Kauf General Mills

Mir ist es tatsächlich das erste Mal passiert, dass ich mich mit einem Kauf schwer getan habe. Ich habe mir 23 General Mills gegönnt. Meine erste Position war zum Kaufzeitpunkt rd. 46 % im Plus und durch den Nachkauf sind es nur noch ca. 23 %.

 

Aber es hilft nichts, nach meinem Plan brauche ich noch einige Stücke und irgendwann muss man aufstocken. Ich habe auch ein Drittel weniger Aktien bekommen als bei meinem Erstkauf. Eine fast schon schmerzhafte Erfahrung.

 

Für die 23 General Mills Aktien habe 1.476,94 € incl. Gebühr bezahlt und 11 Aktien weniger bekommen als bei der Erstinvestition. Dadurch sinkt auch meine Einstandsrendite entsprechend auf 2,71 %. Positiv ist, dass ich wieder eine Position mehr auf einen "glatten Tausender" bringen konnte.

 

Nach Steuern bringen mir die Aktien rd. 72 € netto im Jahr und mein künftiges 12-Monatseinkommen steigt im Schnitt auf über 170 €, vorausgesetzt der Dollar ändert sich nicht wesentlich.

 

Mir fehlen aber immer noch 70 Aktien nach meiner Planungstabelle, was bei einem derzeitigen Kurs etwa 4.400 € Investition bedarf. Ich bin gespannt wie sich die Anzahl zum Jahreswechsel ändert, wenn ich die Tabelle anpasse.

 

Das war mein letzter Kauf bei der DAB-Bank. Die nächste Investition wird wohl über OnVista laufen, wenn das Depot übertragen ist.

 

 

Kommentare: 36 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Tobias (Donnerstag, 08 September 2016 08:13)

    Mir wird er bald vermutlich ähnlich gehen. Ich brauche noch 3-4 neue Titel in meinem kleinen Depot, dann habe ich aber auch die Größe und Diversifikation an unterschiedlichen Titeln erreicht, die ich mir in etwa vorstelle.
    Interessant wird dann zum Ende dieses Jahres/Anfang nächsten Jahres für mich sein, wie ich meine vorhandenen Titel nachkaufen werde. Es gibt ja mehrere Strategien wie man das machen könnte:
    - die Position nachkaufen, welche die höchste Div.-rendite
    - die Position nachkaufen, welche die höchste Div.-Steigerungsrate der letzten Jahre hat
    - die Position nachkaufen, die relativ zur jetzigen Div.-Ausschüttung am kleinsten ist
    - die Position nachkaufen, die absolut den geringsten Wert im Depot hat
    - die Position nachkaufen, welche sich bisher am schlechtesten entwickelt hat
    etc.

    Vorausgesetzt natürlich die Kennzahlen stimmen für die Positionen...

    Es wird und bleibt spannend und ich lasse mich gerne auch weiterhin von deinem Blog inspirieren.

    Gruß Tobias

  • #2

    Tim (Donnerstag, 08 September 2016 08:56)

    Hi Alex,
    GIS ist in meinen Augen immer ein guter Kauf das du nach knapp 50% Anstieg nachkaufst und das trübt verstehe ich voll ;)

    @ Tobias: Genau die Diskussion hat Alex bereits angestoßen in einem Artikel, wo wir darüber gesprochen hatten
    http://www.rente-mit-dividende.de/2016/06/29/planung-nachkäufe/

  • #3

    Konrad (Donnerstag, 08 September 2016 09:06)

    Hallo Alexander,

    ...das geht ja flott voran bei Dir. Immer weiter und weiter. Daumen hoch!

    Drei ganz kurze Frage habe ich aber noch:
    Um welche Tageszeit in etwa kaufst Du Deine US-Werte? Und über welche Börse?
    Ist es richtig, dass man die US-Werte über deutsche Börsen möglichst zwischen 16-20 Uhr kaufen sollte, um keinen zu hohen Spread zu haben?

