert , daher erspare ich mir hier, alles zu wiederholen.

 

Die erste Hälfte behandelt die Fehltritte der Anleger und was sie sich von Bankberatern (besser Verkäufern) aufschwatzen lassen. Es wird auch der Einfluss von Dividenden bezogen auf die Gesamtperformance erläutert und warum Dividenden ein Qualitätsmerkmal von Unternehmen sind. Das Ganze ist in einer etwas losen Art geschrieben, was das Lesen angenehm macht und manchmal zum Schmunzeln anregt.

 

Gespannt auf den zweiten Teil, wann es denn nun losgeht, war ich etwas enttäuscht. Letztendlich entwickeln die Autoren eine Handelsstrategie, die als Kernpunkt die Dividendenzahlungen und deren Erhöhungen als Basis hat. Derartige Strategien gibt es viele, sei es mit dem KGV, KBV, KUV und was nicht alles für Kennzahlen. Wo die Kriterien nicht ganz entsprechen, werden diese einfach aufgeweicht nach dem Motto "Was nicht passt, wird passend gemacht". Im Endeffekt soll man einmal im Jahr seine Aktien nach den vorgegebenen Kriterien überprüfen und bei Bedarf austauschen, also nichts Neues. Es werden dann noch Backtests durchgeführt, die die Funktionsweise des Systems untermauern sollen und das man eine Outperformance vom Markt erreicht. Ganz am Ende geben die Autoren noch den Hinweis, dass sämtliche Untersuchungen ohne Gebühren und Steuern stattgefunden haben. Ich habe das nicht im Detail überprüft, denke aber, dass unter Berücksichtigung der anfallenden Kosten, die Strategie nur mittelmäßige Ergebnisse erzeugt. Dies sollte man mit einfachen ETF´s genauso gut erreichen. Interessant sind die Übersichten mit den Dividendenzahlungen einzelner Aktien, hier spart man sich die Mühe, selber nach geeigneten Kandidaten zu suchen.

 

Fazit:

 

Der erste Teil ist unterhaltsam und auch lehrreich, dafür lohnt sich das Buch durchaus. Wer eine echte Dividendenstrategie oder eine Value-Anlage nach Warren Buffett oder anderen Langfristanlegern sucht, dürfte enttäuscht werden. Für einen Einsteiger oder eine Leseratte ist es gut geeignet, für einen tieferen Einstieg in das Aktiengeschäft ist es zu oberflächlich, vor allem, wenn man sich speziell für Dividenden interessiert. Von mir bekommt der erste Teil fünf Sterne und der zweite Teil knapp 3 Sterne.

 

Sterne:  3,5 von 5

 

 

 

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Kauf The Dow Chemical Company

Heute habe ich mir komplett außer der Reihe ein weiteres Unternehmen in meinen Garten (Depot) geholt.

 

Ich habe 1.522,61 € investiert und dafür 33 Aktien bekom-men. Mein 10. Kauf dieses Jahr und mein 28. Unternehmen im Depot.

 

Dow zahlt aktuell eine Quartalsdividende von 0,46 $, bezogen auf meine 33 neuen Aktien rechne ich mit etwa 53,25 € Dividende brutto, also nach Steuer etwa 39,21 € im Jahr. 

 

Die Dividendenrendite liegt bei 3,50 % bzw. netto bei 2,58 %. Meine monatlichen Einnahmen erhöhen sich damit um etwa 3,26 € und liegen auf Sicht der nächsten 12 Monate inzwischen bei über 140 €. Das nächste Ziel ist, die 150 € Grenze.

 

Das Unternehmensprofil habe ich im Bereich Unternehmen abgelegt, wo ich es unregelmäßig aktualisieren werde.

 

Dow Chemical

 

Die Dow Chemical schaut auf eine über 100jährige Geschichte zurück. Die Firma wurde 1897 von Herbert Henry Dow gegründet und gilt heute als zweitgrößtes Chemieunternehmen der Welt (nach BASF). Dow, wie die Firma kurz genannt wird, hatte zum Stand 2015 rd. 49.500 Beschäftigte, die an 179 Standorten in 35 Ländern tätig sind. Es werden über 6.000 Produkte hergestellt, die in allen Industrie- und Lebensbereichen zu finden sind. So zum Beispiel in den Bereichen Nahrungsmittel, Agrar,  Elektronik, Möbel, Haushaltswaren, Öl und Gas, Gesundheits- und Hauspflege, Textilindustrie, Oberflächenbeschichtungen, Klebstoffe, Wasseraufbereitung, Papier und dem Baugewerbe. Im Bereich Kunststoffe gilt Dow als der größte Hersteller weltweit.

 

Im Dezember 2015 geben Dow und DuPont ihre geplante Fusion bekannt. Das neue Unternehmen  soll den Namen DowDuPont erhalten und nach ein bis zwei Jahren in drei selbständige Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufgespalten werden. Ob und wie es letztendlich kommt, bleibt abzuwarten.

 

Die Kennzahlen:

 

Dow zahlt seit 1900 eine Dividende, zwar schwankt diese, da das Geschäft relativ zyklisch ist und wurde in den Jahren 2009 und 2010 gekürzt, wächst seitdem aber wieder.  Dow zählt deshalb nicht zu den Aristokraten. Die Dividendenhistorie der letzten 100 Jahre kann auf der Firmenhomepage als PDF heruntergeladen werden.

 

Die Eigenkapitalquote lag in den letzten fünf Jahren zwischen 30 % und 40 %. Die EK-Rendite ist ebenfalls sehr schwankungsfreudig und lag Mitte 2016 bei 25 %. Die Angaben der Ausschüttungsquote schwanken je nach Finanzseite zwischen 35 % und 53 %.

 

 

Meine Erwartungen:

 

Dow ist nicht der klassische Dividendenaristokrat und dazu auch noch zyklisch. Ich gehe jedoch davon aus, dass die Firma die nächsten Jahrzehnte weiterhin am Markt tätig ist und regelmäßig Dividenden ausschüttet. Durch die Produktvielfalt kann man sehr weite Bereiche abdecken und die mögliche Fusion bietet Chancen. Die Dividendenentwicklung ist schwer abzuschätzen, aber als Basisinvestment sollte Dow ein langfristig stabiler Baustein in meinem Depot sein.

