Preisvergleiche und Preissuchmaschinen

Ein regelmäßiger Leser, hat einen eigenen Blog gestartet, bei dem es um Sonderangebote, Aktionen und Schnäppchen geht. Je mehr man spart, desto mehr kann man investieren, daher finde ich das Thema durchaus interessant.

 

Die Webseite ist unter www.meine-sonderangebote.de zu finden und ich wünsche Björn und seinem Mitstreiter viel Erfolg.

 

Nachfolgend habe ich einen Gastbeitrag von Björn über Preisvergleiche und Suchmaschinen im Internet. Ich muss zugeben, ich habe mir darüber nie viel Gedanken gemacht und habe wieder etwas dazugelernt.

 

 

Wie funktionieren eigentlich Preisvergleiche und Preissuchmaschinen im Internet?

  

Sinnvoll sparen – clever kaufen heißt es unter der Rubrik „Philosophieren“ in diesem Blog. Eine Möglichkeit ,um diese Philosophie zu beherzigen, bieten Preisvergleichsportale und Preissuchmaschinen im Internet. Doch wie funktionieren diese eigentlich? 

 

Preisvergleichsportale wie zum Beispiel check24 oder verivox sammeln Daten von diversen Anbietern, zum Beispiel aus dem Energie- oder Telekommunikationssektor und bereiten diese auf. Mittels Suchfunktionen kann nun jeder für sich den günstigsten Strom- oder DSL-Anbieter ermitteln.

  

Preissuchmaschinen wie idealo konzentrieren sich meist auf Onlineshops und zeigen auf, welches Produkt wo und zu welchem Preis erhältlich ist. So sind sinnvolle Quervergleiche möglich, wenn man bereits einen ganz bestimmten Fernseher oder Laptop ins Auge gefasst hat. 

 

Doch bei beiden Angebotsformen gibt es Fußangeln. Schauen wir zunächst auf die Vergleichsportale. Auch die Betreiber dieser Seiten müssen Geld verdienen. Dies geschieht zum einen über Provisionen für Vertragsabschlüsse, zum anderen auch durch Werbung. Diese Werbung wird oft so gestaltet, dass sie den Suchergebnissen ähnelt und direkt darüber angezeigt wird. 

 

Weiterhin bieten Preisvergleichsportale viele Einstellungsmöglichkeiten, zum Beispiel ob bestimmte Boni bei Vertragsabschluss oder Mindestvertragslaufzeiten berücksichtigt werden sollen. Vor der Entscheidung für einen Anbieter sollte man sich genau überlegen, welche Dinge einem selbst wichtig sind. Vertragsabschlussboni sollte man zum Beispiel nur in seine Entscheidung einfließen lassen, wenn man bereit ist, regelmäßig den Anbieter zu wechseln - denn nach Abschluss des ersten Vertragsjahres werden diese Boni-Angebote im Vergleich meist teurer. 

 

Preissuchmaschinen beziehen Ihre Daten oft aus so genannten Affiliate-Netzwerken (sofern keine direkten Schnittstellen zu den Anbietern bestehen). Auf diesen Onlinemarketingplattformen  stellen Onlineshops ihre Daten als XML oder CSV Datei zur Verfügung. Und hier lauert auch schon der erste Haken: Viele Shops ändern mehrmals täglich Ihre Preise – für Preissuchmaschinen ist es selbst mit automatisierten Schnittstellen schwierig, dann immer den richtigen Preis im System vorzuhalten. Für den Nutzer kann dies Suchergebnisse  mit veralteten Daten bringen. 

 

Zudem differieren Onlineshops ihre Preise, je nachdem, mit welchem Endgerät der Kunde bestellt. Die Verbraucherzentrale NRW hat bereits 2014 auf dieses Phänomen hingewiesen. So bezahlen Kunden mit Handy oder Tablet tendenziell mehr als Kunden, die den Onlineshop mit einem Desktop-PC oder Laptop besuchen. Durch Preissuchmaschinen ist dies nicht immer nachvollziehbar. 

 

Tipp: Nicht nur auf ein Vergleichsportal oder eine Preissuchmaschine konzentrieren, sondern die diversen Mitbewerber auch untereinander vergleichen. Und wenn möglich, Einkäufe über einen klassischen PC ausführen. 

 

Viele Grüße

  

Björn

 

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Kommentare: 5
  • #1

    Ralf (Samstag, 30 Januar 2016 14:50)

    Hallo Björn
    Erst mal viel Erfolg mit deinem neuen Blog.
    Im übrigen. ... bei den uelaubsvergleichsportalen wie z.b. weg de oder ab in den urlaub (auch wenn es eigenrlich keine richtigen portale im eigentlichen Sinne sind) wäre z.b. noxh anzumerken dass mac nutzer meist einen höheren Preis angezeigt bekommen.
    Die veranstalter gehen davon aus dass diese Nutzer mehr geld zu Verfügung haben.....also bei solchen portalen empfihlt es sich einen anonymisierer vorneweg zu schalten.


    Vg ralf (via Handy)

  • #2

    Ex-Studentin (Sonntag, 31 Januar 2016 10:27)

    Wieder ein interessanter Artikel und Blog. Schreibe gerade auch einen Artikel darüber, welche Seiten beim Sparen helfen. Das mit den unterschiedlichen Preisen habe ich schon mal gehört, habe aber noch keinen Beweis dafür. Ich merke aber ab und zu, dass Preise stark schwanken, weil sie vermutlich anhand Angebot und Nachfrage automatisch neu berechnet werden.

  • #3

    Ralf (Montag, 01 Februar 2016 15:37)

    Hallo Ex-Studentin,

    hier mal ein Beispiel von heute über das Portal welches mit w beginnt.
    Immer selbes Reiseziel, gleiche Reisedauer, Hotelkategorie.... also immer exakt gleiche Daten zu einem bekannten Ort in SPanien, nur Hotelübernachtung.

    Mac Nutzer: 138€ p.Tag
    PC Nutzer: 125€ p.Tag

    Mac Nutzer mit cyberghost installiert: 125€ p.Tag
    PC Nutzer mit cyberghost installiert: 125€ p.Tag

    Wie gesagt, es handelte sich immer um das selbe Hotel !

    Ähnlich verhält es sich bei Flugbuchungen, wobei hier noch zusätzlich zu beachten gibt, dass man es tunlichst vermeiden sollte, dass man Cookies aktzeptiert. Große Portale lesen die Cookies aus, und merken, wie oft nach welchem Flug vom entsprechenden PC gesucht wird. Faszinierend, dass der Flug so meißt immer teurer wird.

    VG Ralf

  • #4

    Ex-Studentin (Dienstag, 02 Februar 2016 22:43)

    Echt verrückt! Die Vermutung bei Reiseportalen hatte ich aber auch schon. Wenn ich etwas oft angeschaut habe, wurde es teurer. War mir nicht sicher, ob es manchmal nicht daran liegt, dass andere auch gebucht haben.
    Das mit den höheren Preisen bei Apple-Produkten ist wirklich eine Frechheit. Ein Glück, dass ich das nicht verwende. Sonst würde ich mir da ziemlich veräppelt/verapplet vorkommen.

  • #5

    Alexander (Mittwoch, 03 Februar 2016 18:54)

    Und das Ganze scheint nur die Spitze eines Eisbergs zu sein. Die scheinen auch über das Surfverhalten zu wissen, ob man einkommensstark oder einkommensschwach ist. Laut einem Zeitungsartikel will die Verbraucherzentrale dagegen vorgehen. Da kann einem schon die Lust aufs Netz vergehen.