    Danke + Gruß

  • #4

    Mein Geldanlage Vergleich (Donnerstag, 08 September 2016 09:14)

    Ich kann nur zum Teil nachvolziehen warum du Aktien von Gereral Mills nachgekauft hast. Zum einen, ist das ein super Unternehmen was sich in den letzten Jahren immer gut geschlagen hat. Auch die Dividende wurde immer recht zuverlässig gezahlt und auch gesteigert.
    Aber ist die Aktie nicht zur Zeit ein wenig teuer? Wieviel Potenzial zur Kurssteigerung hat Gerneral Mills noch? Ich hätte wahrscheinlich das Geld in eine andere Aktie investiert die genausogut die Dividende auszahlt aber noch nicht zu teuer ist. Dann wenn Gerneral Mills eine kleine Schwächeperiode hat würde ich nachkaufen. Nach meiner Meinung nach ist das sinnvoller "als eine Position mehr auf einen glatten Tausender" zu bringen.
    Das ist meine persönliche Meinung und zum Glück denken wir nicht alle gleich, sonst wären Aktien ja langweilig :)

    Viele Grüße Klaus-Dieter

  • #5

    Pascal (Donnerstag, 08 September 2016 09:20)

    @ Klaus- Dieter: Suche doch im General M. Chart mal die letzte "Schwächephase". Genau- gab nie wirklich eine. Wann hättest du da gekauft? Nie? Würde man so denken, würde man bei den besten Unternehmen nie einsteigen, eben weil da Schwächephasen hoffentlich selten sind.
    LG

  • #6

    Alexander (Donnerstag, 08 September 2016 19:01)

    @Tobias
    Ja, da habe ich lange überlegt. Ich mach es einfach so, dass ich nach dem Alphabet vorgehe und die Unternehmen nachkaufe, die noch einen größeren Investitionsbedarf haben. Letztendlich so wie ich lustig bin. Ein richtig oder falsch gibt es wohl nicht.

    @Konrad
    Ich kaufe meistens tagsüber, wenn ich Zeit habe. Kann um 9.00 Uhr sein oder um 15.00 Uhr. Meistens über Tradegate und Lang & Schwarz. Das mit dem Spread habe ich auch schon überlegt, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass es keine Rolle spielt. Sollte ich mal 20 Cent mehr bezahlen, dann sind das bei 30 Aktien gerade 6 € Unterschied. Bei einer Investition von mehr als 1.000 € auf Sicht von 15 Jahren, ist mir das egal. Ich habe auch manchmal schon erlebt, dass die Aktien gestiegen sind und ich abends trotz geringeren Spreads mehr bezahlt hätte.

    @Klaus-Dieter
    Wenn ich aktuell die Kurse oder den Chart anschaue, dann sind alle teuer. Ich kann auch nur unter 22 Aktien auswählen, da ich aufstocke und nicht mehr neue Unternehmen kaufen will. Dann kommt irgendwann auch ein Titel dran, der die letzten 2 Jahre schon gut gelaufen ist. Das gleiche Problem habe ich mit McDonalds, Walgreens, YUM! Brands und Kraft Heinz. Ob die Kurse weiter steigen bzw. das Kurspotential, ist mir egal. Besser die würden mal wieder etwas fallen, denn ich möchte meine guten Werte möglichst vererben. Also nie verkaufen müssen.

    Und ich habe ein schönes Reservepolster, wo ich doch einiges in den Ring werfen kann, wenn es mal ordentlich runter geht.

  • #7

    Konrad (Donnerstag, 08 September 2016 20:29)

    @Alexander
    Danke für die schnellen Auskünfte. Klasse.

  • #8

    Finstermoor (Donnerstag, 08 September 2016 20:46)

    Hiho!

    Ich unterstütze die Meinung, dass GIS zu teuer ist aktuell und widerspreche, dass es keine bessere Möglichkeit, sprich Schwächephase gab bzw. wieder geben wird. Schwächephase heißt ja nicht unbedingt, dass der Kurs in den Keller geht, aber zumindest ein normales PE Ratio sollte es schon sein. Wer darüber kauft, kauft teuer und setzt somit für die Zukunft zu wenige Dividendeneinnahmen fest.

    Das aktuelle PE Ratio von GIS ist ca. 23, dass durchschnittliche PE Ratio der letzten 10 Jahre ist eher bei 17. Der Kurs ist einfach weggelaufen. Nach 2009 gab es GIS fast 5 Jahre lang für einen fairen Wert. Dann ging es (zu steil) nach oben. Aber wenn man eines weiß, dann das ein Kurs langfristig immer wieder zum Durchschnitt zurückkommt (Regression zur Mitte bei Wikipedia zum Nachlesen). Ausnahmen gibt es bei Hypeaktien, wie z.b. Amazon, aber wir reden ja hier von vernünftigen Werten und spekulieren nicht ;o) ...

    Wenn man hier ein Bild posten kann (Wie?), dann zeige ich das auch im Chart, wenn gewünscht.

    So long, Finster.

  • #9

    Finstermoor (Donnerstag, 08 September 2016 20:48)

    Oh vergessen, ich mag den Blog trotzdem ;o) ...