 

 

Dow Chemical Aktie

Dow Chemical Aktie Chart
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Dividenden 1. und 2. Woche Mai

Meine Dividendeneinnahmen in den ersten beiden Maiwochen belaufen sich auf 119,20 € netto. Den dicksten Brocken lieferte dabei BAT, die nur zweimal im Jahr ausschütten.

 

BAT                    87,60 €

Yum! Brands    16,95 €

General Mills    11,65 €

 

Die gesamten Einnahmen 2016 summieren sich damit auf  655,12 €.

 

Die aktuelle Entwicklung ist in der untenstehenden Grafik zu entnehmen. Da noch einige kleinere Beträge ausstehen, werde ich den April noch übertreffen. Den März werde ich aber nicht toppen. 

 

 

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Kauf Starbucks

Heute habe ich Starbucks neu in mein Depot aufgenommen.

 

Ich habe 1.493,25 € investiert und 30 Aktien erhalten. Starbucks ist meine 27. Position im Depot und zahlt in den Monaten Februar, Mai, August und November eine Dividende von aktuell 0,20 US-Cent pro Aktie. Künftig erhalte ich 15,50 € Dividende im Jahr  nach Steuern, was einer Rendite von gerade mal 1 % entspricht. Ich habe die Aktie trotzdem gekauft, da ich langfristig von einer deutlichen Steigerung der Dividende ausgehe und man dem zarten Pflänzchen Zeit zum Wachsen geben muss. Wenn ich mir den Chart anschaue, ist die Aktie etwas vom Hoch zurückgekommen und der Einstieg ist vielleicht nicht der Schlechteste. Den richtigen Zeitpunkt erwischt man eh nie und bei einem deutlichen Kurseinbruch werde ich nachkaufen (oder früher).

 

Durch den Kauf erhöht sich mein durchschnittliches monatliches Dividendeneinkommen um sagenhafte 1,27 € auf rd. 141 €, was sich die nächsten Jahre hoffentlich relativieren wird.

 

Aktuell liegt die EK-Rendite bei ca. 40 % und die Kapitalrentabilität bei 17 % (Quelle Yahoo-Finance). Die Ausschüttungsquote liegt bei ca. 40 % und das Dividendenwachstum der letzten 5 Jahre bei 31 %. Dieses wird wohl nicht halten, aber mit 20 Prozent kalkuliere ich schon die nächsten Jahre.

 

Das nachfolgende Unternehmensprofil findet ihr auch im Bereich Unternehmen.

 

 

Starbucks

 

Starbucks wurde 1971 als kleine Kaffeerösterei gegründet und handelte mit Kaffee, Tee und Gewürzen. Es gab gerade mal ein Geschäft am Pike Place Market in Seattle. In den nächsten Jahren wuchs Starbucks auf über 22.500 Standorte in mehr als 50 Ländern (Stand Juni 2015). In den Stores werden inzwischen auch Sandwiches, Backwaren, Salate usw. verkauft, Merchandising Produkte runden das Angebot ab. Die Stores werden teilweise selber betrieben und laufen teilweise als Franchise, die letzte mir bekannte Aufteilung lag grob bei 50 : 50 (2011).

 

 

Die Kennzahlen:

 

Die Eigenkapitalquote schwankte die letzten 5 Jahre zwischen 40 % und 60 % und die Eigenkapitalrendite lag außer 2013 immer deutlich über 20 %. Starbucks zahlt erst seit 2010 eine Dividende, erhöht diese aber regelmäßige über 20 %. Die durchschnittliche Dividendenrendite der letzten 5 Jahre lag bei 1,24 % und die Ausschüttungsquote bei rd. 40 %. Eine gute Übersicht findet man bei verschiedenen Finanzseiten wie z. B. bei ariva.

 

 

Meine Erwartungen:

 

Starbucks ist ein Newcomer bei den Dividendenzahlungen. Ich erwarte, dass die Dividenden weiterhin steigen und sich langfristig die Dividendenrendite dadurch erhöht. Es ist durchaus Potential für weiteres Storewachstum gegeben und die Erfolgsgeschichte sollte noch einige Jahre anhalten. Der Verkauf von Kaffee, Tee, Snacks usw. ist weniger zyklisch, es dürften zwar in konjunkturell schwachen Zeiten die Umsätze leiden, aber letztlich wird immer etwas verdient sein. Sollte die Dividende in den nächsten Jahren um ca. 20 % pro Jahr gesteigert werden, könnte eine Dividendenrendite in 15 Jahren von 19,25 % auf die Erstinvestition möglich sein.

 

Stand 05/2016

 

Starbucks Aktie

Starbucks Aktie Chart
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Abwesenheit?

Inspiriert zu diesem Beitrag hat mich mein Bloggerkollege Michael vom Dividenden-Sammler.

 

Was tun, wenn man einige Zeit abwesend ist? Die Leser vorab informieren oder lieber doch nicht?

 

Es kann natürlich immer wieder vorkommen, dass man als Betreiber eines Blogs beruflich ein paar Tage unterwegs ist oder auch mal krank wird. Dann ist man einfach nicht erreichbar. Die schönste Zeit im Jahr ist die Urlaubszeit. Je nach Gusto ans Meer oder in die Berge. Vielleicht eine Safari in Afrika oder das Outback unsicher machen?

 

Das Hauptproblem ist, dass man als Betreiber einer Webseite seine Meldedaten im Impressum für jedermann sichtbar hinterlegen muss. Schreibt man nun in den Blog, dass man die nächsten 14 Tage in Urlaub ist, dann ist das eine Einladung an die finsteren Gesellen unserer Zeit, sich um die Wohnung oder das Haus zu "kümmern".

 

Ich habe relativ viel Blogs und Webseiten im RSS Feed und mache mir keine Gedanken, wenn mal zwei Wochen kein Beitrag erscheint. Manche schreiben eh nur ein- oder zweimal im Monat etwas. Sollte eine Mail ein paar Tage unbeantwortet bleiben, was soll´s? Die meisten haben eben ein Leben neben ihrem Hobby.

