Rentner bekommen mehr Geld

Auf n-tv habe ich heute diesen Artikel gefunden. Er ist etwas zusammengefasst:



Die gut 20 Millionen Rentner bekommen ab Juli spürbar mehr auf ihr Konto überwiesen - und im kommenden Jahr dürfte die Rente noch einmal deutlich stärker steigen. Doch ein Ende der rosigen Zeiten ist auch schon in Sicht.


Die Rente steigt wegen höherer Löhne zum 1. Juli in den alten Ländern um 2,1 und in den neuen um 2,5 Prozent. Der Präsident der Deutschen Rentenversicherung, Axel Reimann, unterstrich, wegen der Inflationsrate nahe Null bedeute das real mehr Einkommen. Wer bisher 1000 Euro Rente bekommt, erhält nun in den alten Ländern 20,97 Euro mehr, in den neuen 25,01 Euro.


Noch ist die Rentenkasse gut gefüllt. Die Rücklage stieg im Mai leicht auf 33,2 Milliarden Euro. Alexander Gunkel, der für die Arbeitgeber dem Bundesvorstand der Rentenversicherung vorsteht, sagte: "Auch wegen der derzeitigen Rekordbeschäftigung werden in diesem Jahr voraussichtlich rund 5 Milliarden Euro zusätzliche Beitragseinnahmen in die Rentenkasse fließen." Sie dürften dann bei gut 205 Milliarden Euro liegen - trotz einer Beitragssenkung um 0,2 Punkte auf 18,7 Prozent Anfang des Jahres.


Im kommenden Jahr winkt den Rentnern dann ein deutlich satterer Aufschlag. "4 Prozent sind durchaus möglich, genau lässt sich das aber erst im nächsten Frühjahr sagen", so Gunkel. Hauptgrund: Aufgrund von EU-Vorgaben wurde für 2015 eine zentrale Rechengröße, das Niveau der Durchschnittslöhne, niedriger ausgewiesen. Dieser Statistikeffekt wird aber wieder ausgeglichen. Gunkel mahnte: "Ein Ende der guten Lage ist absehbar."

Denn die demographische Veränderung schlägt nun immer schneller auf die Rente durch. Annelie Buntenbach vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), für die Versicherten im Vorstand der Rentenversicherung, sagte: "Wenn Rente auch in Zukunft zum Leben reichen soll, darf das Rentenniveau nicht weiter abgesenkt werden." Buntenbach griff die Koalition an: Die Rücklagen müssten gestärkt werden, statt sie zu verpulvern. "Genau das tut die Politik mit der Mütterrente aber." 6,5 Milliarden Euro verliere die Rentenkasse dadurch pro Jahr.

Auch der Präsident der Rentenversicherung, Reimann, mahnte, hier handele es sich um eine Anrechnung von Zeiten der Kindererziehung - also um gesellschaftliche Aufgaben. Höhere Steuerzuschüsse seien daher angebracht. "Insoweit bedarf die Finanzierung des Rentenpakets einer baldigen Korrektur."


Die IG Metall kritisierte, die Politik lasse den Abstand zwischen Arbeits- und Renteneinkommen immer stärker wachsen. "Die akzeptable Rentenerhöhung in diesem Jahr darf nicht überbewertet werden, denn die Renten hinken seit Jahren der Lohnentwicklung hinterher", sagte Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban der dpa. "Das Rentenniveau ist allein in den letzten fünf Jahren um fast 9 Prozent gesunken und wird 2015 bei nur noch 47,1 Prozent liegen." Armut und Abstieg im Alter drohten für immer mehr Menschen.

Quelle: n-tv.de , Basil Wegener, dpa



Meine Meinung dazu:

Eine Rentenerhöhung von 2,1 % bzw. 2,5 % hört sich erst einmal gut an, aber vergleiche ich das mit den Dividendenerhöhungen von rd. 10 % im Schnitt, dann ist das eher kläglich. Das Absinken des Rentenniveaus ist bereits heute durch die Politik festgeschrieben und wie oben der letzte Satz verdeutlicht, es droht Altersarmut. Ich kann nur allen raten, vor allem den jungen Leuten, sofort anzufangen zu sparen. Muss ja nicht gleich in Einzelaktien sein, aber es wäre schon gut, wenn sie überhaupt etwas machen würden.


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Kommentare: 3
  • #1

    Fräulein Zaster (Dienstag, 30 Juni 2015 10:29)

    Hallo!

    Ich habe ehrlich gesagt komplett aufgehört mir über die gesetzliche Rente den Kopf zu zerbrechen oder Artikel darüber zu lesen. Ich kann spekulieren, bis ich tot umfalle, aber bis zu meinem Renteneintrittsalter sind es noch sage und schreibe 40 Jahre. Mindestens. Momentan brodelt es an allen Fronten. Wer weiß, was bis dahin passiert. Ich versuche aus eigener Kraft vorzusorgen. Wenn da was schief geht, kann ich wenigstens niemandem außer mir die Schuld daran geben. ;-)

    Einen wunderschönen Dienstag
    pfennigfüchsin

  • #2

    Ralf (Dienstag, 30 Juni 2015 15:10)

    Auch wenn es bei mir nicht mehr ganz so lange hin ist, bis zur ges. Rente, aber ich lese mir trotzdem die "Rentenartikel" regelmäßig durch. Allerdings muss ich sagen, dass ich mir den Luxus erlauben kann, diese Aretikel mit einem müden lächeln anzuschauen.
    Vorsorgeplanung (privat) ist eines, das Kapital zu erhalten und zu vermehren ist das andere. Hierzu sollte man sich frühzeitig Gedanken machen. Ehrlich gesagt, bis vor ein paar Jährchen hat´s bei beidem ziemlich düster bei mir ausgeschaut. Durch einen glücklichen privaten Umstand hat sich das Blatt bei mir finanziell total gewendet. Wenn mir mein Job micht so spass machen würde, wäre ich jetzt schon in der Lage ohne Arbeit zu (gut) zu leben.
    Und Frau Zaster, auch wenn wir alle von der ges. Rente nicht mehr viel haben werden ( das ist der Stand heute meiner Glaskugel), so kann man sich im Alter evtl. doch noch über ein paar zusätzliche €urönchen ggf. freuen. Von demher lohnt es sich doch abunzu mal solch ein Artikel anzuschauen.

  • #3

    Alexander (Mittwoch, 01 Juli 2015 19:27)

    40 Jahre sind natürlich eine Hausnummer und allzu viel würde ich da auch nicht erwarten, aber wie Ralf schreibt, einen Grundbeitrag wirst Du auf alle Fälle bekommen. Und du machst was, sehr viele machen gar nichts und wundern sich dann.

    Ich bin jetzt 49 Jährchen, ich könnte evtl. mit 63 das Hamsterrad verlassen, ich rechne mir das einfach aus und wenn es zum Leben langt, lass ich das Pflichtprogramm sein. Das heisst ja nicht, dass ich mich dann den ganzen Tag vor den Fernseher setze und nichts mehr mache. Mich betreffen viele Entscheidungen bezgl. der Rente doch, daher lese ich die Artikel und lächle ab und an, wenn wieder so riesen Sprünge gemacht werden.