  • #10

    MS (Freitag, 09 September 2016 00:26)

    Meiner bescheidenen Meinung nach halte ich GIS auch für overhyped und zu teuer. <a href="http://www.bilder-upload.eu/upload/7596ed-1473373546.png">Ich würde max. 55 USD für angemessen halten</a>. Aber egal. Was spielt das für eine Rolle. Man wird sehen.
    Keine Ahnung, was die Aktie derzeit noch kaufenswert erscheinen lässt. Aber das soll keine Kritik sein. Ich höre ja auch auf keine. ;-)
    Ansonsten alles sehr vorzeigbar bei Dir. Viel Glück.

    MS

  • #11

    Konrad (Freitag, 09 September 2016 08:22)

    Hallo,

    natürlich gibt es die Regression zur Mitte. Aber dies sollte dann bezogen sein auf 1. sehr lange Zeiträume und 2. eine breite Basis. Zudem sind äußere Einflüsse zu beachten.
    Also ich finde, auf einzelne Unternehmen lässt sich dieses Phänomen nur schwer anwenden. Auch nicht bei „vernünftigen“ Werten, da jedes Unternehmen seine eigene Story hat.
    Auf breiter Basis (z. B. S&P 500 oder MSCI World) macht das schon mehr Sinn. Aber auch hier sind äußere Einflüsse zu berücksichtigen, z. B. die Entwicklung des Zinsniveaus.

    Bezügl. General Mills. Natürlich kann der Wert (temporär) zu teuer sein. Aber zu teuer im Vergleich zu was? Man muss sich immer die Alternativen vor Augen halten.
    Außerdem ist es langfristig (10-15 Jahre) gesehen fast sch… egal, ob man bei einem Kurs von 65, 60 oder 55 kauft. Hauptsache man ist (und bleibt) dabei und hat die Möglichkeit, ggf. nachzukaufen. Zudem funktioniert Market-Timing bekanntlich nur bedingt.

    Fazit: Über lange Zeiträume ist immer alles relativ zu sehen. ;-)

  • #12

    Aktien langfristig (Freitag, 09 September 2016 09:27)

    Puh, General Mills habe ich auch schon länger auf der Watchlist, aber mir wären sie im Moment (wie so viele der großen Lebensmittel / Konsumgüterhersteller) zu teuer.
    Auf die Frage "Zu teuer im Vergleich zu was?" würde ich sagen: im Vergleich zum langjährigen Durchschnitts-KGV, im Vergleich zu potentiellen (Gewinn-)Wachstum der kommenden Jahre und im Vergleich zu anderen Aktien.
    Die mommentan weit verbreitete Meinung, dass man Qualitätsaktien zu jedem Preis kaufen kann, solange man sie nur ewig hält und sie ihre Dividende nicht kürzen finde ich gefährlich. Über 20 Jahre wirst du damit wahrscheinlich besser fahren als mit Tagesgeld und Co, aber warum nicht warten bis das KGV bei 20 oder drunter liegt? Selbst wenn das etwas dauert und vielleicht für eine einzelne Aktie nie wieder kommt, aus dem große Topf der Qualitätsaktien findet sich immer mal wieder eine, die grade günstig ist, da würde ich dann lieber zuschlagen als bei General Mills, Coke und Co im Moment.
    Der Einstiegspreis ("egal ob 65, 60 oder 55") spielt eine sehr große Rolle. Zwischen 55 und 65 € liegen ~18%. Ob du zur Rente dann 1.000.000 € oder 1.180.000 € im Depot hast (und damit auch 18% mehr oder weniger Dividende) ist dir egal??
    Gruß
    Jonas

  • #13

    Konrad (Freitag, 09 September 2016 12:05)

    @Jonas

    >>Auf die Frage "Zu teuer im Vergleich zu was?" würde ich sagen: im Vergleich zum langjährigen Durchschnitts-KGV, im Vergleich zu potentiellen (Gewinn-)Wachstum der kommenden Jahre und im Vergleich zu anderen Aktien.
    Also das langjährige Durchschnitts-KGV sollte nur bedingt als Vergleichsbasis dienen. Die Alternativen/das Umfeld (Zinsanlagen, Immobilien usw..) sind mit entscheidend. Ich denke, wir müssen uns langfristig insgesamt auf höhere KGVs einstellen.
    Im Vergleich zu welchen Aktien konkret? Dann müssten ja alle „die anderen“ Aktien kaufen. …der Markt übertreibt zwar von Zeit zu Zeit, aber die fundamentalen Kennzahlen/Erwartungen sollten vom Markt (also Käufer- & Verkäuferseite) annähernd transparent bewertet werden.