 

Ich bin zu dem Schluss gekommen, wenn ich nicht da bin, dann bin ich eben nicht da.  Ich werde eine Abwesenheit nicht vorab ankündigen.

 

Die E-Mails und Anfragen werden dann ein paar Tage später beantwortet und ein neuer Beitrag dauert dann etwas länger. Ich denke, die meisten Leser können damit umgehen und ein regelmäßiger Besucher wird (m)einer Webseite deshalb nicht gleich komplett den Rücken kehren.

 

In diesem Sinne 

Gute Investments

 

 

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Monatsübersicht April 2016

Da der Monatswechsel auf das Wochenende fällt, bereits heute meine Monatsübersicht:

 

 

Sparquote

 

Neben meinem Dauerauftrag von 500 € konnte ich diesen Monat zusätzlich 1.000 € dem Cashkonto zuführen, ich sparte also 1.500 €. Zum Ende April habe ich rd. 8.500 € Bargeld (ca. - 1.380 € im Vergleich zum Vormonat) für weitere Investitionen zur Verfügung. 

 

 

Dividenden

 

Im April erhielt ich 6 Dividendenzahlungen mit einer Summe 129,09 €. Im Vergleich zum April 2015 ist das eine Steigerung um 72,89 € oder 129,7 %.

 

Die letzten Zahlungen kamen von Cardinal Health mit 6,06 €  und Cisco mit 12,14 €, die ich nicht extra aufführte. Die gesamten Dividendeneinnahmen 2016 liegen bei 535,92 €.  Damit habe ich bereits 68,71 % meines Jahreszieles von 780 € erreicht. 

 

 


 

Aktienkäufe

 

Im April habe ich wieder zwei Käufe mit rd. 3.000 € durchgeführt. Der monatlich vorgesehene Kauf waren 56 Donaldson und mein Bestand erhöht sich damit auf 108 Aktien. Zusätzlich konnte ich mir  17 Genuine Parts neu ins Depot legen, da mein Investitionsplan dies zulässt. Insgesamt habe ich jetzt 26 Positionen im Depot. 

 

 

Depotentwicklung

 

Am letzten Tag im April ging es an der NSE ordentlich nach unten, so dass mein Depot im Vergleich zum Vormonat 1,81 % verloren hat. Insgesamt ist das Depot mit 6 % bzw. rd. 4.400 € im Plus.

 

 

Planung nächstes Monat

 

Im Mai stehen wieder zwei Käufe an, davon mindestens ein Neuzugang. Die Dividendeneinnahmen könnten die 200 € Grenze knacken, wobei hier die Steuer und der Wechselkurs €/$ das Zünglein an der Waage sein werden.

 

 

 

 

 

 

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Kauf Genuine Parts Company

 

Heute habe ich mein Depot um eine Neuaufnahme erweitert.

 

Genuine Parts Company wurde 1926 gegründet und hatte gerade einmal sechs Angestellte. In den darauffolgenden Jahren wuchs GPC kontinuierlich und hat heute rund 39.000 Mitarbeiter in 2.600 Stützpunkten. GPC vertreibt in den USA, Kanada, Mexiko, Australien und Neuseeland Autoersatzteile für alle möglichen Modelle.

 

Durch den Zukauf weiterer Firmen wurde das Angebot erheblich ausgeweitet.

 

Mit Motion Industries wurde das Sortiment um Ersatzteile für die Industrie erweitert. Es werden z. B. Teile für die Nahrungsmittelherstellung, Papierindustrie, Bergbau, Öl-und Gas,  Chemie oder Medizintechnik angeboten.

 

S.P. Richards vertreibt Büromaterial, Büromöbel, Reinigungsprodukte und technische Produkte wie Toner, Tintenpatronen usw.

 

EIS bietet elektrisches und elektronisches Equipment an, wie Kabel und Motoren. Die Produktvielfalt reicht von einfachen Werkzeugen bis zum Verbrauchsmaterial für alle möglichen Anwendungen.

 

Um einen Eindruck der Produktvielfalt zu bekommen, sollte die Homepage von GPC und deren Töchter besucht werden.

 

Die Kennzahlen zu meinem ersten Kauf im April 2016 sind durchaus solide. Das Unternehmen hat eine Marktkapitalisierung von ca. 15 Mrd. $ und eine EK-Quote von 39 %. Die Kennzahl Schulden/Equity liegt mit ca. 21 deutlich unter meiner Vorgabe von 200. Die EK-Rendite von 21,8 % ist hervorragend und die Ausschüttungsquote von rd. 55 % lässt noch Spielraum für weitere Dividendenerhöhungen. Die Dividende wird seit 59 Jahren ohne Unterbrechung gesteigert, also ein echter Aristokrat. Das durchschnittliche Dividendenwachstum der letzten 5 Jahre liegt bei 8,25 % und die durchschnittliche Dividendenrendite bei 2,76 %. Sollte die Dividende weiterhin um 8 % wachsen, wäre in 15 Jahre eine Rendite von ca. 9 % - 10 % möglich.

 

Zu meinem Kauf von GPC:

 

Ich habe wie immer 1.500 € für meine Investition angesetzt und konnte 17 Aktien zu einem Preis von 1.470,07 € incl. Gebühren erwerben. Künftig werde ich dadurch 44,71 US-$ zusätzliche Dividende erhalten. Meine Bruttorendite liegt bei 2,68 % und netto bei ca. 2 %. Bei dem aktuellen Wechselkurs sind das nach Steuern rd. 28,75 €/Jahr oder 2,40 €/Monat.

 

Genuine Parts Company Aktie

Genuine Parts Company Aktie Chart
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Diversifikation - eine Frage der Definition?

Über Diversifikation liest man immer wieder, aber keiner denkt eigentlich darüber nach.

 

Was bedeutet eigentlich Diversifikation?

 

Ich habe das mal bei Wikipedia geklaut:

 

Von Diversifikation wird bei Investitionen in Finanzprodukte gesprochen, wenn laufende Spar- oder einmalige Vermögensbeträge nicht vollständig in eine Einzelanlage fließen, sondern auf unterschiedliche Anlageformen (z. B. Wertpapiergattungen wie Aktien, Anleihen, Investmentfonds usw.) sowie auf verschiedene Finanzdienstleister oder Wertpapier-Emittenten – möglicherweise mit Sitz in verschiedenen Ländern – verteilt werden.

 

Hintergrund dieser verbreiteten Investmentstrategie ist eine Risikodiversifikation, d. h. die Vermeidung eines möglichen Totalverlustes durch gleichzeitiges Investieren von Teilbeträgen in alternative, unterschiedlich riskante Anlageformen, so dass das Gesamtvermögen in diverse Finanztitel gestreut wird. Der gewünschte Effekt der Risikoreduzierung wird dadurch bewirkt, dass zwei oder mehr Wertpapiere, die untereinander eine niedrige Korrelation aufweisen, miteinander in einem Portfolio kombiniert werden...

 

Vereinfacht gesagt, nicht alle Eier in einen Korb legen, um einen Totalverlust zu vermeiden.

 

In den meisten Medien wird Diversifikation immer auf den Vermögenserhalt bezogen, als wäre das das Wichtigste auf der Welt. Dann kommen immer irgendwelche Empfehlungen zu Aufteilungen nach Aktien, Immobilien, Gold, Anleihen usw. Dazu soll man in verschieden Länder, Währungen und Hausnummern streuen, so als hätte jeder Millionen zu verteilen. Ziel ist aber immer, wenn eine Anlagekategorie gerade schlecht läuft, dass eine andere dieses auffängt und das Vermögen gleich bleibt oder zumindest weniger schwankt.

 

Hier frage ich mich immer, ob das denn sinnvoll ist?

Wenn ich mein Vermögen möglichst wenig schwanken lassen will, eindeutig ja.

 

Aber mal ehrlich, mich interessiert nicht jeden Abend die Summe meines Vermögens. Denn dann müsste ich jeden Tag den Wertverlust meines Autos berechnen, die Wertänderung meiner Immobilien kalkulieren, mein Depot dazurechnen und im Bankschließfach die Gold- und Währungsreserven neu bewerten. Ziemlich unsinnig oder?

 

Mich interessiert nicht, wie hoch mein Vermögen ist, sondern welche Erträge ich erwirtschafte. Von den Erträgen kann ich mir etwas kaufen oder weiter investieren. Ich muss meine Erträge diversifizieren. Schon mal darüber nachgedacht? Wo hat man den letzten Artikel über Ertragsdiversifikation gelesen?

 

Erträge kann ich z. B. durch Aktien (Dividenden), Mieteinnahmen, Zinsen oder Rentenzahlungen erwirtschaften. Gold, Silber, Rohstoffe, Währungen werfen keine Erträge ab.

 

Ich muss also meine Einnahmen diversifizieren.

 

Einen Teil decke ich durch meine gesetzliche Rente ab. Wie hoch diese ausfällt, wird sich noch zeigen, auch wenn ich jährlich meine theoretische Rentenanwartschaft bekomme. Da habe ich wenig Einfluss drauf.

 

Anleihen werfen zur Zeit nicht die Welt ab und haben ihre eigenen Risiken. Sie haben sicher ihre Daseinsberechtigung, sind für mich aber derzeit uninteressant.

 

Mieteinnahmen durch Immobilien. Eigentlich hat man da nur etwas davon, wenn diese nicht fremdfinanziert sind. Decken die Mieteinnahmen Zins und Tilgung, ist das gut für den Vermögensaufbau, jedoch habe ich kaum bis gar nichts zur freien Verfügung. Erst wenn die Immobilie weitestgehend schuldenfrei ist, dann bleiben Einnahmen zum Verbrauchen über. Um nicht gleich 100.000 € und mehr in eine Wohnung zu investieren, würde sich hier z. B. das Vermieten von Garagen anbieten. Die kann man bar bezahlen (kosten bei uns gebraucht 6.000 € bis 8.000 €) und bringen 40 € bis 50 € Miete pro Monat. Stellplätze im Freien gehen natürlich auch, da hat man nicht mal Reparaturen. Bei mehreren Garagen sollte der Mietausfall einer Garage nicht gleich die eigene Existenz gefährden.

 

Dann haben wir noch Unternehmensbeteiligungen, sprich Aktien.

 

Mein nächstes Lieblingsthema: Länderdiversifikation.

 

Ich soll in verschiedene Länder investieren. Also Griechenland, Somalia, Mexiko, Argentinien?

Vermutlich ist damit wohl eher der Stammsitz des Unternehmens gemeint und nicht die politische Sicherheit der Länder (Risikokontrolle). Was aber auch wieder eher zweitrangig ist, denn letztendlich geht es um die Währungssicherheit. Es spielt keine sonderlich große Rolle, ob ein Weltkonzern in Deutschland oder Frankreich sitzt, beide Länder gehören dem Euro an. Ich kann mich daher auf große, und weitestgehend stabile Währungen konzentrieren wie Euro, US-Dollar, Franken usw.

 

Eine weitere Diversifikation ist die Größe der Unternehmen. Ich unterstelle einfach einem Weltkonzern mehr Dividendensicherheit, als einem kleinen Nischenunternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 10 Mio. Euro, das nur regional tätig ist.

 

Die meiner Meinung nach wichtigste Diversifikation sind die Branchen, in denen die Unternehmen tätig sind.  Ob zyklisch oder nicht zyklisch, welche Produkte gefertigt werden, wie der Bedarf sich entwickelt. Verdienen die Unternehmen Geld, können sie Dividenden zahlen und damit zu meinen Einnahmen beitragen.

 

Ich kann rein durch die Branchen eine Diversifikation in Rohstoffe (Öl, Gold usw.), Immobilien, Verbrauchsgüter, Nahrung, Pharma, Dienstleistungen usw. erreichen.

 

Wenn ich mir die Branchen ausgesucht habe, muss ich mir nur noch die passenden Unternehmen dazu suchen. Mit zunehmender Anzahl Unternehmen sinkt auch das Risiko, dass ein Zahlungsausfall, meine Einnahmen zu sehr beutelt. Bei gleichgewichteten Erträgen je Unternehmen macht ein Totalausfall bei 20 Aktien 5 % meiner Erträge aus, bei 40 Unternehmen nur noch 2,5 %. Sind die Einnahmen gut über verschiedene Branchen verteilt, deren Korrelation nicht zu hoch ist (eine negative wird man fast nicht hinkriegen), dann sind Zahlungsausfälle nur punktuell zu befürchten.