    >>aber warum nicht warten bis das KGV bei 20 oder drunter liegt
    Natürlich kann man warten. Aber bei einigen Aktien wird man warten bis man schwarz wird. Warten = Markttiming = Wette. Und Alexander hat seine Prinzipien (33 Werte, andere Aktien im Depot sind auch „teuer“)…

    >>Ob du zur Rente dann 1.000.000 € oder 1.180.000 € im Depot hast (und damit auch 18% mehr oder weniger Dividende) ist dir egal??
    Nein, das ist mir natürlich nicht egal. Aber 1. kann bei fallenden Kursen nachgekauft werden (man erwischt nie den richtigen Zeitpunkt und kauft demnach im Grunde immer zu teuer) und 2. Sollte man nicht nur eine Aktie im Depot haben, sodass sich viele Werte im Depot wieder egalisieren. Äääähm…also ist es doch egal, ob man eine Aktie – in diesem Fall so ein tolles Unternehmen wie General Mills (in einem größeren Depot) zu 65, 60 oder 55 USD einkauft. Sofern man natürlich die Möglichkeit hat, nachzukaufen und breit diversifiziert.

    So jetzt bin ich auch ruhig. Aber dies ist nur meine Meinung. Ich kann auch danebenliegen. Meistens habe ich aber Recht ;-).

  • #14

    Aktien langfristig (Freitag, 09 September 2016 13:12)

    Hallo Konrad,

    es kann natürlich jeder investieren wie er will und ich drücke dir und dem Blogbetreiber die Daumen für eure Ziele (die sich wahrscheinlich ja mit meinen decken), aber wenn man schon in EINZELaktien investiert kann man das Markttiming nicht ausblenden. Dadurch, dass ich mich auf eine einzelne Aktie festlege bringe ich doch schon meine eigene Meinung mit ein (in dem Fall glaube ich, dass General Mills sich besser entwickeln wird als die anderen Alternativen, sonst würde ich ja die kaufen). Auf der anderen Seite dann zu sagen, ich kaufe die gewählte Aktie aber zu jedem Preis ohne irgendeinen Vergleich finde ich unlogisch.

    Aktuelle Beispiele für bessere Alternativen mit hoher Qualität sind aus meiner Sicht z.B. Disney oder Bayer. Schau dir alleine mal die Gewinnentwicklungen der letzten Jahre im Vergleich an (die Gewinne haben sich bei Disney und Bayer seit 2010 verdreifacht, bei General Mills stagnieren sie). Dazu sind Bayer/Disney günstiger (KGV <20), haben einen geringeren Fremdkapitalanteil und eine geringere Ausschüttungsquote. Warum also nicht eine von den beiden?

    Bei ETF Anlage wie du sie ja betreibst kann ich das dauerhafte Investieren zu jedem Preis prinzipiell noch nachvollziehen, aber wenn es Einzelaktien sein sollen, würde ich das nicht machen. Nach jedem ATH geht es irgendwann mal wieder runter..

    Gruß
    Jonas

  • #15

    Sparkojote (Freitag, 09 September 2016 14:24)

    Ich habe mir ebenfalls einen neuen Wert in mein Depot zugelegt. Um genau zu sein 100 Anteile von General Electric, welche mich mit einer soliden Kurssteigerung und Dividendenausschüttung überzeugt haben. Habe insgesamt 3054.50 CHF für diesen Auftrag ausgegeben. Deine Beträge motivieren mich sehr, um ebenfalls mehr zu tun um meine Finanzielle Freiheit zu erreichen :-) Denke das Jahr 2017 wird für mich noch besser als 2016, da ich dort mehr Dividenden einkassieren werde von Werten die ich erst nach der Ausschüttung gekauft habe.

    Gruss
    Der Sparkojote

  • #16

    Andreas (Freitag, 09 September 2016 15:31)

    Ich habe heute ein schreiben meiner Bank bekommen das ich meine Procter & Gamble Aktien in Galerria Company Aktien umtauschen kann weiß einer was es damit auf sich hat?

    Gruss

  • #17

    Claudio (Freitag, 09 September 2016 17:34)

    Die Bayer AG läßt sich erst wider seriös bewerten wenn klar ist wie der eventuelle Monsanto Kauf finanziert wird und wie teuer das am Ende für Bayer wird!

  • #18

    Wumbata (Freitag, 09 September 2016 17:37)

    @Alexander
    Wenn ich mir Dein Depot ansehe, hätte ich mir auch vorstellen können, dass Du CVS Health nicht unerheblich hättest verbilligen können.
    Z.Zt. ca. 81,50 - 82 €
    Gruß Wumbata

  • #19

    Friedrich (Freitag, 09 September 2016 17:42)

    Es ist völlig richtig, wenn man für eine Anlageentscheidung das aktuelle KGV einer Aktie mit dem langfristigen Durchschnitts-KGV dieser Aktie vergleicht. Das KGV ist sicher mit einigen Schwächen behaftet, aber es liefert dennoch eine sehr gute Indikation über den Wert einer Aktie. Wie das Zinsumfeld gerade aussieht, dürfte für diese konkrete Entscheidung weniger relevant sein.