 

Mein Rentendepot besteht fast nur US-Werte, deren Erträge abhängig vom Wechselkurs $/€ sind. Wie hoch ist mein Währungsrisiko?

 

Hier muss ich meine gesamten Einnahmen betrachten.

Angenommen, ich habe Einnahmen von 1.500 €  (Rente, Arbeitslohn, Mieten) und 1.500 € aus US-Dividenden, dann erziele ich 50 % dollarabhängig. Ändert sich der Wechselkurs zu meinen Ungunsten um 33 %, so dass die US-Dividenden nur noch 1.000 € beitragen, ist das bezogen auf meine Gesamteinnahmen eine Änderung von rd. 17 %.

 

Zum Einen halte ich derartige Wechselkursschwankung über einen längeren Zeitraum für unwahrscheinlich, da die Wirtschaft zu sehr miteinander verbunden ist und zum Anderen, sollten die Dividenden im Schnitt um 5 % pro Jahr steigen, habe ich diesen Einnahmenrückgang bereits nach drei Jahren wieder "hereingeholt". Angenommen meine Einnahmen liegen 1.000 €/Monat über meinem Bedarf, dann spielen Währungsschwankungen gar keine Rolle mehr.

 

Mein Ziel ist die Ertragsdiversifikation und nicht ein möglichst schwankungsarmer Vermögenserhalt.

 

Darüber kann man durchaus auch einmal nachdenken.

 

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Dividenden 1. und 2. Woche April

Im April habe ich nicht so arg viele Dividendenzahler, daher fasse ich die ersten beiden Wochen zusammen. Bisher zeigten sich folgende Unternehmen spendabel:

 

Coca-Cola              31,44 €

Wal-Mart Stores   27,68 €

Kraft Heinz            11,98 €

Altria Group          39,79 €

 

In der Summe waren das immerhin 110,89 € und damit fast doppelt so viel wie im April 2015 mit 56,20 €.

 

Leider wird sich diese Steigerungsrate nicht fortsetzen lassen, denn dann wären das in 15 Jahren 3,3 Mio Dividende im Monat.

 

 

 

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Kostenloses eBook über Arbeitsrecht

Hat zwar nur indirekt mit Finanzen zu tun, aber vielleicht findet der eine oder andere Leser das eBook über Arbeitsrecht ganz interessant. Auf der Seite steht auch etwas über Abfindung, was mich eigentlich mehr anspricht.

 

Das eBook fast die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern auf einfache und gut verständliche Weise zusammen, ohne sich in Paragraphen und Gesetze zu verrennen. Es ist kostenlos und kann sofort ohne Registrierung heruntergeladen werden.

 

Was ich nämlich absolut nicht mag, wenn auf einigen Seiten damit geworben wird, dass man anonym Vergleiche oder Berechnungen machen kann und man nach zig Seiten Dateneingabe dann doch noch Namen, E-Mail usw. angeben muss (also auf der letzten Seite). Da breche ich dann ab.

 

Das eBook ist unter  www.anwaltarbeitsrecht.com zu finden.  

 

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Spekulieren auf Kredit?

Das machen wir natürlich nicht! Oder doch?

 

Zunächst muss man sich natürlich fragen, was ist denn spekulieren? 

 

Man geht ein Geschäft ein, in der Hoffnung auf Eintritt eines bestimmten Ereignisses.

 

Ein Immobilienkäufer nimmt einen Kredit auf, in der Hoffnung, dass er künftig einen bestimmten Mietertrag generiert, was aber letztlich nicht sicher ist. Ein Immobilienkäufer mit Kredit ist ein Spekulant.

Ein Immobilienkäufer, der das Kapital hat, ist Investor.

 

Würde die kreditgebende Bank natürlich nie so sehen, aber genau genommen ist es so.

 

Ist es sinnvoll, an der Börse auf Kredit zu spekulieren? Immerhin sind die Kurse, vor allem bei deutschen Aktien seit ihrem Hoch von knapp 12.400 DAX-Punkten doch deutlich zurückgekommen und alle behaupten, Aktien sind bei einem Stand von 9.600 DAX-Punkten derzeit günstig bewertet. Es kann natürlich noch tiefer gehen, wer weiß das schon.

 

Aktien auf Kredit kaufen und auf Kursgewinne spekulieren, kann einen in den Ruin treiben. Dennoch ist bei einem Erwerb von Aktien ein Kredit unter Umständen einzuplanen.

 

Folgende Überlegung ist hierbei einer näheren Betrachtung wert. Viele haben einen Notgroschen. Vor allem die Besucher von Finanzblogs sind da eher vorsichtig und bunkern 5.000 €, 10.000 € oder noch mehr für Reparaturen, Notfälle oder weil sie sich wohler fühlen. Was macht das Geld? Es liegt irgendwo auf dem Tagesgeldkonto rum und wenn man Glück hat, bringt es 1 % Zinsen.

 

Wäre es nicht klüger, auf den Notgroschen zu "verzichten" und das Geld zu investieren? Rein rechnerisch ja. Hat man 10.000 €, könnte man sich in fünf solide Unternehmen einkaufen, die eine Dividendenrendite von 5 % oder mehr bezahlen. Angenommen, es tritt kein Notfall die nächsten fünf Jahre ein, dann hat man einen Vorteil von mindestens 4 % pro Jahr, was vor Steuer 2.000 € zusätzliche Einnahmen ausmacht.

 

Tritt doch ein Notfall oder eine erforderliche Reparatur am Haus auf, dann kann man das mit einem Kredit überbrücken. Hier helfen einem Kreditvergleichsportale wie Smava, eine günstige Finanzierung zu finden. Man muss da nicht zur Hausbank gehen oder gleich einen teuren Dispo bemühen. Kreditvergleichsportale suchen bei vielen verschiedenen Banken nach den günstigsten Konditionen und bereiten einem ein maßgeschneidertes Angebot. Die monatliche Sparrate leidet dann allerdings ganz oder teilweise für Zins und Tilgung, wobei man die Laufzeit und die Ratenhöhe selber festlegen kann. Ich habe bei Smava verschiedene Kreditarten (Wohnkredit, Ratenkredit etc.) durchprobiert, um ein Gefühl für die Zinshöhe und monatlichen Raten zu bekommen. Hierfür muss man sich nicht gleich registrieren.

 

Ich habe z. B. 10.000 € mit einer Laufzeit von 36 Monaten eingegeben. Der Zins für einen Ratenkredit liegt bei 2,49 % und 288,45 € Monatsrate, also deutlich unter meiner Sparrate von 500 €/Monat und ich könnte den Kredit die nächsten 3 Jahre problemlos bedienen. 

 

Die Dividenden sollten weiter fließen (wurden vielleicht sogar erhöht)  und deren Ertrag liegt über den 2,49 % für den Kredit. Es lohnt sich nicht, die Aktien zu verkaufen, womöglich bei Tiefstständen, um einen Kredit zu vermeiden.

 

Indirekt mache ich das sogar seit einigen Jahren, da ich mein Auto finanziert habe (ich gönne mir diesen Luxus) und das Geld in einem extra Depot angelegt habe. Die Dividenden übersteigen bei weitem die Zinsen und durch die Wiederanlage wird mein Vorteil im Vergleich zur Barzahlung immer größer. Letztendlich eine Spekulation auf Kredit. Solange die Zinsen niedrig sind, funktioniert das. Und die dürften noch lange niedrig bleiben. Anfänglich habe ich mich zugegebener Maßen nicht sonderlich wohl gefühlt, aber inzwischen würde ich es wieder so machen.

 

Es kommt natürlich immer auf die Situation des Einzelnen und seine Möglichkeiten an. Einen Kredit aufnehmen, um zu spekulieren, halte ich für fahrlässig, um eine Notsituation zu überbrücken, ist es alle mal besser, als tausende Euro als Notgroschen zinslos rumliegen zu lassen.

 

Darüber sollte man nachdenken.

 

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Kauf Donaldson Comp.

Heute habe ich meinen siebten Kauf dieses Jahr durchgeführt. Ich habe Donaldson aufgestockt, um die doch recht kleinen Dividendenerträge dieser Aktie wenigstens etwas zu erhöhen.

 

Ich habe 56 Aktien zugekauft und meinen Bestand auf 108 Stück erhöht. Bezahlt habe ich 1.540,95 € incl. Gebühr. Meine Investition in Donaldson liegt damit insgesamt bei 3.033,23 €.

 

Donaldson zahlt aktuell 17 US-Cent pro Quartal und damit im Jahr 0,68 $. Bezogen auf meinen Nachkauf bekomme ich zwar nur 2,2 % Rendite, aber Donaldson steigert seit über 30 Jahren stetig die Dividende. Die letzte Steigerung fiel mit  1,5 % sehr klein aus im Vergleich zum Fünfjahresschnitt mit 16,72 % bzw. bei 10 Jahren mit rd. 14,5 %.

 

Die 56 zusätzlichen Aktien pushen mein Dividendeneinkommen pro Monat um sagenhafte 2,05 € nach oben...

 

Die durchschnittliche Dividendenrendite im Fünfjahreszeitraum lag bei 1,33 % und im Vergleich zu meinem Kauf mit 2,2 % doch einiges niedriger.

 

Würde Donaldson zu alter Stärke zurückkehren und die Dividende die nächsten Jahre im Schnitt um 10 % steigern, dann wären durchaus Renditen von 8 % - 10 % auf meine Investition möglich. Bei yahoo-finance wird die EK-Rendite mit 23,37 % und die Gesamtkapitalrendite mit 9,63 % angegeben. Die Ertragskraft stimmt also. Die EK-Quote mit 54 % ist ansehnlich.

 

Interessant ist die Ausschüttungsquote, diese wird bei Yahoo mit 50,96 % angegeben und bei dividend.com mit 45,3 %. Es kommt immer auf den Datenlieferanten, den Stichtag und die Bewertung im Einzelnen an. Daher schaue ich durchaus bei zwei bis drei Quellen nach, wobei so kleine Unterschiede stören mich nicht. Die Richtung passt.

 

Die Shortquote (also Leerverkäufer) liegt bei 9,58 %, was sehr hoch ist und viele von weiter fallenden Kursen ausgehen. Ob die Aktie weiter fällt, weiß ich nicht, der Chart steigt wieder und der GD 200 ist genommen. Besorgniserregende Nachrichten habe ich auch keine gefunden, vielleicht ist der Kaufzeitpunkt gar nicht mal so schlecht. Wir werden sehen.

 

In den unten stehenden Grafiken ist die Dividendenentwicklung und der aktuelle Chart von heute, also zu meinem Kaufzeitpunkt abgebildet.

 

 


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AB HEUTE BIST DU FINANZPROFI!

Heute stelle ich euch ein weiteres Buch aus meiner Bibliothek vor. Es wurde von meinem Bloggerkollegen Dimi Novo geschrieben (und nein, ich bekomme kein Geld von ihm).

 

 

Ab heute bist Du Finanzprofi!:

Das große Geld- und Börsenseminar

 

Das Buch von Dimi Novo, der auch die Webseite Moospara.de betreibt, kommt erfrischend anders daher, als dies bei Börsenbüchern üblich ist.

 

Der Begriff Taschenbuch trifft es auch nicht ganz, denn es hat die Größe eines DIN A 4 Formats und passt nicht so einfach in eine Tasche. Des Weiteren duzt der Autor den Leser und schafft damit von Anfang an eine vertrauliche Atmosphäre. Das Buch ist auf seinen knapp 300 Seiten gut gegliedert und wird durch die Zeichnungen und Grafiken, die der Autor selbst erstellt hat, aufgelockert. Allerdings muss man sich an den Zeichenstiel gewöhnen, da dieser durchgängig blau gestaltet ist und er oft die Grafiken invertiert, d. h. die üblicherweise weißen Flächen sind blau gehalten und die Konturen sind weiß gezeichnet, was ich aber als nicht störend empfinde.