    Bei General Mills (GIS) sind die Fakten relativ klar: das aktuelle KGV liegt bei 23, und das tatsächliche KGV der Vergangenheit liegt zwischen 17,5 und 19,5 (abhängig vom gewählten Rückschauzeitraum; bei 20 Jahren sind es 18,5; bei 10 Jahren 17,5 und bei 5 Jahren 19,5). Insofern spricht einiges dafür, dass GIS zur Zeit relativ hoch bewertet ist.

    Und ob man Aktien zum Preis von 55 oder 65 kauft, macht sogar einen erheblichen Unterschied. Beim Preis von 55 bekommt man für denselben Anlagebetrag 18% mehr Aktien als bei einem Preis von 65 - jeder mag selbst ausrechnen, was das langfristig für Auswirkungen hat. Insofern kann es durchaus Sinn machen, eine Anlageentscheidung hinauszuschieben oder auf Alternativen auszuweichen.

    Gruss

  • #20

    Alexander (Freitag, 09 September 2016 18:27)

    General Mills ist aktuell teuer, das ist richtig. Nur wann werden sie billiger in 1 oder 2 Jahren? Wenn ich warte, dann kann es auch sein, dass der Kurs nochmals steigt und dann auf das heutige Niveau fällt. In der Zwischenzeit habe ich allerdings 8 Dividenden bekommen.

    Ist natürlich schöner am "Ende" statt 1.000.000 € ganze 1.180.000 € zu haben, aber das ist mir nicht wichtig. Es spielt auch keine Rolle, ob ich irgendwann im Monat 1.500 € oder 1.600 € Dividenden bekomme, wenn mir 1.000 € zur gesetzlichen Rente langen. Mein Ziel ist ja nicht möglichst viel rauszuholen sondern meine Lücke von Einkommen zur Rente zu schließen. Alles weitere ist Zugabe (nehme ich natürlich gerne mit).

    Im Prinzip habt ihr recht, es kommt immer darauf an, wie man es sieht und was das Ziel ist. Ich brauche noch für 4.500 € General Mills Aktien (Stand heute), also sind das noch 5 Nachkäufe in den nächsten Jahren. Vielleicht sind sie dazwischen billiger, kann sein. Dann freue ich mich.

    Beim Durchschnitts-KGV bin ich momentan auch vorsichtig. Zinsen bei null, Inflation bei null. Man müsste das alles in Bezug setzen und bereinigen. In der aktuellen Phase muss man einige Kennziffern im Vergleich zur Historie in Frage stellen. Wie es in 5 Jahren ausschaut? Da kann es ganz anders sein. Wobei "Kaufen um jeden Preis" wohl nicht unbedingt sinnvoll ist. Würde General Mills auf 500 € steigen und ein KGV von über 100 aufweisen, dann nehme ich auch mal Gewinne mit. Ist zwar hypothetisch, aber weiß man es?

    @Andreas
    Das wegen P&G habe ich auch bekommen, bin da auch nicht schlau geworden. Ich mache aber nichts und warte erst mal weiter ab.

  • #21

    MS (Freitag, 09 September 2016 20:48)

    Wegen PG,

    offensichtlich kann man seine Anteile in Coty tauschen, bzw. über den Zwischenschritt "Galleria Co" (Wella Shampoo etc) und spart 7%, wenn man denn Interesse hat. Könnte man ja machen, und seine PG-Anteile neu zurück kaufen, wenn man sie weiterhin will.

    - http://seekingalpha.com/article/4003712-procter-and-gamble-get-ready-coty-exchange

    MS

  • #22

    Marko (Freitag, 09 September 2016 20:56)

    Generell Mills ist aktuell für 58,27 € zu haben.
    Sind das denn schon Nachkäufe?
    Bin damals für 53 € eingesiegen mit einer geringen Anzahl.
    Würdet ihr jetzt nachkaufen und leicht verteuern? Oder weiterhin abwarten?