 

Dimi geht auf die verschiedenen Anlagemöglichkeiten wie Einzelinvestments, ETF´s oder REITs ein und erklärt diese gut verständlich. Er zeigt die Vor- und Nachteiler einzelner Investitionen auf und gibt dem Leser immer wieder praktische Beispiele an die Hand.

 

Das Buch stellt ganz klar das überlegte und langfristige Investieren in den Vordergrund, zocken sollen die anderen. Der Vermögensaufbau geht nun mal über Jahre und Jahrzehnte und nicht von heute auf morgen. Neben den wichtigsten Grundregeln wird erläutert, wie man ein langfristiges Depot, auch mit geringen finanziellen Mitteln, aufbauen kann und worauf hierbei zu achten ist.

 

Die wichtigsten Börsenbegriffe werden einfach und gut verständlich erklärt. Das Buch wendet sich ganz klar an den "Einsteiger" und verzichtet auf unnötige theoretische Abhandlungen. Es ist ohne große Vorkenntnisse zu lesen und wer alles durchgearbeitet hat, ist für das Abenteuer Börse gut gerüstet.

 

Was mir persönlich gut gefällt, ist die Möglichkeit, mit dem Autor persönlich in den Kontakt zu treten. Man kann auf seiner Webseite Neues entdecken, einen Newsletter abonnieren oder direkt eine Mail schreiben.

 

Das Buch gibt es auch in verschieden farbigen Einbänden (weiß, schwarz, lila, silber), also für jeden Geschmack etwas. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die Geldanlage an der Börse interessiert oder einfach gerne Finanzbücher liest (so wie ich).

 

5 Sterne von 5

 

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Monatsübersicht März 2016

Sparquote

 

Neben meinem Dauerauftrag von 500 € konnte ich diesen Monat zusätzlich 500 € dem Cashkonto zuführen, ich sparte also 1.000 €. Zum Ende März habe ich 9.878 € Bargeld für weitere Investitionen zur Verfügung. 

 

 

Dividenden

 

Im März erhielt ich 12 Dividendenzahlungen mit einer Summe 210,13 € und liege damit höher als im Vorjahr mit 129,27 € (+ 63 %). Die letzten Zahlung kamen von McDonalds mit 14,22 €  und Qualcomm mit 32,87 €, die ich nicht extra aufführte. Die gesamten Dividendeneinnahmen 2016 liegen bei 406,83 €.

 

Das erste Quartal 2016 weist somit fast 100 % höhere Einnahmen auf als das Vergleichsquartal 2015 und ist das stärkste Quartal bisher.

 


 

Aktienkäufe

 

Im März habe ich zwei Käufe mit rd. 3.000 € durchgeführt. Der monatliche Kauf waren 40 Conoco-Phillips und mein Bestand erhöht sich damit auf 66 Aktien. Zusätzlich konnte ich mir 21 Cardinal Health neu kaufen. Insgesamt habe ich jetzt 25 Positionen im Depot. 

 

 

Depotentwicklung

 

Der März zeigt einen Kursgewinn von 2,5 % auf 7,81 % auf oder in Euro gerechnet, liege ich derzeit mit rd. 5.500 € im Plus.

 

Aufregendes ist nichts passiert.

 

 

 

 

 

 

 

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Quo Vadis - Rente mit Dividende?

 

Quo Vadis? - Wohin gehst du?

 

Ab und an muss man sich die Frage stellen, wo man eigentlich hin will? Dies betrifft natürlich auch die eigene Webseite. Wohin und wie soll sich das Ganze entwickeln?

 

Ausschlaggebend war die letzten Tage ein Bericht im Fernsehen über professionelle Blogger, You-Tuber etc. und letztlich war es Daniel mit seinem Beitrag: 1 Jahr Finanzrocker  , der mich dazu veranlasst hat, mir die Frage zu stellen: "Was willst Du?".

 

Ich habe die Webseite aus Neugierde (Technik) und als Tagebuch für meine eigene Kontrolle angefangen. Vielleicht bringt sie dem einen oder anderen sogar etwas Mehrwert?

 

Will ich die Webseite professioneller gestalten? Was wären die Folgen?

 

Ich müsste den Anbieter wechseln, da sich herausgestellt hat, dass doch einige Funktionen fehlen, vor allem beim Blog. Das ist nicht in einer Stunde erledigt. Ich bräuchte Hilfe bei der Technik. Die Beiträge dürften weniger persönlich werden, denn diese müssten wesentlich mehr Leser ansprechen. Ich müsste mehr in die Öffentlichkeit, Verträge mit Sponsoren generieren, ein Managementsystem einführen usw. Der Zeitaufwand wäre im Vergleich zum derzeitigen Stand erheblich höher.

 

 

Moment mal, da bin ich dann in der Position, das Ganze als Geschäft aufzubauen. Ich hätte viel mehr Verantwortung gegenüber den Lesern, den Geldgebern und hätte Verpflichtungen, die ich gar nicht erfüllen könnte.

 

Derzeit komme ich mit zwei Stunden am Tag aus. Die Blogs anderer Blogger lesen und ab und an einen kurzen Kommentar abgeben, die E-Mails der IR-Abteilungen meiner Aktien lesen, E-Mails von Lesern beantworten (was ich ausführlich mache und nicht nur einen Satz schreibe), neue Beiträge erstellen. News, Artikel, Bücher lesen. Irgendwelche sinnlose Excel-Tabellen basteln und wieder löschen. Kleinere Verbesserungen an der Webseite vornehmen. Es gibt immer genug zu tun.

 

Daher soll alles so bleiben wie es ist.

 

Ich habe inzwischen über 300 Besucher täglich, was ich nie erwartet hätte. Ich kann auch mal eine Woche Pause machen (Urlaub, berufliche Fortbildung usw.), ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Ich kann auch zwischendurch einen persönlichen Artikel veröffentlichen, der nicht unbedingt mit Finanzen zu tun haben muss. Diese Freiheit möchte ich nicht opfern, nur um eine höhere Klickrate zu haben.

 

Rente-mit-Dividende wird weiterhin eine kleine Nischenseite bleiben und ich bin damit zufrieden.