  • #23

    Alexander (Samstag, 10 September 2016 10:38)

    Vor zwei Tagen hätte ich gesagt: Kauf einfach
    Nach dem Kurseinbruch vom Freitag: Warte noch etwas

  • #24

    Aktien langfristig (Samstag, 10 September 2016 13:12)

    Dies Diskussion hier hat mich animiert, mal mein Vorgehen bei Käufen in der momentanen Situation zu beschreiben: http://konservative-aktien.com/was-tun-bei-hoechststaenden-an-den-aktienmaerkten/

    Gruß
    Jonas

  • #25

    Christoph (Samstag, 10 September 2016 18:45)

    Alex ich bin hin und hergerissen. natürlich hast du recht das man nicht Weiss ob General mills günstiger wird. andererseits würde ich schauen welche der offenen Aktien momentan den größten rücksetzer hat und diese dann kaufen.
    denn das was man dort spart kann man zur Not in den höheren General mills Preis investieren.
    man man weiß ja auch nicht ob diese Aktie nicht wieder steigen wird.
    Sparkojote
    toller kauf. ge ist die Zukunft. Überall seine Finger im Spiel. 3d Druck, IoT, Infrastruktur, Flugzeuge etc etc.
    Dazu ein großes Aktien rückkauf Programm
    Top!

  • #26

    Markus (Samstag, 10 September 2016 20:00)

    Hallo Alexander,
    ja, ich kenne das. Ich kaufe seit Jahren T, PEP, PG und JNJ nach, und jedes Mal muss ich mich überwinden, mehr zu bezahlen als beim letzten Mal. Aber das hilft nichts - da müssen wir durch. Wenn mein Plan ist, 1.000 AT&T Aktien zu besitzen, muss ich da durch, es geht es nicht anders. Natürlich könnte man auch warten, aber ist das wirklich eine Option? Was, wenn die Hausse noch 5 Jahre weitergeht? Ist es wirklich oprtun, Cash anzuhäufen und nicht zu investieren? Ich sage nein.
    Von dem her - guter Kauf! Weitermachen!
    Viele Gruesse
    Markus

  • #27

    Markus (Samstag, 10 September 2016 21:15)

    PS: du hast mich inspiriert, einen Artikel darüber zu schreiben, was bei Höchstständen zu tun ist. Titel "Dividenden-Ideen: es muss nicht immer Coca-Cola sein!" nachzulesen im Dividenden-Blog unter: http://www.dividenden-manager.com/blog/?p=223
    Besten Gruß
    Markus

  • #28

    Alexander (Sonntag, 11 September 2016 10:13)

    @Christoph
    Das ist ja das Problem, dass die meisten Aktien, die ich nachkaufen möchte an ihrem Hoch notieren. Die Positionen, die einen Rücksetzer hatten, habe ich bereits aufgestockt.
    Ich schaue mir immer die Charts im Unternehmensbereich an und stelle fest, die meisten sind gut gelaufen. Ich stelle langfristig auch auf 1.000 € Käufe um, da ich dann öfter kaufen kann und mehr streuen kann. Wenn das bei OnVista mit dem FreeBuy klappt, gehe ich vielleicht sogar auf 500 € Order runter und kaufe in einem Monat auch mal 4 Titel nach. Da bin ich mir aber noch nicht schlüssig.

  • #29

    easydividend (Montag, 12 September 2016 21:38)

    Hallo Alexander,

    Unabhängig davon was alle anderen hier schreiben möchte ich mich für das posten dieses Beitrags bedanken.
    Durch deinen Post habe ich nachgesehen ob sich ein Put auf GIS lohnen würde, und das tut es.
    Sollte der Kurs am 21 September nicht unter 62,5 Dollar stehen kann ich die gesamte Prämie von 90 Dollar behalten. Fällt der Kurs darunter werde ich entweder rollen oder die Aktien zum Strike Preis kaufen.

    Danke für den Tipp! :)
    mfG Chri

  • #30

    MS (Montag, 12 September 2016 21:54)

    @easydividend,

    der Verfall ist nicht 21. September, sondern Oktober (bis dahin kann noch so einiges mehr passieren). Hätte mich gewundert, wenn man so viel Prämie bei so viel aus dem Geld in so kurzer Laufzeit einstecken kann. ;-)

    MS

  • #31

    easydividend (Dienstag, 13 September 2016 06:49)

    Hallo MS,

    Du hast recht, hab mich verschrieben. Tut mir leid ;)
    Und trotzdem ist es eine Rendite von 1,44 prozent im bezug auf das eingesetze Kapital, falls ich ausgeübt werde. :)
    Aber es kann ja auch passieren, dass in der Zwischenzeit die Aktie etwas ansteigt, somit kann ich schon früher mit Gewinn zurückkaufen.

    Allen einen schönen Tag!
    mfG Chri

  • #32

    MS (Dienstag, 13 September 2016 09:42)

    Hallo easydividend,

    ja, ich mache es gelegentlich ähnlich. Bei so sicher erscheinenden Werten wie GIS ist das fast idiotensicher, aber trotzdem verkaufe ich lieber covered calls. Da bist Du 100% auf der sicheren Seite. Ich kaufe also 100 Stück von einer Aktie, und sobald die ins Plus geht, verkaufe ich dann einen Call aus dem Geld. Schlimmstenfalls muss ich die dann verkaufen, aber eben immer mit Gewinn. Man kann sich dann nur ärgern, wenn sie viel weiter steigt, und man viel billiger liefern muss. Der "Verlust" ist aber dann immer nur der entgangene weitere Gewinn.
    Bei verkauften Puts kann es Dich schon richtig erwischen. Ich musste schon mal einen Pleitewert abnehmen. Waren zwar nur paar Dollars Verlust, aber das kann natürlich bei Werten mit hohem Kurs dann richtig heftig zuschlagen.
    Angenommen (unrealistisch) GIS meldet Pleite an, dann müsstest Du 100 Stück für 6.250 USD abnehmen, obwohl sie nichts mehr wert wären. Wie gesagt, mir ist das mit Peanuts passiert, aber da kommt man ins Grübeln.

    Viel Glück
    MS

  • #33

    easydividend (Dienstag, 13 September 2016 10:51)

    Hallo, Covered Calls sind eine gute Strategie.
    Allerdings besteht hier kein Unterschied zum Put meiner Meinung nach.

    Du kaufst die Aktien sofort. Schmiert die ab, müsstest du den gleichen Verlust hinnehmen, wie jemand der die Aktie durch den Put gekauft hat.
    Ist das Ender Laufzeit allerdings noch nicht erreicht, könntest du den Put rollen. Beim Kauf der Aktien hast du den Buchverlust ohnehin.

    Deshalb verstehe ich deine Argumentation hier nicht zu 100 Prozent.
    Verkaufe ich Puts auf Aktien, die ich sowieso kaufen möchte habe ich mehr Möglichkeiten als wenn ich die Aktien einfach so kaufe.

    Ich verkaufe Puts, wenn ich ausgeübt werde verkaufe ich covered Calls.
    Dieses Spiel spiele ich immer und immer wieder.

    Aber deine Strategie macht natürlich auch Sinn!

    mfG Chri

  • #34

    MS (Dienstag, 13 September 2016 12:22)

    Hallo easydividend,

    so gesehen hast Du natürlich recht. Kursverlust in der gekauften Aktie ist natürlich auch reales Risiko. Aber die habe ich dann schon. Ist mir "lieber", als wenn ein Put bedient werden muss, wo ich das Geld möglicherweise gar nicht habe. Ist aber eher psychlogisch, stimmt.

    Ich sehe es übrigens ähnlich. Ich würde nur Puts verkaufen, wo ich prinzipiell die Aktie auch haben will. Wenn ich sie nicht eingebucht bekomme, dann habe ich eben die Prämie. Bei Calls will ich eher die Aktie behalten, und spekuliere auf eine Seitwärtsbewegung, sodass mir die Aktie bleibt und die Prämie zu meinen Gunsten verfällt, und anschließend das gleiche Spiel wieder.
    Mein Argument ist also eher, ich kann mehrere Calls auf bestehende Positionen im Depot verkaufen, aber wenn ich mehrere Puts verkaufe, dann müsste ich viel Cash zur Sicherheit für die Einbuchung vorhalten, aber das habe ich nie.

    Na ja, ist jedenfalls eine feine Sache.

    MS

  • #35

    Oliver (Montag, 26 September 2016 10:54)

    Hallo Alexander,
    ich bin zwar ein bisschen spät, aber trotzdem ein paar Worte dazu. Ich selber besitze auch General Mills, werde momentan aber aufgrund der Entwicklung des Unternehmens (stagnierend bis leicht fallende Umsätze) sowie der Preisbildung nicht kaufen. Das ist aber Geschmackssache und ich kann mit meiner Einschätzung durchaus falsch liegen.

    Ich möchte auf einen anderen Punkt hinaus: So wie Du habe ich mir natürlich auch Gedanken gemacht, ob und wo ich eine Grenze bei der Anzahl der Gesellschaften setze. Ich vertete zwar immer noch die Meinung, das 10 für jemanden, der sich nicht so viel mit der Börse auseinandersetzen möchte, ausreichend sind. Es gibt da aber eine signifikante Schwäche bei der Fokussierung: Die enthaltenen Aktien können insgesamt vom Preisgefüge zu teuer sein. Ich kaufe persönlich am liebsten Aktien KGV <= 18, wobei es kein ehernes Gesetz ist. Interessante wachsende Unternehmen können auch mal teurer sein, wobei ich mir bewusst bin, das je höher das KGV das Risiko steigt. Amazon oder Google beinhalten gewisse Risiken, obwohl es sehr starke Unternehmen sind. Von daher ist ein KGV nicht unbedingt ein Alleinstellungsmerkmal.