 

Im Vordergrund soll nach wie vor die Entwicklung der Dividendeneinnahmen stehen und nicht der Betrieb einer Finanzseite, von denen es genug im Netz gibt.

 

Daher auch Danke an allen Lesern, die mir immer wieder Anregungen für Artikel geben oder Verbesserungsvorschläge machen (die sich leider nicht immer alle umsetzen lassen). Die Fragen haben und oft auch gemeinsam Lösungen gefunden werden, da ich manches gar nicht "auf dem Schirm" hatte.

 

Gute Investments allen.

 

 

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Onkel Dagobert - Sein Leben, seine Milliarden

Heute stelle ich euch eines meiner Lieblingsbücher aus meiner Bibliothek vor.

 

 

Onkel Dagobert

- Sein Leben, seine Milliarden

 

Die Biographie von Dagobert Duck.

 

Was hat denn ein Comic mit Finanzanlagen zu tun? Sehr viel, denn es beschreibt die Geschichte, wie aus einer kleinen 10-jährigen Ente aus verarmten Verhältnissen, die reichste Ente der Welt wurde.

 

Auf über 500 Seiten beschreibt Don Rosa nach jahrelangen Recherchen in einzelnen Kapitel die Lebensgeschichte von Onkel Dagobert.

 

In Schottland geboren, schlägt sich Dagobert als Schuhputzer durchs leben, als er beschließt nach Amerika auszuwandern, um sein Glück zu suchen. In den einzelnen Geschichten wird von seinen anfänglichen Misserfolgen und Erfolgen berichtet. Wie er Donald kennen lernt, den Goldrausch von Klondike erlebt, seine Liebe, seine erste Million.

 

Was kann man nun daraus lernen? Dagobert hat den unbedingten Willen zum Erfolg, er gibt nie auf und versucht selbst eine unvermeidlich erscheinende Niederlage doch noch in einen Erfolg zu verwandeln. Er verliert nie sein Ziel aus den Augen und arbeitet hart dafür. Er geht Risiken ein und wird letztendlich dafür belohnt.  Eben all die Eigenschaften, die einen erfolgreichen Unternehmer ausmachen.

 

Ich habe das Buch genossen und lese es immer wieder gern. Es ist für jeden, der eine Affinität zu Dagobert Duck hat, eine Pflichtlektüre und eignet sich auch gut als Geschenk.

 

Sterne: 5 von 5

 

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Kauf Cardinal Health

Heute habe ich meinen 6. Kauf in diesem Jahr getätigt. Nachdem ich den letzten Kauf zum Aufstocken einer bestehenden Position genutzt habe, ist dieses mal ein neuer Wert in mein Depot gewandert.

 

 

Die Cardinal Healthcare entwickelt, fertigt und vertreibt Produkte für den Gesundheitsbereich und beschäftigt weltweit über 36.000 Mitarbeiter. Die Palette reicht von Technologien zur Medikamentenabgabe,  Pharmazeutika, Zubehör in den Bereichen Chirurgie und Laborarbeit. CAH beliefert Krankenhäuser, Apotheken und Praxen mit einer Vielzahl an Bedarfsartikeln wie Medikamente, Verbände, Handschuhe, chirurgische Instrumente oder medizinische Spezialgeräte. Jeden Tag werden diese Produkte an mehr als 100.000 Empfänger ausgeliefert.  

 

Ich habe 21 Aktien für 1.520,73 € incl. Gebühr gekauft. Aktuell zahlt CAH 1,55 $ Dividende im Jahr und die Dividendenrendite liegt bei rd. 1,9 %. Zugegeben nicht viel, aber würde die Dividende weiterhin mit rd. 15 % pro Jahr gesteigert, dann wären in 15 Jahren ca. 14 % bis 15 % Rendite auf meine Investition möglich. Die Ausschüttungsquote liegt bei 36 % und die EK-Rendite mit 21 % lassen durchaus Luft nach oben. Die EK-Quote liegt über 50 %, von daher kein billiges, aber solides Investment.

 

Die 21 Aktien bringen im Quartal ca. 5,30 € Dividende. Bis das mal zweistellig wird, muss ich 7 Jahre warten. Eine harte Geduldsprobe. In der untenstehenden Grafik ist die Dividendenerhöhung der letzten 10 Jahre dargestellt. Man darf sich durch die "geringe" Erhöhung nicht täuschen lassen, das liegt am Maßstab.

 

Cardinal Health Aktie

Cardinal Health Aktie Chart
Kursanbieter: L&S RT
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Würdet ihr in dieses Unternehmen investieren?

Derzeit gibt es für Geld praktisch keine Zinsen und viele suchen Investitionsmöglichkeiten, um wenigstens etwas Rendite am Markt rauszuholen.

 

Auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten, findet man verschiedene Angebote. Ein Bekannter von mir hat in ein Unternehmen investiert, das folgende Kennzahlen aufweist:

 

Jahresumsatz 5,76 Mio.

Marktkapitalisierung 126 Mio.

Ebitda 4,61 Mio.

Gewinn vor Steuer 2,59 Mio.

Gewinn netto 1,94 Mio.

KUV 21,88

KGV 64,81

Ek-Quote 100%

EK-Rendite 1,54 %

Ausschüttungsquote 200%

Rendite 3,14 % 

 

Das Gewinnwachstum der nächsten Jahre ist sehr beschränkt, wenn es gut läuft, dürfte das bei  2 % - 3 % liegen. Die Einnahmen werden hauptsächlich durch einen Kunden generiert.  Sollten Investitionen anfallen, fällt entsprechend der Gewinn geringer aus, was sogar bis zu einer kompletten Streichung der Ausschüttung führen kann.

 

Würdet ihr in solch ein Unternehmen investieren?

 

Ich habe meinem Bekannten davon abgeraten, er hat trotzdem 126.000 € investiert.   

 

Wie das Unternehmen heißt?        Eigentumswohnung!

 

Ersetzt man die Mio. durch Tausend, dann passt die Größenordnung. 

 

Bewertet man eine Immobilie wie ein Unternehmen, liegen diese Zahlen oft zu Grunde.

 

 

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