    Im Gegensatz zu dir habe ich mir vor ein paar Jahren keine Restriktionen bei der Anzahl der Gesellschaften aufgelegt. Warum, wenn man natürlich einen höheren Aufwand hat bei z.B. 70 Gesellschaften? Es gibt zwei Gründe. 1. Auf dem Markt gibt es immer Gesellschaften, die zu pessimistisch eingeschätztz werden. Diese kauft man nicht mit der Selbstbeschränkung - schlimmer noch - meistens blickt man nicht über den Tellerrand hinaus, weil man sich fokussiert hat. 2. Das Rebalancing ist eine ganz heikle Sache. Du schreibst selber, dass Du auch mal die Werte bedenken musst, die gut gelaufen sind und dadurch natürlich teuer. General Mills ist teuer, das schreibst Du selbst. Aber Du kaufst sie, weil Du dir ein bestimmtes Ziel an Investitionssumme gedacht hast. Genau da kann der Schlüssel zu einer nicht ganz positiven Entwicklung liegen.

    Sicher, die Welt wird nicht untergehen, wenn Du diesen Weg weiter konsequent fortsetzt. Letztendlich höre ich seid vielen Jahren, das eine J&J oder P&G viel zu teuer wären und sie entwickeln sich trotzdem langfristig positiv weiter. General Mills ist auch so eine Firma, die es ewig gibt und die ständig die Dividende steigert. Aber ich denke, eine Selbsteinschränkung auf eine Anzahl Titel ist aus den beiden oben beschriebenen Gründen kritisch. Mir persönlich gehts sicher nicht darum, möglichst viele Aktien von möglichst vielen Gesellschaften zu besitzen. Aber es tauchen immer wieder tolle Unternehmen zu interessanten Preisen auf. Diese Chance möchte ich mir nicht nehmen lassen.

  • #36

    Alexander (Montag, 26 September 2016 11:23)

    Hallo Oliver,

    da bin ich mit dir einer Meinung, dass 10 - 15 Unternehmen für den "normalen" Anleger durchaus auslangen. Selbst wenn ein oder zwei Rohrkrepierer dabei sind, sollten das die anderen locker wett machen. Ich habe mir eine Obergrenze gesetzt, da es mir sonst zu unübersichtlich wird und es zunehmend schwieriger wird gute Dividendentitel zu finden, zumal ich hauptsächlich USA-Titel habe. Wenn man sich dann noch ausrechnet, was es für einen Unterschied es macht, ob man 33 oder 34 Titel im Depot hat, ist es eigentlich egal. Dies aber im Hinblick auf mein reines Rentendepot.

    Es gibt immer interessante Gesellschaften und Gelegenheiten, die sich lohnen. Diese würde ich dann aber auch evtl. wieder verkaufen, wenn sie gut gelaufen sind. Dafür ist mein Zweitdepot da, wenn da 200 Unternehmen drinnen wären, wäre das auch kein Problem.

    Beim Dividendendepot habe ich als Zielgröße nicht eine bestimmte Performance, sondern Einnahmen X je Gesellschaft. Wenn ich dann in General Mills statt 5.000 € eben 6.000 € investiere, dann kann ich damit leben. Wir wissen nicht, ob sie noch 30 % steigen, bis es endlich wieder einen deutlichen Rücksetzer gibt.

    Du hast mit deinem Ansatz und deiner Zielsetzung natürlich vollkommen recht, es führen viele Wege nach Rom. Wie gesagt, ich habe ja noch das Familiendepot, da fahre ich einen anderen Ansatz, ähnlich wie du. Das setzt aber auch ein gewisses Wissen und Zeit für den Aktienmarkt voraus. Viele haben da gar keine Lust dazu. Um ein halbwegs vernünftiges Dividendendepot aufzubauen, muss man nur 10 -15 Titel aussuchen, was einen einmaligen Aufwand bedeutet. Diese könnte man per Sparplan besparen und hat dann praktisch nichts mehr zu tun.

    Ich denke, wenn wir uns ausführlich unterhalten würden, würden wir feststellen, das wir doch ziemlich ähnlich "ticken". Jedenfalls kann ich deinen Beiträgen bei Tim zum Beispiel immer zustimmen (spart mir viel zu schreiben^^).